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Medikamenten-Engpass: Sterben uns die Kinder jetzt weg?

Was soll man von einem Land halten, was soll man von einem Bundesgesundheitsminister halten, dem das Wohl unserer Kinder so egal ist?

Nach Angaben des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) sind die aktuellen Medikamentenengpässe insbesondere für Ein- bis Zwölfjährige sowie für Kinder mit chronischen Krankheiten ein großes Problem. „Die Arzneimittelknappheit ist eine Katastrophe für Kinder im Alter von eins bis zwölf Jahren“, sagte Bundespressesprecher Jakob Maske dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagsausgaben).

„Besonders betroffen sind zudem Kinder mit chronischen Schmerzkrankheiten wie Rheuma. Oft eilen die Eltern von Apotheke zu Apotheke und bekommen nirgendwo die Medikamente.“ Eine Mangellage gibt es laut Maske vor allem bei Fiebersäften und Antibiotika. „Wir erleben aktuell eine Knappheit bei Fieberschmerzsäften mit Ibuprofen sowie Paracetamol und bei Basisantibiotika wie etwa Penicillin. Basisantibiotika sind aber für 70 bis 80 Prozent der Bakterien das Mittel der Wahl.“ Maske zufolge lassen sich die Medikamente nicht so leicht ersetzen. „Gegen Fieber und Schmerzen können wir Kindern statt den Säften nicht einfach Tabletten geben, weil die richtige Dosierung nötig ist“, sagte er weiter.

„Die Politik muss dafür sorgen, dass mehr Wirkstoffe innerhalb Europas produziert werden, damit solche Engpässe in Zukunft nicht nochmal vorkommen. So geht es nicht mehr weiter.“

Die von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vorgestellten Pläne für Gesetzesänderungen kämen zu spät. „Wir brauchen jetzt eine von der Politik angeschobene Beschaffungsaktion, um wie zu Beginn der Corona-Pandemie in einer Notlage schnell an Fiebersaft, bestimmte Antibiotika und andere selten gewordene Präparate für kleine Kinder zu kommen“, forderte Fischbach.

Hier wird man noch deutlicher:

Angesichts dieser Lieferschwierigkeiten bei Fiebersaft und anderen Präparaten für junge Patienten haben Kinderärzte in der aktuellen Krankheitswelle jetzt Sofortmaßnahmen der Bundesregierung gefordert. „Wir erleben eine sehr hohe Nachfrage nach fiebersenkenden Medikamenten wie Ibuprofen oder Paracetamol, weil derzeit extrem viele Kinder erkrankt sind“, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, der „Rheinischen Post“. Es sei ein „Armutszeugnis“, dass so simple Medikamente wie ein Fiebersaft häufig nicht mehr verfügbar seien.

„Verzweifelte Eltern kommen zu uns in die Praxen, die Apotheker müssen unverschuldet den Ärger aushalten. Es gibt zu wenige Anbieter solcher Mittel, weil die Festpreisregelung bei uns zu einem Abwandern der Produktion in Billiglohnländer wie Indien und China geführt hat“, sagte der Kinderarzt. „Dort gibt es nun Lieferkettenprobleme, was wiederum zu Lieferengpässen führt.“

Doch, kann die Regierung überhaupt noch rechtzeitig einschreiten?. Denn bis Abhilfe geschaffen ist, vergeht noch eine lange Zeit. Karl Lauterbach will zwar etwas ändern, hat aber viel zu spät reagiert, weil er mehr damit beschäftigt war, den Kleinen durch die Impferei das Immunsystem zu rauben.

Und auch der Medikamenten-Engpass (nicht nur für die Kinder)  ist selbst gemacht. Das kommt davon, wenn man das Gesundheitssystem kapitalisiert und sich vom Ausland abhängig macht. Aber das ist nicht „nur“ Lauterbachs Schuld. (Mit Material von dts)

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