Deutschlands neues Wahrzeichen (Foto: Von vladm/Imago

Alles richtig gemacht: Grüne bejubeln Audi!

Wenn wir demnächst den Straßenverkehr beobachten und einen Audi entdecken, können wir wohl davon ausgehen, dass ein Grüner hinter dem Steuer sitzt und den Verkehr aufhält.

Alle anderen werden sich nämlich bestimmt mit Ekel von dieser kaputten Automarke abwenden. Auf jeden Fall hat Audi viele Punkte bei den Klima-Ideologen gemacht:

Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Stefan Gelbhaar, hat die Vorschläge von Audi-Chef Markus Duesmann zu autofreien Tagen und einem Tempolimit auf Autobahnen begrüßt. „Tempolimits und autofreie Sonntage sind erprobte Maßnahmen“, sagte Gelbhaar dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). „Das wird aktuell auch nochmal durch die Top-Managements der Automobilindustrie bekräftigt.“

Der Grünen-Politiker wies in diesem Zusammenhang auf die energie- und klimapolitische Lage hin, die „weiterhin prekär“ sei. Daher seien alle in Frage kommenden verkehrspolitischen Werkzeuge „ohne Scheuklappen“ zu diskutieren. Kurzfristig plädiert Gelbhaar auch für ein gesetzlich verankertes Recht auf Homeoffice.

„Gerade beim Homeoffice, das ein klares CO2-Einsparpotenzial gezeigt hat, sind in vielen Teilen der Bevölkerung inzwischen gute Erfahrungen gemacht worden“, sagte der Grünen-Politiker.

Audi-Chef Markus Duesmann erhält für sein Eintreten für autofreie Tage und ein Tempolimit aber auch scharfe Kritik, zum Beispiel aus der CDU. „Das kommt gut an, wenn man in die Formel 1 einsteigt und gleichzeitig sagt, in Deutschland kann man mal einen autofreien Sonntag machen“, sagte der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor in „Bild TV“. Er sprach zudem von einem „Reiten auf der Welle des Zeitgeistes“.

Das durchschauten Amthor zufolge auch die meisten Menschen. „Gerade eine Firma wie Audi lebt doch von der Begeisterung fürs Auto und nicht von diesen grünen Verbotsideen“, sagte der CDU-Politiker. „Diese Diskussion über einen autofreien Sonntag kann man als Vorstandsvorsitzender von Audi ganz locker führen. Bei mir zuhause in Mecklenburg-Vorpommern im ländlichen Raum fassen sich da viele Leute an den Kopf.“ Die bräuchten das Auto für ihre Mobilität. „Schön, dass Audi das für Deutschland fordert. Dieses Thema könnte man gerne mal in China aufmachen, wo sie die großen Absätze machen“, so Amthor.

Gut gekontert, Herr Amthor. Aber auch Audi weiß genau, dass man solche dämlichen Vorschläge nur in einem grünen Land wie Deutschland machen kann, in dem sich immer mehr Spaßbremsen auf der Straße herumtreiben und Gas geben bald strafrechtlich verfolgt wird. (Mit Material von dts)

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