Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Kriegsgrund Größenwahn

+++ Vor wenigen Tagen zwitscherte Elon Musk, daß er eine Einladung zum WEF-Treffen in Davos erhalten habe, welches im Januar stattfindet – und daß er die Einladung abgelehnt habe. Nun lehnt das WEF Twitter ab und fordert seine Follower bei Twitter auf, chinesische Plattformen zu nutzen.

WEF Twitter
WEF-Tweet / Screenshot Facebook

Mit anderen Worten: Das WEF gibt zu, daß es bei Twitter einen „Safe Space“ hatte, einen geschützten Raum also, in welchem ihm Widersacher vom Leibe gehalten wurden. Damit gibt das WEF auch zu, daß es antidemokratisch funktioniert und gar nicht daran denkt, sich einer Gegenargumentation zu stellen. Weiterhin heißt das, daß man sich beim WEF sehr wohl bewußt darüber ist, daß die Schwab-Agenda argumentativ zu zerstören wäre. Letztlich heißt das außerdem, daß beim WEF nicht Realitätssinn das Himmelreich ist, sondern Schwabs und Hararis Größenwahn. Und dann die Empfehlung, ausgerechnet aquf chinesische soziale Medien auszuweichen, obwohl doch auch GETTR eine Alternative gewesen wäre? – Das WEF outet sich als Kommunistenclub zur hemmungslosen Bereicherung einer globalen Wirtschaftselite. Kommunisten konnten sich der Realität noch nie stellen, weil ihnen immer klargewesen ist, daß das ihren Untergang bedeuten würde.  Leidvoll zu spüren bekommen haben die kommunistische Realitätsverweigerung seit jeher diejenigen, die unter der Knute einer wie auch immer bezeichneten Kommunistenelite ihr Leben zu fristen hatten. Daß sich das WEF Twitter nicht mehr leisten kann, interpretiert meinereiner als erstes Indiz dafür, daß seine Macht schwer am zerbröckeln ist. Gut so.

Unterdessen zwitscherte Ernst Wolff, daß in den vergangenen Stunden etliche WEF-Einträge bei Twitter gelöscht worden seien, darunter der von Herman Gref, dem CEO der russischen Sberbank. Sie befindet sich zum Teil in russischem Staatsbesitz. Der jüngste Tweet aus dem Kreml stammt offenbar vom 15. März.

Wolff Twitter
Account-Löschungen bei Twitter – Screenshot Facebook +++

 

+++ Wie oft sind den Russen in der Ukraine schon die Raketen und die Munition ausgegangen? – Andrei Raevsky weiß es. In einem Artikel für die isländische Seite „The Saker“ gibt er einen Überblick. Die Schlagzeile „Russland ohne Waffen“ fand er 2022 zwischen dem 25. März und dem 26. Dezember in leicht abgewandelter Form insgesamt 23-mal. 23-mal Fake-News, die von den schwerstabhängigen „unabhängigen Faktenprüfern“ nicht moniert wurden.

Russia out of missiles
Immer diese Russen: Keine Munition mehr – Screenshot „The Saker“

Im dazugehörigen Artikel kapriziert sich Andrei Raevsky auf die Kriegs-Sackgasse, in welche sich der kollektive Westen hat hineinmanövrieren lassen von größenwahnsinnigen „Morons“ („Trotteln“). Patriot-System, F-16 Kampfjets – alles Kokolores. Putin habe unterdessen erstmals selbst das Wort „Krieg“ verwendet und klargemacht, daß Russland jede Eskalation des Westens mitgehen werde, so unverantwortlich das US-amerikanische Geschwätz von taktisch begrenzten Nuklearschlägen eben sei.

Dmitri Medvedev, Vorsitzender der Partei „Einiges Russland“ und seit 2020 stellvertretender Leiter des Sicherheitsrates der Russischen Föderation: „Es gibt niemanden im Westen, mit dem wir aus welchen Gründen auch immer über irgendetwas verhandeln könnten. Es ist unsere letzte Warnung an alle Nationen: Es kann keine Geschäftesbeziehungen mit der anglo-amerikanischen Welt geben, da sie ein Dieb ist, ein Schwindler, ein Falschspieler, der unberechenbar ist.“

