Annalena Baerbock....; Bild: Collage
Annalena Baerbock....; Bild: Collage

Baerbock immer noch beliebt, Scholz stürzt ab

Marketingstrategisch sind die Grünen immer noch Spitze, oder es wird zugunsten der Grünen manipuliert, als ob es keinen Morgen mehr gebe. Anders sind diese aktuellen Umfragewerte nicht zu verstehen. Denn es wurde gefragt: „Bei wem sehen Sie Deutschland in guten Händen?“

Annalena Baerbock ist die derzeit beliebteste Politikerin in Deutschland. Im aktuellen Politiker-Ranking des RTL/ntv-Trendbarometers finden sich auf den ersten fünf Rängen drei politische Akteure der Grünen und zwei der CDU: Annalena Baerbock mit 46 Vertrauenspunkten, gefolgt von Daniel Günther mit 45 und Winfried Kretschmann, Hendrik Wüst und Robert Habeck mit jeweils 44 Punkten. Erst auf Rang sechs folgt der amtierende Bundeskanzler Olaf Scholz mit 43 Punkten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach steht mit 38 Punkten auf Rang neun, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki mit 29 Punkten auf Rang 14. Bei den eigenen Anhängern haben auch im Dezember wie schon im September das größte Vertrauen Annalena Baerbock (82 Punkte), Robert Habeck (80 Punkte), Olaf Scholz (78 Punkte) und Markus Söder (78 Punkte). Das geringste Vertrauen bei den eigenen Anhängern haben – wie bereits im Mai, Juli und September – Saskia Esken (44 Punkte), Christine Lambrecht (37 Punkte) und Janine Wissler (39 Punkte). Der Rückhalt des CSU-Vorsitzenden Markus Söder bei den Unions-Anhängern ist damit größer als der des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz (63 Punkte).

Im Politiker-Ranking ermittelt Forsa regelmäßig, bei welchen Politikern die Befragten das Land „in guten Händen“ sehen. Ihre Einschätzung können die Befragten mit Werten von 0 („ist überhaupt nicht in guten Händen“) bis 100 („ist voll und ganz in guten Händen“) abstufen. Dafür wurden vom 30. November bis 2. Dezember 1.517 Menschen befragt.

Merkwürdig nur, dass die Grünen in der Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa wieder unter die Marke von 20 Prozent gefallen sind. In der Erhebung für die Sender RTL und ntv verloren sie im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und liegen jetzt 19 Prozent. Die FDP konnte einen Punkt hinzugewinnen und steht nun bei 7 Prozent.

Die Union bleibt mit 29 Prozent unverändert an der Spitze. Ebenfalls gleich zur Vorwoche sind die Werte der SPD (19 Prozent), der AfD (12 Prozent) und der Linken (5 Prozent). Die sonstigen Parteien kommen weiterhin auf 9 Prozent.

Trotz des deutlichen Vorsprungs der Union glaubt wie bereits im August nur eine Minderheit der Bundesbürger (23 Prozent), dass eine von der Union geführte Bundesregierung mit Friedrich Merz die derzeitigen Krisen besser bewältigen könnte als die jetzige Ampelkoalition. Eine Mehrheit von 63 Prozent glaubt das nicht. 14 Prozent trauen sich keine Einschätzung zu.

Auch unter den Anhängern von CDU und CSU glaubt nur knapp die Hälfte (49 Prozent), dass eine von der Union geführte Bundesregierung unter Friedrich Merz die aktuellen Krisen besser bewältigen könnte. Der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise (beide 52 Prozent) bleiben – allerdings mit weiter abnehmender Tendenz – die für die Bundesbürger wichtigsten Themen. An dritter Stelle folgt in der aktuellen Woche erneut das Thema Fußball (27 Prozent), wobei auch hier das Interesse gegenüber der Vorwoche wieder nachlässt.

Die Daten zur politischen Stimmung und zum Themenradar wurden vom 29. November bis 5. Dezember erhoben. Dabei wurden 2.500 Personen befragt.

Derweil ist – ein Jahr nach dem Amtsantritt der Ampelkoalition – nur eine Minderheit der Bundesbürger (36 Prozent) mit der Arbeit von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zufrieden. Laut einer Forsa-Umfrage für RTL und ntv sind 63 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden. Anfang März, nach seiner „Zeitenwende“-Rede im Bundestag, waren noch 60 Prozent mit Scholz` Arbeit zufrieden und 33 Prozent unzufrieden.

Mehrheitlich positiv gestimmt sind mittlerweile und merkwürdigerweise nur noch die Anhänger der SPD (76 Prozent). Von den Anhängern der Grünen sind hingegen 53 Prozent, von denen der FDP sogar 69 Prozent unzufrieden. Eine Mehrheit von 88 Prozent der Bundesbürger ist der Auffassung, dass das Regieren für die jetzige Ampelkoalition angesichts der aktuellen Krisen schwieriger ist, als das bei den Vorgängerregierungen der Fall war.

27 Prozent meinen, das Regieren für die aktuelle Regierung sei „sehr viel schwieriger“, 32 Prozent halten es für „viel schwieriger“ und 29 Prozent zumindest für „etwas schwieriger“ als für die Vorgängerregierungen. Nur neun Prozent haben den Eindruck, dass das Regieren für die jetzige Bundesregierung nicht schwieriger sei als für frühere Regierungen. Insbesondere die Anhänger der SPD sind der Meinung, dass die Aufgabe „sehr viel schwieriger“ sei als für frühere Regierungen.

41 Prozent der Bundesbürger haben den Eindruck, dass es zwischen den jetzigen Regierungsparteien mehr Streit gebe als zwischen CDU/CSU und SPD in der früheren Regierungskoalition. Nur zehn Prozent meinen, in der jetzigen Koalition gebe es weniger Streit als seinerzeit in der Großen Koalition. 40 Prozent sehen in diesem Punkt keinen Unterschied zwischen den beiden Regierungsbündnissen.

Dass es in der Ampelkoalition mehr Streit gebe als in der Vorgängerregierung aus Union und SPD, meint auch ein recht großer Teil der Anhänger der Grünen und der FDP (jeweils 41 Prozent). Die Daten wurden vom 2. bis 5. Dezember erhoben. Datenbasis: 1.004 Befragte.

Dass die Ampel keine Mehrheit mehr hat, mag hoffnungsvoll stimmen, dass die Grünen dann alternativ mit der CDU regieren werden, trübt dann die Hoffnung auf Besserung für dieses Land wieder ein. (Mit Material von dts)

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