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Raffinerie in Leuna hat nicht genug Öl

Die Total-Energies Raffinerie in Leuna hat Schwierigkeiten, genügend Öl zu bekommen, um ihre Kapazitäten voll auszulasten. Laut einer Firmensprecherin liegen die aktuell vertraglich zugesicherten Mengen unter dem Durchschnitt der Auslastung der Raffinerie in den letzten Jahren (Wallstreet-Online: 28.12.22).

Ein Beitrag von Blackout-News

Total-Energies Raffinerie in Leuna kämpft mit Öllieferungen
Die Raffinerie hatte ihre Öllieferungen von Russland über die Druschba-Pipeline im Jahr 2022 eingestellt und bezieht seitdem Öl aus Norwegen und dem Nahen Osten. Dieses Öl kommt per Schiff nach Danzig in Polen und von wird von dort aus nach Leuna geleitet. Es ist unklar, ob ab Januar 2023 genügend Öl über Danzig zur Verfügung stehen wird, um die Raffinerie in Leuna und die PCK-Raffinerie in Schwedt (Brandenburg) ausreichend zu bedienen.

Der Konzern gibt keine Angaben darüber, wie viel Öl derzeit in Leuna fehlt. Die Raffinerie in Leuna beliefert über 1.300 Tankstellen in Ostdeutschland mit Kraftstoff und hat eine Kapazität von bis zu 12 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. Rund 700 Mitarbeiter arbeiten in der Anlage.

Deutschland plant Öllieferungen aus Kasachstan über die „Druschba“-Pipeline

Ab Januar möchte Deutschland kein Pipeline-Öl mehr aus Russland beziehen und plant stattdessen, unter anderem Kasachstan als Lieferant zu nutzen. Allerdings gibt es momentan noch keine Pipeline-Infrastruktur, um Öl aus Kasachstan zu transportieren. Russland hat jedoch nichts dagegen, wenn die „Druschba“-Pipeline für Öllieferungen nach Deutschland genutzt wird. Laut Russlands Energieminister Alexander Nowak wird man dem kasachischen Antrag zustimmen, Öl über die „Druschba“-Pipeline nach Deutschland zu transportieren. Er sagte, dass dies normal sei und dass es normal sei, wenn ein Teil des kasachischen Öls aus Ust-Luga in die „Druschba“ umgeleitet wird (ntv: 29.12.22).

Deutschland plant Öllieferungen aus Kasachstan für Raffinerie in Schwedt

Das Öl aus Kasachstan soll für die Raffinerie in Schwedt im Nordosten von Brandenburg verwendet werden, die bisher über die „Druschba“-Pipeline von dem russischen Staatskonzern Rosneft mit Öl versorgt wurde. Bis vor kurzem hielt Rosneft noch die Mehrheit an der Raffinerie, obwohl sie unter deutscher Treuhandverwaltung steht.

Laut einem Bericht hat die kasachische Pipelinegesellschaft Kaztransoil bereits einen Antrag gestellt, um im kommenden Jahr 1,2 Millionen Tonnen Öl nach Deutschland zu transportieren. Kasachstan, das über reiche Rohstoffvorkommen verfügt, befindet sich in Zentralasien und muss sein Öl entweder über die russische Pipeline-Infrastruktur oder per Schiff über das Kaspische Meer nach Aserbaidschan transportieren, von wo aus es über Pipelines in die Türkei oder an die Schwarzmeerküste von Georgien weitergeleitet werden kann, um es nach Europa zu bringen. Die „Druschba“-Pipeline verbindet Russland mit Schwedt und hat eine Transportkapazität von 2,5 Millionen Barrel Öl pro Tag.

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