Diether Dehm ( Bild: Imago/xC.xHardtx/xFuturexImage)

Die Linken wollen ihren Kommi-Millionär und. Wagenknecht-Vertrauten Dehm loswerden

Der Wagenknecht-Vertraute Dehm soll aus der Partei ausgeschlossen werden. Im Linken-Antrag dazu heißt es, Dehm habe die Linke verächtlich gemacht. Nun leben Spekulationen über eine mögliche Spaltung der Mauermörderpartei neu auf.

Diether Dehm war – nachdem er nicht mehr Sozialdemokrat sein wollte – nicht nur stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Mauermörderpartei PDS und Informant der Stasi. Er gab Bedürftigen wie dem ehemaligen RAF-Terroristen und 1985 wegen neunfachen Mordes und anderer Verbrechen verurteilten Christian Klar einen Job als freien Mitarbeiter in seinem Bundestagsbüro. Wie es sich für einen waschechten Kommunisten gehört, schädigte er den gemeinen Kapitalismus, indem er als Liedermacher und Musikproduzent erfolgreich war, und dem mieses System Millionen entzog und auf sein Bankkonto wandern ließ.

Der 72-jährige Dehm besitzt zudem einen fast schon geldwerten Unterhaltungswert: 2018 bezeichnete er den damaligen Sozenkopf und Außenminister Heiko Maas als „gut gestylten Nato-Strichjungen“. Joachim Gauck und Christian Wulff verglich er einmal mit Hitler und Stalin. Und erst kürzlich twitterte Dehm eine Bildmontage, auf der fünf Grünen-Politikerinnen und ein Schäferhund abgebildet sind – versehen mit dem Spruch: „Vergnügliches Rätsel anlässlich der Herausforderungen unserer Zeit: Welches der folgenden Individuen hat eine Ausbildung abgeschlossen?“

Obwohl sich Dehm seit Jahren – mit ein paar kapitalistischen Ausfällen – also als guter Sozialist zeigt, soll er nun aus der Partei ausgeschlossen werden. Genosse Parteichef Martin Schirdewan stellte sich hinter einen entsprechenden Antrag, der Dehm parteischädigendes Verhalten vorwirft. Der Antrag sei in Rücksprache mit dem Parteivorstand gestellt worden und „genießt auch unsere Unterstützung“, so Schirdewan.

Dehm gilt als Vertrauter der früheren Bundestagsfraktionschefin Sahra Wagenknecht, die kürzlich öffentlich Erwägungen über eine neue Parteigründung angestellt hatte. Dehm hatte im Sommer angeregt, bei der Europawahl 2024 einen „konkurrierenden Wahlauftritt“ zur Linken zu unterstützen. Wörtlich forderte Dehm seinerzeit: „Es muss eine Kraft antreten, die diesem Abbruchunternehmen da drüben im Karl-Liebknecht-Haus eine Alternative entgegensetzt“. Auf Twitter bezeichnete er die Häuptlinge des Linken-Trupp als „karrierebeseelte(n) Apparat von BND-gestutzten Egomanen“.

Jetzt scheint jedoch Schicht im sozialistischen Schacht zu sein. Dehm habe gegen die Parteisatzung verstoßen – er muss gehen, heißt es sinngemäß im Ausschluss-Antrag. Der 72-jährige Dehm habe sich unsolidarisch und diffamierend geäußert und die Linke – Achtung! Treppenwitz:  „ehrenrührig und herabsetzend verächtlich gemacht“. Dies sei der „inakzeptable Höhepunkt unzähliger Äußerungen“.

Zu den Plänen für seinen Ausschluss schrieb er in einer Erklärung, dabei handele es sich „um eine weitere brachiale Parteisäuberungs- und Grünen-Anpassungsmaßnahme“.

Dann holen wir mal die Popkorntüte raus. (SB)

 

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