KSK (Bild: Bundeswehr/Maximilian Schulz)

Bundespolizei plant Ausbau der Spezialeinheit „Festnahmen“ – von aufmüpfigen Bürgern?

Berlin – Das klingt schon etwas merkwürdig, dass ausgerechnet in diesen aufgewühlten Zeiten in solche Spezialeinheiten investiert werden soll:

Die Bundespolizei plant offenbar, ihre Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaften (BFHu) massiv auszubauen. Das geht aus einer vertraulichen Dienstanweisung hervor, wie der „Spiegel“ berichtet. Demnach wird eine sukzessive Verdoppelung der bislang fünf im Land verteilten BFHu ab 2023 erwogen.

Die speziell ausgebildeten Einheiten haben besondere Aufgaben, etwa die Festnahme gewalttätiger Störer bei Fußballspielen oder Demonstrationen. Teil der Truppe sind auch sogenannte BFE-Plus-Einheiten, die zur Terrorbekämpfung gegründet wurden und Spezialkräfte wie die GSG 9 unterstützen sollen. Innerhalb der BFHu gibt es heftigen Widerstand gegen die mögliche Vergrößerung.

Zum einen seien schon die existierenden Einheiten aufgrund hoher Aufnahmestandards stark unterbesetzt, berichten Mitglieder, Hunderte Dienstposten seien offen; zum anderen seien die spezialisierten Einheiten nicht ausgelastet, heißt es. Während die normalen Bundesbereitschaftspolizei-Einheiten massiv Überstunden sammelten, hätten die fünf BFHus relativ wenige Einsätze. Das Bundespolizeipräsidium erklärte auf Anfrage, die Pläne seien Gedankenspiele, eine Umsetzung sei noch nicht beschlossen.

Gedankenspiele? Wirklich nur Gedankenspiele? Auf solche Gedanken muss erstmal kommen. Und es bleibt die Frage: An welche Art von Demonstranten hat man da gedacht? Querdenker? Antifa? Islamisten? Oder doch nur hungernde und frierende Bürger. Was weiß die Bundespolizei, was wir nicht wissen? (Mit Material von dts)

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