Kamel (Bild: shutterstock.com/Alexandra Lande)

Zu doof, um aus dem WM-TV-Studio zu gucken?

Der Öffentlich-Rechtliche hat sich für die WM im Menschenschinderland Katar etwas ganz Besonderes ausgedacht und sich einen Kamel-Kuschelriesen als Requisite in das von ARD und ZDF gemeinsam genutzte WM-Studio auf dem Lerchenberg in Mainz gemietet. Und einmal mehr schlägt die Bildungslücke zu: Kamele gibt es im islamischen Wüstenstaat eigentlich nicht. Die Frage bleibt: ist man beim Öffentlich-Rechtlichen zu doof, einfach aus Fenster zu gucken?

Das öffentlich-rechtliche WM-Studio sollte zur ekelhaften Fußball-WM in Katar „stilecht“ gestaltet werden. Krähne mit aufgehängten Homosexuellen oder Massengräber für Gastarbeiter wären mutmaßlich der islamischen Realität in Katar dann doch zu nahe gekommen und könnten den öffentlich-rechtlichen Zwangsbeitragszahler irgendwie verunsichern. Deshalb hat man tief in die Requisitenkiste gegriffen.

Welche Leuchte bei SWR schlussendlich für die Witznummer verantwortlich ist, will man eigentlich gar nicht wissen. Ursprünglich hatte man sich dort für das Ausstaffieren des WM-Hauptquartiers nach einem Dromedar erkundigt. Doch das war nicht vorrätig. Sparsam wie der ÖR mit den Zwangsbeitragsgebühren umgeht, hat man auf eine rund 3.000 Euro teure Anfertigung eines solche Stofftieres verzichtet und auf die Bildungslücke der Zuschauer gebaut. Kurzerhand  wurde ein Kamel für einen geringen dreistelligen Betrag geliehen.

Kamelforscher Dr. Alexander Riek vom Friedrich-Loeffler-Institut klärt auf: „Kamele kommen ursprünglich nicht im Nahen Osten vor. Sie sind heimisch in China, der Mongolei oder der Wüste Gobi. In Katar, überwiegen dagegen Dromedare, die im Gegensatz zu den Kamelen nur einen Höcker haben.“

Bildungslücke hin oder her: Im Mainzer WM-Studio steht im Zeitraum vom 20. November bis zum 18. Dezember nun ein zwei Meter hohes und 2,40 Meter langes Kamel herum und begleitet die Show der rückgratlosen Fußballtreter. (SB)

 

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