Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Jahresrückblick: Das war 2022

Liebe Lesende von Erdingers Absacker!

Das Jahr 2022 neigt sich seinem Ende zu. Die englische Königin ist verstorben, nachdem sie nur ein „annus horribilis“ hatte – und zwar das schreckliche Jahr 1992, als ihr die historische Hütte abgebrannt ist. 30 Jahre Schockzustand sind auch für einen Monarchen letztlich tödlich. Für uns deutsche Demokraten in der Republik war das Jahr 2022 jedoch nur ein weiteres in einer inzwischen langen Reihe von Jahren, in denen wir uns über „anos horribileis“ aufregen mussten. Das stimmt. Ich habe es gerade überprüft. Nominativ Singular „anus“, Nominativ Plural „ani“. Wenn „ani“, dann im Akkusativ Plural „anos“ und „horribileis“. Über wen oder was haben wir uns aufgeregt? Über schreckliche Arschlöcher – „anos horribileis“. Deswegen war es auch wieder ein „annus horribilis“. Sieht es für 2023 besser aus? – Schaumer amal, dann seng ma’s scho.

Eines Besseren sind wir Deutschen allemal belehrt worden. Wer dachte, schlimmer als Merkel geht nicht, weiß es jetzt besser. Es geht schlimmer als Merkel. Daß es noch schlimmer als Ampel gehen könnte, kann sich allerdings selbst der größte Pessimist nicht vorstellen. Und noch einmal eines Besseren belehrt zu werden, das will sich auch niemand mehr vorstellen. Es reicht. Schnauze voll bis Oberkante Unterlippe.

Scholz Eiswuerfel
Gefangen im Eisquader: Scholz in Chabarowsk – Screenshot Facebook

Power sucht Frau: Im Januar 2022 wurde Patricia Schlesinger neue ARD-Vorsitzende. Sie löste Tom Buhrow ab. Lange hat es nicht gedauert mit der Schlesingerschen Pracht & Herrlichkeit. Im August war schon wieder Schluß. Die Powerfrau hatte sich als hemmungsloser Gierschlund entpuppt und war nicht länger mehr tragbar. Sie wurde ersetzt durch Katrin Vernau – und die landete dann auch wieder recht schnell in den Schlagzeilen. Obwohl sie knapp 300.000 Euro Jahresgehalt bezieht, nahm sie einen Wohnkostenzuschuß für ihren Zweitwohnsitz in Höhe von 1.500 Euro monatlich auch noch mit.  Die MDR-Vorsitzende Karola Wille: Der Dienstwagen. Der ganze Öffentlich-Rechtliche Rundfunk, stellt sich im Laufe des Jahres heraus, bald nicht mehr viel mehr als ein wahrer Selbstbedienungsladen. Das untenstehende Foto von Patricia Schlesinger entstand bei einem Interview für die „ZEIT“ nach ihrem Rauswurf. Läuterung sieht anders aus.

Schlesinger Geschau
Schlesinger-Geschau nach dem Rauswurf – Screenshot „Zeit“

Im Februar 2022 trägt dann die jahrelange Provokation Russlands durch die USA und ihre ukrainischen Büttel Früchte. Am 24. 02. geht die „Spezielle Militärische Operation“ der Russen los. Sie marschieren in die Ukraine ein. In den Westmedien wird über Nacht aus dem vorher so bezeichneten Korrupten, dem ukrainischen Präsidenten Selenskyji, ein Verteidiger von Demokratie, Freiheit und „westlichen Werten“, ein Heiliger sozusagen. Die plötzlichen Lobhudeleien auf den über Nacht Geläuterten lassen einem den Mund offen stehen vor Verwunderung. In den USA trägt man seiner Käuflichkeit insofern Rechnung, als daß man für eine Heiligenkerze mit dem Konterfei Selenskyjs 15 Dollar verlangt.

Heiliger Wolodymyr
Zum Anzünden käuflich: Der heilige Wolodymyr als Kerze für 15 Dollar – Screenshot illuminidol.com

Der heilige Wolodymyr setzt seine chamäleonartigen Verwandlungen fort und wird, nachdem er vom Komödianten und Schauspieler zum Präsidenten geworden war, auch noch eine Marke.  Die „Marke Selenskyj“ ist olivgrün und bleibt es wegen des Wiedererkennungswerts beim globalen Medienkunden bis zum heutigen Tage. Auch ein Bart musste plötzlich her.  In Deutschland besinnt man sich derweilen auf alte Traditionen und befleißigt sich der Hatz auf Russen. Valery Gergiev verliert seinen Posten als Dirigent der Münchener Philharmoniker, weil er sich zu Putin und dem russischen Einmarsch in die Ukraine nicht äußern will. Anna Netrebko wird mit einem Auftrittsverbot belegt, die Läden von Russen werden boykottiert, ihre Schaufenster beschmiert oder eingeworfen, russische Kinder werden in der Schule gezwungen, sich vor ihren Klassenkameraden von Putin zu distanzieren, andere werden gemobbt und verprügelt, der „Feindsender“ wird wieder hervorgekramt, russische Sender werden mit einem Bann belegt – und Russland ist mit einem Schlag so dermaßen out, wie noch nicht einmal die Sowjetunion out gewesen ist. Die Rede ist von „Putins Angriffskrieg“, ganz so, als ob es jemals einen Krieg gegeben hätte, der nicht mit einem Angriff losgegangen wäre. Jede eigene Schuld des Westens an der Eskalation in der Ukraine wird brüsk verneint – und vergessen sind die weisen Worte von Friedrich dem Großen, von Macchiavelli und Montesquieu, die sich allesamt lange vor unserer Zeit einig darin gewesen sind, daß Angreifer ist, wer seinen Gegner zwingt, zu den Waffen zu greifen und daß man einen Krieg nicht beurteilen kann, ohne nach den tieferen Ursachen für seine Entstehung zu fragen.

