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Nigeria´s Präsident Buhami: Ukraine-Waffen landen bei Terrorgruppen in Afrika

Der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari warnt: Immer mehr Waffen, die eigentlich für den Ukraine-Krieg bestimmt sind, landen in Afrika und gelangen in die Hände von islamischen Terrorgruppen wie Boko Haram und Co.

Schwere Kriegswaffen in den Händen islamistischer Terroristen von Boko Haram bis ISIS – in Nigeria werde dieses Szenario Realität, behauptet der Nigerianische Präsident: “Leider dienen die Situation in der Sahelzone und der aktive Krieg in der Ukraine als wichtige Quellen für Waffen und Kämpfer, die die Reihen der Terroristen in der Region des Tschadsees stärken“, erklärte Buhari während eines Gipfeltreffens der Führer des Tschadseebeckens.

Laut Bihari würden ein erheblicher Teil der für den Krieg bestimmten Waffen und Munition weiterhin in die Tschadseeregion und andere Teile der Sahelzone gelangen. Diese Waffenlieferungen in die Region würden die Verbreitung von Kleinwaffen und leichten Waffen erhöhen und “den kollektiven Frieden und die Sicherheit in der Region bedrohen“.

Es sei dringend notwendig, die Zusammenarbeit zwischen Grenzkontrollbehörden und anderen Sicherheitsdiensten zu beschleunigen, um die Verbreitung aller illegalen Waffen in der Region zu stoppen, heißt es auf dem offiziellen Facebook-Account des Präsidenten.

Besonders besorgniserregend sei das Auftauchen von tragbaren Flugabwehr-Raketensystemen, die von den Vereinigten Staaten und Schweden hergestellt werden. Gefangene Terroristen, fügte Nigerias Präsident hinzu, hätten ausgesagt, daß MANPADS (Man Portable Air Defense System) in der Ukraine gekauft wurden und über Polen und Rumänien nach Afrika gelangt seien.

Immer wieder kursieren Gerüchte, daß im Darknet ein reger Handel mit Ukraine-Waffen stattfindet. Panzerabwehrraketen, automatische Waffen, Munition, Drohnen oder sogar Minen würden angeboten werden, heißt es z.B. bei Free West Media. Tausende Waffensysteme, die westliche Verbündete in die Ukraine schicken, würden online zum Verkauf stehen. Eine Behauptung, der sich bereits die “Correctiv-Faktenchecker” angenommen haben und die sie am Ende nicht wirklich widerlegen konnten: “Der SWR berichtete über ein internes Schreiben von Europol an den Rat der Europäischen Union. Demnach gebe es Berichte über Fälle, in denen kriminelle Netzwerke den „Schmuggel erheblicher Mengen von Schusswaffen und Munition, einschließlich militärischer Waffen, betreiben oder planen“ würden. Darunter war laut eines Berichts von NTV eine US-Panzerabwehrrakete vom Typ Javelin, die im Darknet angeboten worden sei. Es sei jedoch unklar, ob solche Angebote echt sind. Europol schrieb in dem Brief an den EU-Rat, dass die Anzeigen aber auch Teil russischer Propaganda sein könnten, um Stimmung gegen westliche Waffenlieferungen zu machen.”

Der Waffenbestand werde streng kontrolliert und bewacht, zitieren die selbsternannten “Faktenchecker” die Ukraine und weisen darauf hin, daß auch andere Waffenlieferanten versuchen würden, Waffenschmuggel vorzubeugen. Doch in einem Bericht der Washington Post von Mai 2022 seien die Kontrollmöglichkeiten der USA allgemein als relativ schwach bezeichnet worden.

Auch die sonst allwissenden Jungs und Mädels von “Correctiv” bewegen sich hier wohl im Dunklen und bleiben – nicht nur bei diesem Thema – nebulös. Im Zweifel aber ist klar: Alles Russen-Propaganda, die Sache mit den verscherbelten Ukraine-Waffen. (MS)

 

 

 

 

 

 

 

 

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