Foto: Zacchio/Shutterstock

Kühe weinen nicht, sie brüllen vor Schmerzen

Tierfreunde müssten jetzt aufschreien! Denn bei Stromausfall werden 3,8 Millionen Milchkühe sprichwörtlich unter größten Qualen verrecken. Flüchtlinge aus Polen und Schlesien, die 1945 aus ihrer Heimat vertrieben wurden, erzählten vom unsäglichen Gebrüll der Kühe auf den verlassenen Höfen.

Von Meinrad Müller

Kühe „geben“ keine Milch, sie muss aus den Eutern (Busen der Kühe) herausgemolken werden. Während in alten Zeiten noch Mägde und Knechte, Bäuerinnen und Bauern, allmorgendlich und allabendlich, auch am Wochenende, diese Arbeit kunstfertig leisteten, tun dies heute Melkmaschinen. Ein Techniker an der Melkmaschine genügt heute, um 300 Kühe mithilfe der Technik zu melken.

Diese, wie könnte es anders sein, laufen mit elektrischem Strom, welcher eine Pumpe antreibt, die ein Vakuum erzeugt. Diese Saugnäpfe werden an den vier Zitzen angebracht, das technische Melken dauert fünf bis zehn Minuten.

Werden Kühe nicht gemolken, so staut sich in deren Eutern die Milch, einen automatischen Abfluss hat die Natur nicht vorgesehen. Und so staut sich die gute Milch und droht das Euter zum Platzen zu bringen. Bereits nach drei Stunden, sollte der Bauer das Melken verschieben müssen, werden die Kühe unruhig und beginnen zu Muhen. Danach brüllen sie vor Schmerz wie ein Stier, der zum Metzger gezerrt wird.

Bauern, die nur 10 Kühe hielten, so wie es nach dem Kriege oft noch war, können selbst zur Hand greifen und sich an die einmal gelernte Fingerfertigkeit erinnern. An den Zitzen zu zerren, genügt nicht. Mit einer synchronisierten wellenförmigen „Massage“ durch die Finger des Melkers wird die Milch den Zitzen entlockt. Stehen aber 100 oder 300 Kühe im Stall, ist auch die Bauernfamilie mit dem manuellen Melken überfordert.

Um das Tierleid zu beenden, können aber nicht 3,8 Millionen Melkkühe schnell mal notgeschlachtet werden, die Kapazität der Schlachthöfe ist nur auf maximal drei Millionen pro Jahr (!) ausgelegt. Und auch Schlachthöfe benötigen Strom.

Melkkurse sind die Lösung aus dem Dilemma.

Anstatt bei der Volkshochschule Töpfern zu lernen, müsste jetzt schnell Hunderttausenden von Freiwilligen das Melken beigebracht werden, was an einem Tag erlernt werden kann. An die vorderste Front der Kursteilnehmer gehörten all jene Politiker, die es ohne jedwede berufliche Ausbildung bis in den Bundestag geschafft haben. Das wäre ein „Zeichen setzten“.

Milch, Käse, Sahne und Schokolade gäbe es nicht mehr. Auch keine Steaks und kein Hackfleisch, auch keine Rinderrouladen. Kühe müssten, wollte man ihnen den qualvollen Tod ersparen, erschossen werden. Die Kadaver sollten vor dem Reichstag abgeladen und dort so lange stinkend verrotten, bis der üble Geruch ein Umdenken im Innern des Reichstags erreicht hätte.

 

Themen

Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
Brisant
Brisant
Corona
Deutschland
Gender
Anthony Fauci (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)
International
Islam
Deutschland
Deutschland
Linke Nummern
Medienkritik
Migration
Satire
Ukraine
Politik
Wirtschaft