Betteln (Bild: shutterstock.com/afotostock)

Da würden die Grünen verhungern: Mehrheit dafür, Politiker nach ihrem vorherigen Job zu bezahlen

Eine große Mehrheit der Deutschen ist dafür, dass die Labertaschen da oben – bevor sie es sich in der Politik-Hängematte bequem machen – einen richtigen, echten Job draußen im Berufsleben Leben ausgeübt haben. Demnach sollten sie dann auch in ihrem Parlamentsleben bezahlt werden. Konsequenz: Links-grüne Dauerpolitiker müssten dann am Hungertuch nagen.

„Jemand, der in die Politik geht, ohne einen Beruf zu haben, kann mir gestohlen bleiben. Ich kenne leider mehr als genug von denen!“. Diese Aussage stammt vom ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt.  Dieser war von der tiefen Überzeugung getragen, dass nur wenn Politiker gegebenenfalls wieder in ihren alten Beruf zurückkehren könnten, ihre Unabhägigkeit gewährleistet sei.

Genau das sieht offensichtlich eine große Mehrheit der deutschen Bundesbürger laut einer aktuellen INSA-Umfrage genauso wie Schmidt, der gelernter Volkswirt war. So finden 44 Prozent der Befragten, dass Landes- und Bundesminister sowohl einen Abschluss als auch Berufserfahrung haben sollten. 26 Prozent wollen, dass, wer Minister sein will, wenigstens einen Abschluss hat – wenn schon keine Berufserfahrung. Für 15 Prozent ist Berufserfahrung außerhalb der Politik für Minister ein Muss. Und dürftigen sieben Prozent ist es völlig egal, wenn eine Ministergestalt weder einen Abschluss noch Berufserfahrung hat.

Hoch interessant findet eine ebenfalls große Mehrheit den Vorschlag von Prof. Niklas Potrafke vom Ifo-Institut. Er regt eine Debatte über Politiker-Gehälter an, die sich „am Lohn des letzten Jobs außerhalb der Politik“ orientieren sollen.

Statt einer satten Bundestagsdiät von aktuell 10 323 Euro pro Monat, sähe es insbesondere für so manchen Hängemattenpupser aus der links-grünen Politikerreihe mehr als düster aus. Laut einer Aufstellung der Bild-Zeitung würde diese Forderung für SPD-Chefin Saskia Esken bedeuten, dass die staatl. gepr. Informatikerin mit auf 2500 Euro pro Monat auskommen müsste. Die gewichtige, abschlusslose Grünen-Chefin Ricarda Lang wäre, wie ihr Grünen-Chef-Kollege Omid Nouripour, der ebenfalls ausbildungsfreie Nix gelernt-aber-große-Klappe-Genosse Kevin Kühnert auf staatliche Unterstützung angewiesen. In dieser langen, langen Reihe von Berufsversagen, die es sich im Politikselbstbedienungsladen bequem gemacht haben, finden wir Claudia Roth mit einem abgebrochenen Studium der Theaterwissenschaften, Geschichte und Germanistik oder die Ewigkeitsstudentin Katrin Göring-Eckardt.

CDU-Chef Friedrich Merz indes – durch sein jahrzehntelang aufgebautes Netzwerk konnte er sich Aufsichtsratsposten beim Flughafen Köln/Bonn GmbH, bei der WEPA Industrieholding SE oder zuletzt beim Vermögensverwalter der Welt, bei Blackrock sichern – würde mit rund 83 000 Euro vom Steuerzahler entlohnt werden müssen. Justizminister Marco Buschmann – der Scheinliberale hat jenen Beruf, den die Mehrheit des politischen Personal im Bundestag erlernt hat – nämlich Anwalt – würde auf rund 10 000 Euro kommen.

Im besten Deutschland, das wir je hatten, ist es kein Problem, dass Studienabbrecher ohne nennenswerte Arbeitserfahrung, plötzlich Grünen-Ministerin werden können oder ihre Hintern in VW-Aufsichtsräten platzieren. Sie werden SPD-Generalsekretär, die die Arbeitswelt nur vom Hörensagen kennen. Auch bei der CDU wird dieses Spiel gespielt. Unter anderem von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Der Parteisoldat hat sein Studium immerhin abgeschlossen und eine Zulassung als Rechtsanwalt. Ein Berufsleben außerhalb der Politik kennt er allerdings nicht. Und solche Gestalten hocken überall: Ob im Bundestag, in den Land- oder Kreistagen, oft führen dort Personen das Ruder, die mit dem normalen Leben nicht zu tun haben. Und diese Nichtskönner sorgen zudem dafür, dass ihre ebenfalls in der freien Wildbaren nicht überlebensfähigen Freunde und Bekannte, einen Job in ihrem Umfeld bekommen. (SB)

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