Foto: Volkswagen-Werk (über dts Nachrichtenagentur)

Widerliche VW-Doppelmoral: Kein Problem mit Katar-Schwulenhass und FIFA-Heuchelei – aber Werbeboykott auf Twitter

Dass VW eine Art Vorreiterbetrieb des herrschenden Zeitgeistes ist, war schon in den 1930er Jahren evident. Heute, 85 Jahre nach Ferdinand Porsches Käfer-Coup, gehört der nach Umsatz weltgrößte Automobilherstellermit dem Unwort „Volk“ im Namen als wesentlicher Vertreter der ideologischen informellen „Deutschland AG“ zu den servilsten und unterwürfigsten Haltungskonzernen, die ihre „Corporate Social Identity“ weitgehend mit den Stimmungsleitlinien des regierenden wole-linksextremen Juste Milieu synchronisiert haben.

Das Ergebnis zeigt sich aktuell in einer ganz besonders abstoßenden Form heuchlerischer Doppelstandards – diesmal bei der Marketing- und Werbepolitik des Konzerns: Einerseits betont VW bei jeder Gelegenheit sein Engagement für „Diversität„, „Nachhaltigkeit“ und sonstige politisch geforderte Bekenntnisse des grünökologisch-klimagerechten-identitätspolitischen Pandemoniums eines dekadenten Westens. Andererseits hat auch dieser Konzern überhaupt keine Probleme damit , als Mobilitätspartner der FIFA-Fussballweltmeisterschaft in Katar etwa die dortigen Shuttledienste zu besorgen (siehe hier), unter anderem mit autonom fahrenden Bussen.

Orwell in den Schatten gestellt

Und das, wohlgemerkt in einem Land, das Schwule auspeitschen und wegsperren lässt, und in dem sogar der offizielle WM-Botschafter (!) kurz vor Beginn des Wettbewerbs ganz frank und frei ausspricht, dass es sich bei Homosexualität um eine geistige Störung handele (woraufhin das ZDF das entsprechende Interview abbrach). Mit dieser Inkonsequenz und geradezu schizophrenen Verlogenheit liegt VW ganz auf einer Linie mit der FIFA selbst, die mit einer Propaganda, die Orwell in den Schatten stellt, unter dem Rundum-Pauschalgesinnungsmotto „Respect + EU Green Deal: Energy Saving Fans” für all die Freiheiten, Werte, politischen Ziele und Lebensweisen wirbt, mit denen kulturmarxistische und ökofundamentalistische Aktivisten die westliche Öffentlichkeit seit Jahren in Geiselhaft nehmen – und die allesamt von Katar (wie von allen anderen traditionellen islamischen Staaten) missachtet und kriminalisiert werden.

Was die Funktionäre allerdings nichts an der Austragung der WM in einem Staat hindert, der Menschenrechte mit Füßen tritt, der seine mit dem Leben von tausenden ausgebeuteten Gastarbeitern bezahlten Wüsten-Luxusstadien mit energiefressenden Kaltluftgebläsen herunterkühlen lässt und ein vormittelalterliches Rechtssystem hat.

Verkommenheit der Maßstäbe

Dass sich VW, wie viele andere westliche Firmen, hier bei der WM engagiert, kann man zwar nicht rechtfertigen, aber damit erklären, dass sich der Wüstenstaat Katar selbst seit Jahren bei deutschen Industrieunternehmen ein, darunter auch VW.

Noch schlimmer und peinlicher ist jedoch, dass VW die Ambiguität seiner Öffentlichkeitsarbeit inklusive der  ganzen Verkommenheit und Schändung seiner eigenen Maßstäbe jetzt ganz offen zelebriert – indem der Konzern an anderer Stelle dann wieder eine scheinbare Konsequenz an den Tag legt, um der führenden medialpolitischen Erwartungshaltung Genüge zu tun.

Bei Twitter plötzlich ganz stramm „konsequent“

Weil Twitter nun von Tesla-Chef Elon Musk übernommen wurde und dieser eine Rückkehr zu den Prinzipien der Meinungs- und Redefreiheit angekündigt hat,  pumpt nun auch Volkswagen kein Werbegeld mehr in das Netzwerk, wie das „Handelsblatt“ schreibt.

Der Konzern „empfiehlt“ seiner gesamten Markenfamilie nun, ihre „bezahlten Aktivitäten auf der Plattform bis auf Weiteres zu pausieren“ – und das nur, weil Twitter seine „Brand Safety Guidelines“ auf Musks Geheiß überarbeiten lässt, womit die linke Meinungskontrolle auf der Plattform in Gefahr geraten könnte. Für Twitter bedeutet dies, dass neben der Hauptmarke VW selbst auch Audi, Porsche, Skoda, Seat oder Cupra keine Anzeigen und Bezahlaktionen mehr schalten werden. Es handelt sich um einen schäbigen Versuch, die Rückkehr zu Netzpluralismus und Meinungsvielfalt zu verhindern – ausgerechnet von einem Konzern, der sich „Vielfalt“ auf die Fahnen schreibt. (DM)

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