Raevsky schreibt, Russland könne zwar vieles, aber es könne nicht die USA aus dem Griff der Neocons befreien. Das sei etwas, das nur die US-Amerikaner selbst könnten. Dabei stoße man aber auf einen Teufelskreis. Es sei nämlich sehr unwahrscheinlich, daß das politische System der USA von innen heraus erschüttert werden wird. Das große Geld stecke hinter allem, das am weitesten fortgeschrittene Propagandasystem aller Zeiten (aka „die freie Presse“) inklusive. Außerdem sei die Masse uninformiert und hirngewaschen. Deshalb würde eine große Niederlage gegen Russland ein solches System derartig erschüttern, daß es unmöglich werden würde, seinen fundamentalen Realitätsverlust noch länger zu verbergen. Aus genau diesem Grund können die Neocons eine Niederlage im Ukrainekrieg nie und nimmer zulassen. Die ganze bislang gelaufene Kriegspropaganda mit den Erfolgsmeldungen aus der Ukraine würden sich retrospektiv als Lügen herausstellen. Das würde einen Dominoeffekt auslösen, bei dem es dann bald auch um die Wahrheit hinter den Anschlägen von 9/11 ginge und in der Folge dann auch um alle die Mythen und Lügen, auf denen die Gewißheiten der US-amerikanischen Gesellschaft seit Dekaden gründeten. Da meinereiner sich wegen der Einsicht in die Vergeblichkeit des Versuchs schon lange nicht mehr aus den selbsternannten deutschen Qualitätsmedien „informiert“, kann ich Raevskys Argumentation bestens nachvollziehen. Ich nehme höchstens noch zur Kenntnis, was im deutschen Mainstream berichtet wird. Aber nicht, um mich für informiert in der Sache zu halten, sondern um Rückschlüsse auf die Motive und die Abhängigkeiten hinter den Berichten zu ziehen.

Raevsky beschränkt sich hier auf den Ukrainekrieg und auf die Folgen, die es im kollektiven Westen für die dortigen Eliten und deren Propagandamedien hätte, wenn er verloren ginge, aber im Grunde ist die Ursache dafür, daß sich der kollektive Westen in eine solche Sackgasse hat hineinmanövrieren lassen von seinen „Eliten“ immer dieselbe: Größenwahn. Nicht nur die jahrelange Kriegstreiberei in der Ukraine ist durch den Ausbruch des Proxykriegs „too big to fail“ geworden, also zu groß, um sich überhaupt noch als Irrtum herausstellen zu dürfen („es kann nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf“), sondern etliches andere ebenso. In Deutschland ist es z.B. die Energiewende. Derartige Unsummen wurden inzwischen nutzlos in der „Energiewende“ versenkt, daß den Verantwortlichen dafür äußerst unangenehme Zeiten bevorstünden, wenn dieser Sachverhalt zugegeben werden müsste. Folglich wird alles getan, um zu verhindern, daß die Wahrheit zur Energiewende ans Licht kommt.

Putin

Sehr prinzipiell legte Putin jüngst den Finger in eine Wunde, in der ich meinen Finger schon lange habe. Putin sagte sinngemäß, daß die Idee von der Schaffung einer Neuen Weltordnung, eines Neuen Menschen, der Abschaffung der Zweigeschlechtlichkeit und die allgemeine Gottlosigkeit des Westens zu jenem Größenwahn führe, in welchem den Verantwortlichen jede realistische Einschätzung ihrer wahren Größe verloren gehe. Deswegen befleißigt man sich in Russland der Wiederbelebung jener traditionellen Werte, die in Sowjetzeiten geschleift worden sind. Familie, Glauben, Tradition, überlieferte Werte – alles das diene dem Menschen hinsichtlich einer realistischen Einschätzung seiner eigenen Größe im Bezug auf das Ganze. Die Vernunftbegabung des Menschen findet ihre Grenzen in eben diesem. Das Ganze kennt aber mehr. Die Unendlichkeit, die Ewigkeit, das Unerklärliche – Dinge also, von denen sich der vernunftbegabte Mensch keinen rational nachvollziehbaren Begriff machen kann, obwohl er sie in sein Denken mit einbezieht. Sein Ersatzgott: „Die Wissenschaft“ samt der Überzeugung, nichts sei so groß, als daß er, der Mensch also, es nicht selbst planen und durchführen könne. „Wir müssen“ – was? – ein „tausendjähriges Reich errichten“ z.B. Warum? – Weil wir es können! Und weil die Welt an unserem Reich genesen wird! – Aha. Kompletter Bullshit. Begünstigt wurde das durch eine sich exponentiell immer schneller entwickelnde Wissenschaft mit ihren Forschungsergebnissen und den Produkten, die daraus entstanden sind. Komplett abgedreht ist der Mensch dann vermutlich im 20. Jahrhundert. Atlantropa ist so ein Beispiel.

