Witzfigur im Netz: Raul Semmler (links in "zivil", rechts als "Edward mit den Schweren Händen" nach seiner "Befreiungsaktion" (Foto:Screenshot/Twitter, Facebook)

Zuviel Kleber geschnüffelt? „Letzte Generation”-Aktivist machte selbst Werbung für Suzuki und Seat

Am 9. Dezember klebten sich vier Klima-Irre in der Nähe des Mainzer Hauptbahnhofs an der Straße fest und blockierten den Verkehr in die Innenstadt. „In Mainz wurde der Verkehr gestoppt. Die Emissionen des Verkehrssektors sind anhaltend hoch und tragen zur Vernichtung unserer Zivilisation bei. Wir machen weiter und rufen alle Mitmenschen dazu auf, sich uns anzuschließen! Gemeinsam können wir die Politik zum Handeln bewegen!“, lautete das obligatorische Unsinnsstatement zu der Aktion. Einer der „Aktivisten“ war der 38-jährige Raul Semmler, der seine Hand mit einer Kleber-Sand-Mischung so untrennbar festgeklebt hatte, dass der Bereich um seine Finger mit einem Bohrhammer aufgeschlagen werden musste. Danach präsentierte Semmler sich mit seiner Betonhand öffentlichkeitswirksam als Ikone der „Letzten Generation“ – wurde damit aber zu Recht zum Gespött des Internets, der zu doof zum Sich-auf-die-Straße-Kleben sei, und erhielt unter anderem den Spitznamen „Edward mit den Schweren Händen„.

Wie nun bekannt wurde, scheint der Klimawahn nicht der einzige „Dachschaden“ Semmlers zu sein; manchem Beobachter drängt sich auch der Eindruck auf, er weise Züge von Schizophrenie auf: Der selbsternannte Weltretter, der auch als Schauspieler und Sprecher tätig ist, machte selbst nämlich vor nicht allzu langer Zeit Reklame für eben die verhassten Autos, die er nun am besten global lahmlegen will. So tauchte er etwa 2018 in einem Werbespot für den Suzuki-SUV „Jimny“ auf. Er drehte zudem auch noch einen Spot für einen Stau-Assistenten im SEAT Ateca, in dem es wörtlich hieß: „Damit alle, die jeden Tag im Stau stehen, stressfrei mit dem Auto zur Arbeit kommen.” Dass heute so einer selbst Staus verursacht, wirft die Frage auf, ob er vielleicht zu viel Klebstoff geschnüffelt hat?

Autokonzerne gehen auf Distanz

Bei seinen früheren Auftraggebern ist Semmler nun freilich nicht mehr sonderlich beliebt: „Wir distanzieren uns von Äußerungen oder Handlungen, die keinem sachlichen Diskurs folgen oder gar strafrechtliche Relevanz haben“, so Suzuki. Eine weitere Zusammenarbeit mit Semmler sei ausgeschlossen, teilte der Konzern mit. Und Seat ließ verlauten: „Weder arbeiten wir aktuell mit Herrn Semmler zusammen, noch planen wir künftig eine Zusammenarbeit“. Von Semmler war seit seiner versemmelten Klebernummer dazu noch nichts zu hören. Dafür bekam er Besuch von der Polizei, die seine Mannheimer Wohnung im Rahmen einer bundesweiten Razzia durchsuchte. Der Vorwurf lautet auf Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Mit dieser entweder heuchlerischen oder an Endverblödung grenzenden Groteske erfährt die Klimabewegung einen weiteren PR-Rückschlag – und dass ausgerechnet, da ihre immer radikaleren Aktionen ohnehin bereits dazu geführt haben, dass sie jeden Rückhalt in der Öffentlichkeit verliert – selbst unter jenen, die sich den prinzipiellen Fernzielen der Bewegung, ungeachtet ihrer kriminellen Methoden, anschließen. Dass es sich bei den Klimarettern nicht eben um die geistige Elite des Landes handelt, zeigte auch ihre jüngste Aktion am Donnerstagmorgen: In ihrer Absicht, Bundestagsabgeordnete mit ihrer Ideologie zu konfrontieren, klebten sich einige von ihnen am Bürogebäude der Abgeordneten im Paul-Löbe-Haus fest – allerdings an einem „Dead End“, einer toten Zufahrt, die gar nicht benutzt wird.

Geistige Tiefflieger als „Aktivisten”

Außer dem Festsitzen bei Minustemperaturen trug ihnen die Aktion nur Spott ein. Als sie Politiker beim Betreten des Bundestages ansprechen wollten, wurden sie von CDU-Chef Friedrich Mert brüsk abgebügelt, von Wolfgang Schäuble ignoriert und von Nancy Faeser mit ein paar warmen Worten abgespeist, die versicherte, die Politik tue „viel gegen den Klimawandel”.

Die Mainzer und Berliner Blockaden gingen damit ebenso in die Hose wie die buchstäblich lachhafte Blamage von zwei Hamburger Vertretern der „allerletzten Degeneration”, die sich während eines Konzerts der Star-Violonistin Julia Fischer im November in der Elbphilharmonie an ein mobiles Dirigentenpult gekleistert hatten – das von Saalordnern einfach losgeschraubt und mitsamt den Störern unter großem Gelächter und Applaus aus dem Saal gerollt wurde. So erbarmungswürdig und slapstickartige die Idiotie der Klima-Beknackten auch anmutet: Ihre Aktionen bleiben dennoch gefährlich und zeugen von einer schleichenden Radikalisierung, die dann irgendwann garantiert nicht mehr lustig ist – sobald der grüne Terror nämlich weitere Menschenleben fordert. (DM)

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