Spiegel (Bild: shutterstock.com/Von Tupungato)
Spiegel (Bild: shutterstock.com/Von Tupungato)

Es „relotiust“ schon wieder beim Spiegel

Vier Jahre nach dem der Spiegel damit aufflog, massenhaft gefälschte und gefakte Geschichten seinem links-woken Publikum als wahr verkauft zu haben, scheint der nächste „Relotius-Skandal“ vor der Spiegeltür zu stehen. Es mehren sich wieder einmal Zweifel an dem Wahrheitsgehalt von mehreren Reportagen.

Konkret geht es – wie die Bild berichtet – um Reportagen aus dem vergangenen August. Hierbei einmal mehr um das Metier,  in dem der Spiegellügenbold Claas Relotius schon wilderte: Um das Leid der Flüchtlinge. Im Mittelpunkt der Spiegelberichterstattung aus dem Sommer geht es um das fünfjährigen Flüchtlingsmädchen Maria, das auf einer Insel zwischen der Türkei und Griechenland gestorben sein soll. „Nun ist Maria tot“, schrieb der „Spiegel“-Reporter laut „Medieninsider“ in einem der fraglichen Artikel. „Sie ist Anfang August an Europas Außengrenze gestorben, weil ihr griechische Behörden jede Hilfe versagten“.

Nun mehren sich die Zweifel, ob es die vermeidlich verstorbene Maria überhaupt gegeben hat. Anscheinend herrscht aktuell einmal mehr Relotius-Alarmstimmung in der Spiegelredaktion, da inzwischen insgesamt vier Artikel zu dem Thema offline genommen wurde.

„An dieser Stelle befand sich ein Beitrag über das Schicksal einer Flüchtlingsgruppe am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros im Sommer 2022. Mittlerweile gibt es Zweifel an der bisherigen Schilderung der damaligen Geschehnisse. Wir haben daher mehrere Beiträge zu diesem Thema vorläufig von unserer Website entfernt.“ So lautet ein Hinweis, der aktuell unter den Artikeln steht. Man werde nach Abschluss der Recherchen entscheiden, ob die Beiträge gegebenenfalls in korrigierter und aktualisierter Form erneut veröffentlicht würden, erklärt der „Spiegel“ weiter.

Der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi meldete “Medieninsider” zufolge Zweifel an, die er auch Spiegel-Chefredakteur Steffen Klusmann in einem Brief im September mitteilte. Darin warf Mitarachi laut „Medieninsider“ dem betreffenden Reporter des Spiegels vor, dass er die Angaben zu dem Fall quasi ungefiltert von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) übernommen habe. Und vor allem: „Aus den Fakten und allen fotografischen Beweisen geht hervor, dass es kein vermisstes Kind gibt, geschweige denn ein totes Kind.“

Der Name des mutmaßlich unter „Relotius-Verdacht“ stehenden Spiegel-Reporter: Giorgos Christides. Der Spiegel-Schreiberling hatte sich in einem Twitter-Thread bereits Ende August geäußert, nachdem Vorwürfe gegen ihn aufgekommen waren. Er habe mit den Eltern und den Geschwistern des Mädchens gesprochen zu haben und wolle „anders als die Politik“ nicht an ihnen zweifeln. Auch hätten ihm weitere Menschen die Existenz des Mädchens bestätigt, darüber hinaus habe es auch eidesstattliche Versicherungen gegenüber der ermittelnden Staatsanwaltschaft gegeben, so Christides fast wortgleich zu den Beteuerungen des ehemaligen „Spiegel“-Redakteur Claas Relotius, dem 2018 nachgewiesen wurde, zahlreiche Texte gefälscht zu haben, vor allem Reportagen. (SB)

 

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