Selbstliebe (Bild: shutterstock.com/Krakenimages.com)

Nächste Runde im Deppen-Bingo: Sologamie

Nicht ganz neu – aber in dieser weiblich-egozentrischen Endzeit wieder ganz vorne dabei im Deppen-Bingo: Solgamie – oder wenn ich so dolle in mich selbst verliebt bin, dass ich mich heiraten muss.

Sologamie nennt man das, wenn „Menschen“ sich selbst heiraten. Konkreter muss es heißen: wenn Frauen sich selbst heiraten. Denn: Vor allem das weibliche Geschlecht –  oder was sich gerade dafür hält – feiert mit viel Pomp, Bling-Bling und Kuchen, aber ohne Gegenüber ihre  Selbsthochzeit.

Nachdem in der westlichen woken Welt einer ganzen Frauengeneration erzählt wurde, dass ihr Geschlecht das erhabenste, das edelste und vor allem das bessere ist, braucht man sich nicht darüber zu wundern, dass diese institutionalisierte Selbsterhöhung dazu führt, dass Frauen sich reihenweise in sich selbst verlieben und – da ja jeder Hirnfurz vor der Augen der Öffentlichkeit ausgetragen werden muss – ihre Selbstverliebtheit durch eine Vermählung mit sich selbst körnen.

So feierte im letzten Jahr ist die amerikanische Sängerin und ehemalige Kinderstar Selena Gomez – mutmaßlich mit ihren dreißig Jahren der Torschlusspanik verfallen – ihre Selbsthochzeit. Es gab ein grosses Fest, Gomez lud ein, was bei drei noch nicht auf dem Baum war.

Sologamie ist keine neue Erfindung. Spätestens seit 2003 als Carrie Bradshaw, die fiktive Hauptcharaktere der Serie „Sex and the City“ sich selbst heiratete, ist das Deppen-Bingo eröffnet und Frauen glauben, es ist einer der besten Ideen aller Zeiten, durch Selbstheirat gegen „die Stigmatisierung unverheirateter Frauen“, gegen „Pärchenüberhöhung“ und selbstverständlich gegen das allgegenwärtige Patriachat anzuheiraten.

Geschäftstüchtige haben schon längst kapiert, wie man aus dieser weiblichen, krankhaften Selbstliebe Geld machen kann. Online kann man sich zum Beispiel Sologamie-Pakete bestellen. Darin enthalten sind vorgeschriebene Gelübde mit Versprechen, die man sich selbst geben kann – und ein Ring. Je nach Budget und Geschmack in Gold oder Silber. In Mexiko bietet ein Hotel die „Marry Oneself Journey“ an, ein viertägiges Wellnessprogramm, begleitet von einer Schamanin, an dessen Ende sich der Schleier vor dem eigenen Ich heben soll und man sich für die Ewigkeit mit sich selbst verbindet.

Bleibt nur einmal mehr die Frage – wie bei vielen dieser Verblödungsaktionen – was passiert, wenn der Bund mit sich selbst nicht mehr funktioniert. Geht es dann vor den Selbstscheidungsrichter? Entstehen aus dieser Beziehung Versorgungsansprüche gegenüber sich selbst? (SB)

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