Sven Lehmann zu Gast im schwulen Podcast "schwanz & ehrlich" von Mirko Plengemeyer, Lars Tönsfeuerborn und Michael Overdick (Bild: PTO Media)

Muss grüner Queer-Beauftragter während der Arbeit etwa „Affen pocken“?

Falls jemand wissen möchte, wie und mit wem es Sven Lehmann, der grüne „Beauftragter der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ so treibt, der kann sich diese wichtige Information beim Sex-Podcast bei „schwanz & ehrlich“ abholen.

Sven Lehmann scheint mit seinem, von den Grünen neu geschaffenen Posten als Beauftragter der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt nicht ganz ausgelastet zu sein. Ober aber, der „Queerbeauftragte“ der Bundesregierung leidet an einer ausgewachsenen Profilneurose und geht davon aus, dass der Steuerbüttel wissen will, wie und mit wem es Lehmann so treibt.

Um diese Wissenslücke zu schließen, hat sich der „Politiker“ beim Sex-Podcast „schwanz & ehrlich“ von innen nach außen gestülpt und freudig Auskunft erteilt. So verkündete er im Podcast empört, dass er den Gerichtsentscheid, dass der/die/das „trans Bundeswehr-Offizierin“ Anastasia Biefang, zu recht verwarnt wurde, weil sie auf Tinder geschrieben hatte, dass sie in einer offenen Beziehung und offen für alle Geschlechter sei, dermaßen unverständlich gefunden habe, so dass er auf Twitter selbst postete, dass er in einer schwulen und offenen Beziehung lebe. Zudem nutze er auch selbst Dating-Apps in seinem Dating-Leben.

Informativer als Lehmanns Dating-Verhalten indes seine Aussage zu schwulen-bisexuellen- transsexuellen mobilen Männer-Dating-App Grindr. Seitdem er als Parlamentarischer Staatssekretär Mitglied der Bundesregierung ist, sei er davon „überrascht, wie hoch die Einschlagsdichte bei Grindr“ im Bundestag sei. Selbst während der Plenarsitzungen würden einige die App nutzen. Schlimm findet der Grüne das natürlich nicht, dass sich die Herrn Abgeordneten auf Steuerzahlerkosten ihrem privaten sexuellen Vergnügen widmen, denn: „Grindr ist auch Arbeit“, stellt Lehmann klar. Als Begründung schiebt der sexdatende Lehmann nach, dass auf Grindr auch einige wichtige Informationen zu Affenpocken-Pandemie bereit gestellt würden.

Richtig gemein findet es Lehmann, dass das Robert-Koch-Institut die Affenpocken  viel zu sehr als „Schwulenkrankheit“ dargestellt und somit für Vorurteile gesorgt habe. „Glücklicherweise sei dem erfolgreich entgegengewirkt worden“, so Lehmann, der des Weiteren feststellt, dass Abstinenz ebenso wenig eine Lösung sei, wie Monogamie. Mr. Queer-Beauftragter glaubt darüber hinaus, dass die Stigmatisierung auch viel mit der Missgunst anderer Menschen zu tun habe. Andere würden sich wünschen, genauso offen mit ihrer Sexualität umgehen zu können wie manche schwulen Männer, trauten sich dies aber nicht.

Gegen Ende der Podcast-Folge wird es dann noch einmal hot: Bereitwillig erzählt Lehmann, dass er bereits seit über 20 Jahren in einer mittlerweile offenen Beziehung mit dem 51-jährigen Grünen NRW-Abgeordneten Arndt Klocke lebe. Angesprochen auf seine letzte unvergessliche Sex-Story, berichtet Sven Lehmann von einem One-Night-Stand mit einer „durchaus prominenten Person“.  Das Ganze habe sich sehr spontan ereignet und sei „hot“ gewesen, plaudert das grüne Influencer-Sternchen weiter.

Selbst in der homosexuellen Szene scheint es niemanden wirklich zu interessieren, mit wem, wann und wo es Dating-App-Lehmann treibt:

„Herr Lehmann, vielleicht sollten Sie im Bundestag lieber mal Ihren Job machen, statt dort auf Grindr rumzuhängen und sich über „heißen Sex“ mit Promis zu freuen. (Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich frage, ob Sex mit Promis eine Auszeichnung ist, die einem besondere Kompetenz oder sonst was verleiht.) 
Sie sollen natürlich auch Sex haben wie wir alle. Aber wir Steuerzahler bezahlen Sie nicht fürs Grindr-Surfen, sondern dass Sie Ihren Job machen. Und wenn Sie dann auch noch sagen „Grindr ist auch Arbeit“ ist das doch ein Schlag ins Gesicht aller, die jeden Tag ihren Job machen und eine Verhöhnung der Steuerzahler.“

(SB)

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