Medizinischer Notfall (Symbolbild:Shutterstock)

Krankenhäuser weiter am Limit

Früher hat unser bestens funktionierendes Gesundheitssystem solche Sachen wie Atemwegserkrankungen gut weggesteckt. Heute sind die Kliniken ständig am Limit – und das liegt garantiert nicht an irgendwelchen Viren. Die gab es schon immer:

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Deutsche Hausärzteverband können noch keine Entwarnung bei der RSV-Welle und der enormen Zahl an Atemwegserkrankungen geben. „Die aktuelle Situation in unseren Praxen ist definitiv angespannt“, sagte Nicola Buhlinger-Göpfarth, Vizevorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagsausgaben). Insbesondere die Zahl der Patienten mit Atemwegserkrankungen sei sehr hoch.

Die Belastung der Hausärzte und Praxisteams sei zudem „sehr intensiv“. Hinzu komme die Belastung durch viele Influenza-Infektionen. „Mit Besorgnis registrieren wir, dass die Grippewelle in diesem Jahr sehr früh gestartet ist.“

Vor allem Risikopatienten sollten sich umgehend gegen Grippe impfen lassen. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, gibt ebenfalls keine Entwarnung: „Die Zahlen aus Frankreich ließen vermuten, dass auch in Deutschland der Scheitelpunkt in dieser Woche erreicht wird. Offenbar dauert aber die Welle weiterhin an“, sagte er.

„Problematisch ist die Gleichzeitigkeit mehrerer Erregerwellen“, so Gaß weiter. „Bei Erwachsenen belasten die Influenza-Infektionen die Krankenhäuser, bei den Kindern sind es die RS-Viren.“ Dies gehe einher mit einem ebenfalls hohen Krankenstand bei Pflegekräften und Ärzten, begründet Gaß die hohe Belastung der Krankenhäuser.

Vielleicht liegt das daran, dass die Gesellschaft aufgrund der grausamen Pandemie-Maßnahmen einfach nur geschwächt ist, vielleicht aber ist unser Gesundheitssystem überlastet, weil in den letzten Jahren der Sparhammer vieles zertrümmert hat, oder einfach die zunehmende Zahl der Bevölkerung eine Bettenknappheit hervorgerufen hat. (Mit Material von dts)

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