Bild: Screenshot youtube

Paukenschlag: Prügel-Polizist von Wurzen zu Haftstrafe verurteilt

Eineinhalb Jahre nach einem waren Gewaltexzess stand der Täter nun vor Gericht: Der Angeklagte: Polizeimeister Florian W. .Dieser hatte im Mai 2021 während des Corona-Terrors auf dem Wurzener Marktplatz auf Gerüstbauer Heiko Keil brutal eingetreten und im Anschluss seiner Gewalttat sein Opfer beschuldigt. Das Urteil ist nun gefallen: Haftstrafe für den Prügel-Polizist.

Am Dienstag – eineinhalb Jahre nach der unfassbaren Tat – sahen sich Täter und Opfer vor dem Amtsgericht Grimma wieder. Die Anklage: Körperverletzung im Amt und Falschverdächtigung.

Zum Vorfall: Während der Coronaproteste hatte der Polizeimeister Florian W. ihm Mai 2021 auf dem Wurzener Marktplatz im Nachgang an einen Montagsspaziergang den Gerüstbauer Heiko Keil ohne jeden Anlass brutal getreten. Vier Tage später soll  der Beamte dann durch einen unwahren Einsatzbericht versucht haben, seine Gewalttat zu verschleiern.

Ausnahmsweise kam der Beamte offensichtlich damit nicht durch. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Körperverletzung im Amt und falscher Verdächtigung. Die Staatsanwaltschaft stellte dazu fest: der Beamte habe „ohne Grund und mit Verletzungsabsicht einem Teilnehmer mit dem linken Fuß und in die rechte Bauchseite getreten“.

Der geschädigte Keil gab laut der Bild zum Vorfall zu Protokoll: „Ich saß da mit einem Kumpel, wir quatschten, ich trank mein Krosti. Plötzlich kam der Polizist, sagte, ich soll die Flasche wegtun. Aber da war noch ein Schluck drin, den ich fix austrinken wollte …“

Polizist W.  indes schildert den Fall völlig anders: „Er sollte schon nach dem ersten Bier den Platz verlassen, machte sich aber noch eins auf, das er in einer Tüte versteckt hatte.“ Neben unzähligen Beleidigungen habe ihn Keil plötzlich auch noch „mit einem Zollstock bedroht“, woraufhin sich der Beamte mit dem Tritt habe schützen wollen“.

Nach dem Betrachten des Handy-Videos (siehe unten) scheint auch Richter Götz-Karsten Weimann dem Gerüstbauer mehr Glauben zu schenken und bemerkte:  „Ich sehe einen Bürger mit herabhängenden Armen, ohne Zollstock. Es gab also keinen rechtswidrigen Angriff.“ Prügel-Polizist W. bleib dennoch bei seiner Variante.

Sachsen erlebte während des Corona-Terrors eine Welle von Polizeigewalt, die bis heute kaum aufgearbeitet ist. Zahllose Ermittlungsverfahren wurden bislang eingestellt. Anders beim Wurzener Kung-Fu-Polizisten, dem nun endlich der Prozess gemacht wurde. Das Urteil: 8 Monate Haft auf Bewährung und eine Geldauflage von 3000 Euro.

Ein Handy-Video, aufgenommen an jenem 10. Mai 2021, zeigt, wie der Polizist auf den Bürger Heiko Keil losgeht und auf ihn eintritt:

(SB)

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