Angela Merkel und ein zerstörtes Land; Bild: © jouwatch Collage
Angela Merkel und ein zerstörtes Land; Bild: © jouwatch Collage

Warum auch die Ampel versagt: Scholz holt sich noch regelmäßig Rat von Merkel

Leipzig – Und da wundern wir uns, dass Deutschland kontinuierlich den Bach runter geht: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) holt sich noch immer regelmäßig Rat von seiner Amtsvorgängerin Angela Merkel (CDU). Das sagte Scholz dem „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ bei einer Veranstaltung in Leipzig. „Wir kennen uns erstens lange und haben auch immer gut zusammengearbeitet, obwohl wir in unterschiedlichen Parteien sind“, so Scholz weiter.

„Und das geschieht auch weiter so.“ Er berate sich aber auch mit vielen anderen Menschen – „weit über die Regierungsparteien hinaus“, betonte Scholz und widersprach der These des ehemaligen Außenministers Joschka Fischer (Grüne), dass das Kanzleramt eine „Todeszone“ sei. „Ich fühle mich nicht einsam.“

Sein Befinden nach einem Jahr im Amt sei überschattet vom Ukraine-Krieg und den Folgen für Deutschland, räumte der Kanzler ein. „Natürlich ist mein Gemütszustand sehr geprägt von diesem furchtbaren Krieg, der in Europa stattfindet. Denn das ist ja das, was uns umtreiben muss: Der Imperialismus ist wieder zurück in Europa.“

Zur Stimmung innerhalb der Ampel-Koalition sagte Scholz: „Was die Zusammenarbeit betrifft, wir hatten gerade einen Koalitionsausschuss, wo wir gar keine Themen hatten, sondern einfach nur mal nett miteinander geredet haben, und das war echt ein netter Abend.“

Dass der Imperialismus zurückgekehrt ist, ist bekannt. Bleibt nur die Frage, in welcher Maske er vor uns herumtanzt. Und dass ausgerechnet Merkel, die 16 Jahre lang Deutschland kaputt regiert hat, dem Bundeskanzler immer noch Ratschläge geben darf, sagt sehr viel über eben diesen Kanzler aus. (Mit Material von dts)

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