Corona-Tests landauf-landab: per ein Jahr lang die Lizenz zum Abkassieren Foto:Imago/Lichtgut)

Gnadenlose Abzocke mit Corona-Tests: Auch Mitarbeiter der Kassenärztliche Vereinigungen involviert?

Neuer Skandal im profitmaximierten Beute-Gesundheitswesen der Coronazeit: Der Betrug mit Corona-Testzentren scheint nicht nur von krimineller Energie seitens der Testcenterbetreiber geprägt gewesen zu sein, sondern womöglich teilweise auch von Korruption in den Kassenärztliche Vereinigungen: Dort sollen Prüfverfahren zu den vor knapp zwei Jahren bundesweit und flächendeckend wie Pilze aus dem Boden geschossenen Testcentern gegen Geld beschleunigt worden sein.

Wie die „Berliner Zeitung“ jetzt berichtet, leitete das Berliner Landeskriminalamt bereits im Juni ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit Corona-Testzentren gegen die Kassenärztliche Vereinigung Berlin (KV). Im selben Monat, so die Zeitung, habe ein zuständiger Mitarbeiter der Honorarabteilung die KV verlassen. Es soll einen Zusammenhang geben. Was unter damals noch Jens Spahns aberwitzigem Pandemie-Schilda in Deutschland installiert wurde, war die legale Möglichkeit, Geld zu drucken; selten hat eine Regierung findigen Geschäftemachern das Bescheißen so einfach gemacht wie die GroKo mit den Bestimmungen zu den – völlig sinnlosen und nur dem Zweck einer zahlenmäßigen Unterfütterung der Maßnahmen dienenden – Massentests.

Regierung ermöglichte Jahrhundert-Betrug

„Lange Zeit mussten die Betreiber von Testzentren einfach nur die Zahl der gekauften und durchgeführten Tests an die KV senden, die beglichen dann die Rechnung”, kommentiert treffend die B.Z. Kontrolle gab es keine. Vor allem im von Clankriminalität und organisierten Abzockerstrukturen geprägten Shithole Berlin wurde diese geradezu offene Aufforderung des Staates, sich ausnehmen zu lassen, allzu gerne ausgenutzt. Die Folge: Es wurden erheblich mehr Tests abgerechnet als tatsächlich durchgeführt. Mehr noch als zuvor bei den Corona-Hilfen wurde also auch hier wieder betrugsmäßig abgesahnt. Am Ende muss die Staatsanwaltschaft das aufarbeiten, was unfähige Politiker wider alle Warnungen angerichtet haben.

Den Ermittelungsbehörden packten in Berlin nun Insider aus – und legen den Verdacht nahe, dass dabei auch die KV ordentlich mithalf:  „Der Mitarbeiter der Honorarabteilung war korrupt. Er hat von den Jungs aus Neukölln Geld genommen. Sie haben so ihre Auszahlungen oder sogar die Zertifizierung für ihre Teststelle schneller bekommen”, zitiert die B.Z. einen involvierten Testcenterbetreiber. Telefonisch habe der KV-Mitarbeiter „die Deals mit den Betreibern “ ausgehandelt und 10 Prozent auf die Hand verlangt. Wer mitmachte, bekam die Abrechnungen unbürokratisch und vorrangig ausgezahlt. Noch handelt es sich zwar um einen Anfangsverdacht und es ist nicht klar, ob es ein Einzelfall war oder ob noch mehr solcher Fälle stattfanden. Davon ist allerdings praktisch zwingend auszugehen – und zwar nicht nur in Berlin, sondern mutmaßlich auch bundesweit. Denn der Test-Reibach wurde überall gemacht. (DM)

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