Priester (Bild: shutterstock.com)
Scheinheiliger Priester (Bild: shutterstock.com)

Verachtenswerte Amtskirchen im Ukraine-Krieg

Über den erbärmlichen Zustand der kirchensteuerabhängigen evangelischen und katholischen Amtskirchen in Deutschland muss man nicht viele Worte verlieren. Zwar sind jetzt an Weihnachten die Gotteshäuser wieder gefüllt. Tatsache ist aber, dass weder viele Pfarrer und Priester an das biblische Geschehen um die unbefleckte Geburt des Jesus Christus als Gottessohn tatsächlich glauben, noch die meist nur aus emotional-nostalgischen Gründen gekommenen Besucher der kirchlichen Weihnachtsfeiern das tun. Das zu bewerten oder kritisieren sei allerdings gläubigeren Christen als dem Verfasser dieses Textes vorbehalten.
Von Wolfgang Hübner
Doch selbst Nichtgläubige haben das Recht, die Stellungnahmen der führenden Funktionäre der Amtskirchen als das zu benennen, was sie sind: Verachtenswert. Wenn die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, es weiterhin richtig findet, deutsche Waffen für das Regime in Kiew zu liefern, weil damit der Ukraine geholfen werde, sich vor einem „menschenverachtenden Krieg“ zu schützen, dann offenbart das zugleich völlig Ignoranz gegenüber den Tatsachen in der Ukraine wie auch die offenbar unausrottbare Macht- und Staatsgläubigkeit dieser zur grünen Vorfeldorganisation heruntergekommenen Amtskirche.
Weiß Frau Kurschus wirklich nicht, dass es nie zu diesem Krieg gekommen wäre, wenn die jetzige ukrainische Führung die Interessen ihre großenteils verarmten Volkes vor das westliche Interesse an einem weiteren NATO-Staat direkt am russischen Unterleib gesetzt hätte und das trotz unzähliger Opfer noch immer tut? Doch, Frau Kurschus weiß das, weil sie das wissen kann und es keine Entschuldigung dafür gibt, dieses Wissen zu ignorieren.
Frau Kurschus kennt selbstverständlich auch das Gebot „Du sollst nicht töten“. Aber sie interpretiert es so, dass daraus folge, nicht zusehen zu dürfen, wie „unschuldige und wehrlose Menschen mitten in Europa getötet werden“. Doch wo war Frau Kurschus, wo waren die katholischen Bischöfe, als viele Jahre lang ukrainische Streitkräfte ihre eigenen Landleute im Donbass beschossen und töteten?
Wenn dann die heuchelnde Ratsvorsitzende noch behauptet, „Keine Waffe wird den Frieden schaffen“, um sich nach allen Seiten abzusichern, dann erfasst einem Ekel und Abscheu vor so viel Doppelzüngigkeit. Und Kurschus Beteuerung, Gesprächskanäle dürften nicht zugeschüttet werden, ist der blanke Hohn in Anbetracht des Schweigens der EKD dazu, dass ihre prominenten Schäfchen wie die Kriegstreiberinnen Baerbock, Göring-Eckard oder der Wendehals Steinmeier alles tun, um das ohnehin schon bedrohlich angewachsene antirussische Ressentiment unter den Deutschen noch anzuheizen.
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