Der Spiegel; Foto: © jouwatch Collage

Spiegel gesteht weitere Lüge und landet auf Platz Eins der “glaubwürdigsten Webseiten”

Der “Spiegel” hat in eigener Sache recherchiert und muss nun zugeben: Der im August veröffentlichte Bericht über ein angeblich gestorbenes Flüchtlingsmädchen namens “Maria” an der türkisch-griechischen Grenze entbehrt jeder Grundlage.  Noch wenige Tage zuvor veröffentlichte das Portal Newsguard, das die Glaubwürdigkeit von Webseiten bewertet, seine Top Ten-Liste der glaubwürdigsten Webseiten: Zum Brüllen komisch: Platz Eins belegt… “Der Spiegel.”

“Manches“ deute darauf hin, dass der Todesfall erfunden gewesen sein könnte, kommentiert das Lügen-Blatt vorsichtig die Ergebnisse der eigenen Nachforschungen. Der Spiegel hatte auch noch den griechischen Behörden vorgeworfen, sie hätte den Tod “Marias” auf ihrem Staatsgebiet verhindern können.  Sogenannte Flüchtlinge hatten “Spiegel“-Journalisten ein Handyfoto von einem bleichen Kind gezeigt, daß mit geschlossenen Augen auf dem Boden lag. Ein Bluterguss an einem Bein des Kindes sollte von einem Skorpionbiss verursacht worden sein, was laut der Flüchtlinge zum Tod des Kindes geführt habe. Als “gute” Journalisten nahmen die Spiegel-Autoren den Flüchtlingen natürlich die Geschichte ab und verzichteten offenbar auf weitere Recherche.

“Auch wenn ein letztgültiger Beleg fehlt, deutet doch manches darauf hin, dass einige der Geflüchteten den Todesfall in ihrer Verzweiflung erfunden haben könnten. Möglicherweise dachten sie, dass sie dann endlich gerettet würden”, windet sich das ehemals führende Nachrichtenmagazin aus Hamburg.

Das Foto sei per WhatsApp verschickt worden und enthalte keine Metadaten, denen man entnehmen könnte, wann es wo aufgenommen wurde. Zudem lasse sich nicht sagen, ob das Mädchen darauf nur die Augen geschlossen hat oder tot sei, gibt der “Spiegel” weiter zu. Zweifel gibt es nun auch an der Geschichte der angeblichen Mutter “Maria´s”, Maryam B., die behauptet hatte fünf Kinder zu haben, nun aber auf Fotos immer nur mit maximal vier Kindern zu sehen ist. Verwirrung komplett beim “Spiegel”: Es keine Beweise für die Existenz des fünften Kindes, nun soll “Maria” die Zwillingsschwester eines anderen Kindes gewesen sein. Oh: Das Kind sei darüber hinaus nicht nach der Geburt sondern erst drei Monate nach dem vermeintlichen Tod offiziell in einem syrischen Register eingetragen worden, stellt das Blatt weiter fest. Keine unübliche Praxis, denn mit den richtigen Verbindungen in Syrien sei das bereits für 50 US-Dollar möglich.

“Die Familie behauptet, alle Erinnerungsfotos seien auf einem Handy gespeichert gewesen, das die Griechen ihnen abgenommen hätten. Verwandte oder Bekannte könnten ebenfalls keine Beweisbilder schicken”, heißt es weiter aus der Hamburger Redaktion, die offenbar erstmal alles veröffentlicht und anschließend auf den Wahrheitsgehalt prüft.

Die Geschichte aus Tausend und einer Nacht ist noch immer nicht zu Ende: Auch der Ort, an dem das Mädchen begraben sein soll, existiert offenbar nicht. Die Eltern könnten sich nicht erinnern, ein Grabstein fehle wegen islamischer Riten und andere Migranten sollten wegen “der Totenruhe” nicht darauf aufmerksam gemacht werden, behaupten die vermeintlichen Eltern der Totgesagten.

Damit das Lügen-Kartenhaus nicht ganz so öffentlichkeitswirksam wie die Relotius-Fälschungen zusammenbricht, kommt das Eingeständnis der Schande genau zum richtigen Zeitpunkt: Freitagabend, der Abend vor Silvester. Das fällt sogar Marvin Schade, Medienjournalist und Gründer des Branchendienstes „Medieninsider“ auf: “Bin gespannt, welche Konsequenzen der ‚Spiegel‘ daraus ziehen wird. Trotz der ausführlichen Aufarbeitung: das hätte nicht passieren dürfen. Höchste Standards bringen nichts, wenn alle Kontrollmechanismen versagen”, twittert er in Richtung der Kollegen, die alle Der Kampf gegen angebliche “Fake-News” in den freien Medien eint.

Das Portal Newsguard, das die Glaubwürdigkeit von Webseiten bewertet, hatte wenige Tage nach Weihnachten sein Ranking der “glaubwürdigsten und der unglaubwürdigsten Internetseiten” erstellt. “Glaubwürdigkeit und Transparenz spielen bei der Beurteilung der Webseiten eine große Rolle: Es dürfen etwa nicht regelmäßig Falschinformationen veröffentlicht worden sein, die Recherchen müssen unabhängig und ausgewogen sein und auf einer Vielzahl von Quellen beruhen”, berichtete BR24 dazu. Platz Zwei der “Guten” belegt die Faz.net. gefolgt von Web.de.

Natürlich gibt es auch ein Ranking der “Unglaubwürdigsten”. Hier führt EpochTimes.de. führt die Liste an, danach die inzwischen in der EU verbotenen Webseite DE.RT.com. und die “Silbermedaille” geht an
Achgut.com.
Auf Platz 5 unsere Wenigkeit, die es im vergangenen Jahr noch nicht einmal in die Top Ten-Liste schaffte, aber in diesem Jahr dabei ist: “Eine Webseite, die ihre Berichterstattung über andere Medien und Journalismus auf irreführende und haltlose Angaben stützt, ohne den eigenen rechtspopulistischen bis rechtsextremen sowie islamfeindlichen Standpunkt offenzulegen”, so die Einordnung des Erklärbärs “Newsguard” über uns. (MS)

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