Über dreißig Jahre lang gab es eine Gesellschaft, die versuchte, ein Hirngespinst des Architekten Herman Sörgel aus dem Jahr 1928 umzusetzen, welches darin bestand, das Mittelmeer vom Atlantik abzutrennen und in der Meerenge von Gibraltar einen riesigen Staudamm anzulegen. Unvorstellbare Mengen an Wasserkraft war die eine Wunschvorstellung dahinter, eine andere war ein enormer Landgewinn durch die weitgehende Trockenlegung des Mittelmeers. Venedig hätte zwar weiterbestanden, aber nur noch als Lagunenstadt am Rand eines riesigen Pools, der gerade vom Markusplatz bis an den Horizont gereicht hätte. Angedacht worden war eine durchgehende Bahnlinie von Berlin bis nach Kapstadt an der Südspitze Afrikas. Mitten durch das trockengelegte Mittelmeer. Was einem eben so einfällt, wenn man sich selbst auf Gottes Thron setzt. Diese schleichende Thronbesteigung nahm ihren Ursprung nicht nur meiner Überzeugung nach in der Reformationszeit, als plötzlich galt, daß der Gläubige seinen je persönlichen Bezug zu Gott habe. Fünfhundert Jahre später wurde er dann seiner Eigenwahrnehmung nach endlich selbst zum Schöpfer der Welt.

Das heißt, daß der Wahnsinn, welcher der Idee von der Schaffung eines tausendjährigen Reiches zugrunde lag (was es ja theoretisch hätte geben können, wenn es sich im Lauf der Zeit so ergeben hätte, aber in seiner Dauer eben nicht planbar ist. 7-5-3 – Rom schlüpft aus dem Ei. Allerdings hat 7-5-3- keiner gesagt, so und so lange soll es dauern.), oder die Idee von der Etablierung eines Weltkommunismus noch lange nicht überwunden ist. Heute äußert sich dieser Größenwahn eben in der Vorstellung, der Planet und das Weltklima seien zu retten, es müsse eine Neue Weltordnung entstehen und der Neue Mensch geschaffen werden, der viele Geschlechter hat, nicht nur zwei – und mehr von derlei gequirltem Schwachsinn.

Ein Detail dieses Größwahns ist eben der Ukrainekrieg. Ein paar „Morons“ in den USA (Brzezinski, Kagan, Krugman, Friedman, Nuland et al), in dem Land also, das entstand, weil seine Gründer solche Glaubens-Loser gewesen sind, daß man sie in Europa nicht länger mehr dabehalten wollte – und die ihr Siedlungsgebiet dann auch noch zu „God’s own country“ erklärten, sind dem Wahn anheimgefallen, sie seien die Beglücker der ganzen Welt und hätten den Auftrag, „God’s own country“ überall auf der Welt zu verwirklichen, zumal der Herr ja die Missionierungsbemühungen der Seinen üppig mit der Verleihung materieller Reichtümer vergütet, weshalb der Gottgefällige im Hier und Jetzt auch an seinem Wohlstand zu erkennen sei (US-Dollar: „In God We Trust“). – Everything bigger and better in America. Und meine Güte – was ließe sich mit den russischen Bodenschätzen für ein gottgefälliger Reichtum in den USA erschaffen!

Das Gute wäre aber als das Gute nicht einwandfrei zu identifizieren, wenn es nicht das Böse ebenfalls gäbe. Das amerikanische Gute braucht das Böse, um sich selbst als gut und gerecht zu erleben. Die Sowjetunion war für die Rolle des Bösen ideal. Und das stimmte auch. Was für ein verkommener, gottloser Sauhaufen, diese Sowjets. So leicht läßt sich das selbstgerechte Gesindel in der Neuen Welt seinen Sauhaufen aber nicht klauen. Schließlich brauchen sie ihn ja um ihrer selbst Willen. Und die Rolle des Bösen hat dann Russland aufgedrückt bekommen. Jelzin, die alte Schnapsnase, ging ja noch. Der hätte die Ausplünderung Russlands zur Schaffung von gottgefälligem Reichtum in den USA zugelassen. Aber Putin? Der hat doch gar kein Recht auf so viel russisches Selbstbewußtsein!? Müsste er als „Rechtsnachfolger“ des Bösen nicht eigentlich Buße tun? Was erwartet man nicht alles als ein sich selbst Vergötternder in „god’s own country“, wenn es darum geht, sich den läuterungsbedürftigen Bösen zu erhalten! Was täte man schließlich ohne ihn!? Man müsste sich ja glatt selbst in Frage stellen. Gott bewahre in „god’s own country“!