Seit Februar kriechen EU-Kommission, EU-Parlament und besonders die deutsche Ampel im „anus horribilis“ der niedergehenden Weltmacht USA herum und fühlen sich so pudelwohl in ihrer eingebildeten Wichtigkeit, daß ihnen Wohl und Wehe der europäischen Nationen nichts mehr gelten. Die Würdelosigkeit der zu konstatierenden Arschkriecherei verschlägt einem die Sprache schon lange bevor Nordstream 1&2 gesprengt werden. Und dann läuft das mit den Sanktionen alles nicht so, wie man sich das ausgemalt hatte. Die offensichtlichste aller Lügengeschichten, nämlich die von der fundamentalen Friedfertigkeit der Grünen, wird nirgendwo wirklich thematisiert, obwohl sie besser geeignet wäre als sonst irgendetwas, um exemplarisch aufzuzeigen, wobei es sich bei diesen Individuen handelt. Die Gegenüberstellung grüner Wahlversprechen aus dem Jahr 2021 mit der Realität des Jahres 2022 unterbleibt ganz einfach – und kaum jemand moniert es. Aber man braucht im Jahr 2022 nicht nur den Ukrainekrieg, um zu illustrieren, was für ein jämmerlicher Haufen über Wohl und Wehe der Deutschen bestimmt.

Im Verlauf des Jahres wird der Deutsche zum Sportsmann und hechelt fit der Inflation samt allen exorbitanten Preissteigerungen hinterher, begleitet vom unaushaltbaren grünen Gefasel über Weltklimarettung, Planet und Menschheit. Er freut sich, daß ihn persönlich die exorbitante Übersterblichkeit verschont hat, die zweifellos eine zeitliche Korrelation zum Impfgeschehen hat. Plötzlich und unerwartet sterben gottseidank die Anderen – und wenn er auch gern Angst hat und sich fürchtet, weil das als vernünftig gilt im Jahr 2022: Daß er, der vier- und fünffach Geboosterte, selbst auf einmal plötzlich und unerwartet das Zeitliche segnen könnte, das mag er sich lieber nicht vorstellen. Angst vor der Vorstellung, sozusagen. Angst vor der Vorstellung, einsehen zu müssen, wie fundamental er sich hat verarschen lassen und was für ein Mordstrummdepp er im Grunde ist. Leben ist fundamental. Der Blutklumpen lauert überall. Besser nicht daran denken. Besser das Maul halten. Besser keine Verantwortlichen identifizieren für die Angst, die er wegdrücken muß, um überhaupt noch etwas zu haben, das er als ein Leben begreifen kann. Angst vor der Realität. Das ist Deutschland 2022. Besser jeden wegdrücken, der es wagt, die Harmonie in der Selbstsuggestion zu stören dadurch, daß er vorschlägt, einmal über den Schritt von der Korrelation zur Kausalität nachzudenken.  Eine Zunahme der Totgeburten in zeitlicher Korrelation zum Impfgeschehen? – Ach ja, was kommt eigentlich im Fernsehen? Ein volkspädagogisch besonders wertvoller „Tatort“ vielleicht? Die Deutschen 2022: Wie die berühmten drei Affen. Nichts sehen. Nichts hören. Nichts sagen.

Twitter Files
Raus aus der digitalen Massensteuerung! – Screenshot Facebook

 

Dabei ist es so offensichtlich: Das Jahr 2022 war der vorläufige Gipfel einer langen Reihe von Jahren, in denen sich der Verrat ständig steigerte. Angela Merkel am 16. Juni 2005 bei der 60-Jahrfeier der CDU: „Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich auch im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten.“ Drei Monate später wurde sie Bundeskanzlerin. 2022 ist die Folge davon, während sich die „Wissensgesellschaft“ entpuppt als eine Gesellschaft in der Geiselhaft ganz bestimmter „Wissenschaftler“, und während Demokratie und die soziale Marktwirtschaft zerbröseln. Die Globalisierung scheitert katastrophal. Die „Werte“ der Angela Merkel. Für 2023 wird es höchste Zeit, daß sich die Deutschen endlich darauf besinnen, wer hier der Souverän zu sein hätte – und wer bloß der Stellvertreter. Wenn nicht, dann wird die Bundesrepublik Geschichte sein. Sie hat eine, hier zu sehen und hier. Wer kann sich noch erinnern? Sie hätte eine Zukunft zu haben! Das Jahr 2022 zeigt aber, wie sie auf jeden Fall keine Zukunft haben wird. Ein positiver Ausblick vielleicht? Ein kleiner Hoffnungsschimmer? – Die Propaganda hat überzogen. Energiewende, „westliche Werte“, Demokratie, Rechtsstaat, Klimakatastrophe, Vertrauen in die Institutionen – ein paar Gewißheiten stehen gottlob plötzlich auf sehr wackeligen Füßen. Sich gegen die propagandistische Verblödung zu wehren, scheint als Notwendigkeit erkannt worden zu sein. Das ist vielversprechend.

 

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