Viel mehr als nur ein verlorener Krieg

Ein für den Westen verlorener Ukrainekrieg wäre weit mehr als nur ein verlorener Krieg. Andrei Raevsky hat schon recht. Russland gegenüber klein beizugeben und den Krieg in der Ukraine als verloren anzuerkennen, hätte ein maximales kulturelles Erdbeben im Westen zur Folge, das von den Klügeren und den Vorausschauenderen bereits jetzt als unvermeidlich vorhergesehen wird. Deswegen hat sich Elon Musk für 44 Milliarden Dollar das größte soziale Netzwerk der Welt gekauft. Er weiß, wie gefährlich der kollektive Westen in seiner Agonie werden könnte, wenn die Massen nicht allmählich begreifen, welchen Irrtümern sie hinterherrennen. Es droht tatsächlich eine nukleare Katastrophe. Die neue Militärdoktrin in Russland wurde modifiziert. Es gilt seit einigen Wochen: Sollte Russland von sich aus den Eindruck gewinnen, daß der Westen sich bereit macht für einen nuklearen Erstschlag, würde Russland dem zuvorkommen. Die westlichen Eliten sitzen schwer in der Klemme. Einen konventionell errungenen, militärischen Sieg über Russland können sie vergessen. Den wird es nicht geben. Und auch die Enthauptung Russlands, etwa durch einen Anschlag auf Putin, brächte gar nichts, außer möglicherweise einen wirklich Radikalen als Putinersatz. Die Mär von den Russen, die massenhaft gegen Putin aufstehen, ist nämlich ebenfalls genau das: ein Märchen. Der Mann hat höchste Popularitätswerte in Russland.

Entweder die westlichen Eliten geben ihre Weltherrschaftspläne auf und gehen unter – Medvedev und Putin unisono: „Mit der derzeitigen West-Elite gibt es nichts mehr zu bereden“ – oder aber sie riskieren tatsächlich einen nuklearen Weltenbrand. Dazwischen gibt es nichts mehr. Daß es Spitz auf Knopf steht, und daß nicht sicher ist, ob ich und meine Leser Weihnachten 2023 noch erleben werden, – dafür ist der Rückzug des WEF von Twitter ein Indiz. Auch die Selenskyj-Show in den USA von vor einer Woche ist ein Indiz dafür, daß die Eliten des kollektiven Westens in ihrem Größenwahn partout nicht wahrhaben wollen, was allerweil tatsächlich gebacken ist. Es wird eben nicht „schon irgendwie gut gehen“. Mit einer Niederlage in der Ukraine steht für den Westen ein ganzes zivilreligiöses Glaubenssystem auf dem Spiel. Die einzige und deutlich schlechtere Alternative dazu: Das Leben als solches steht auf dem Spiel. Daß Russland sich noch einmal auf irgendwelche Zusagen oder Verträge einlassen wird, mit denen sich der Westen listig Zeit erkaufen könnte, um sich doch noch aus dem Unausweichlichen herauszuwinden, kann man getrost vergessen. Das Spiel ist aus. Die Regeln diktieren ab jetzt Russland und die BRICS-Staaten. Der kollektive Westen täte besser daran, seine alten Versager in die Wüste zu schicken und neue Gesichter mit einem neuen Denken zu präsentieren. Mit denen würde der größere Teil der Welt eventuell das Gespräch wieder aufnehmen. Das derzeitige, alte West-Establishment mit seinen selbstreferentiellen Gewißheiten ist verbrannt und zu nichts mehr zu gebrauchen, außer dazu, die ultimative Katastrophe gar Wirklichkeit werden zu lassen.

Einer Frau Baerbock, einer Frau Lang, einer Frau Lambrecht oder einer Frau von der Leyen oder deren existentiell von ihnen abhängigen Medienbütteln braucht man gar nicht erst zu versuchen, das klarzumachen. Die sind ja genau deswegen das, was sie geworden sind: weil ihnen die Fähigkeit zum Denken in größeren kulturgeschichtlichen Zusammenhängen völlig abgeht. Ihre wahren Chefs haben sich verkalkuliert. Schwab, Soros, Gates et al haben sich verkalkuliert. Unfassbar, was da alles auf dem Spiel steht! Und Putin weiß das genau. Der ist nämlich um Längen geerdeter als seine westlichen Pendants. +++

 

 

 

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