Bauer (Bild: shutterstock.com/BearFotos)

Freie Bauern wehren sich gegen „vegane Hetzkampagne“ des Versicherers LMV

Die FREIEN BAUERN zeigen devoten Regierungskriechern, wo es lang geht:  Der Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster LVM hatte dafür geworben, einen Monat lang auf tierische Produkte zu verzichten. Nach einer Kündigungswelle und massiven Protesten hatte der LVM seinen landwirtschaftsfeindlichen Text gelöscht und sich kleinlaut entschuldigt.

Der Versicherungskonzern Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster LVM hatte als woken  Neujahrsgruß in den sozialen Medien zur Beteiligung am „Veganuary“ – der Begriff stammt aus den USA und ist ein Kofferwort aus vegan und Januar – aufgerufen und dazu ermuntert, im Januar keine tierischen Produkte zu verzehren. Die LVM hatte zudem seine Speisekarte um ein veganes Gericht ergänzt und – ebenso dreistfrech wie faktisch falsch –  in einem Facebook-Post oberlehrerhaft vorgerechnet, welchen Beitrag es leiste, wenn sich eine Millionen Menschen den Januar über vegan ernährten.

 

lvm
Screenshot des inzwischen gelöschten LVM-Beitrags

Die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe, reagierten auf die „Hetzkampagne“ des Versicherers.  Ihr Vorsitzender Alfons Wolff betonte: „Bäuerliche Tierhaltung in Deutschland leistet einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherung. Ohne Tiere könnten viele pflanzliche Rohstoffe nicht verwertet werden, die Folge wären Hunger und Elend.“ Tierhaltung sei klimaneutral, da den Treibhausgasen der Tiere die CO2-Bindung durch die Fotosynthese der Futterpflanzen gegenüberstehe. „Bäuerliche Tierhaltung geht verantwortungsvoll mit den ihr anvertrauten Geschöpfen um.“

Als Reaktion auf die „vegane Hetzkampagne“ kündigten die FREIEN BAUERN an, ihre Versicherungsverträge bei der LVM zu kündigen, sollte keine Entschuldigung folgen: „Die FREIEN BAUERN verstehen sich weiterhin als agrarpolitische Interessenorgansation, die ihren Mitgliedern nicht in ökonomische Entscheidungen hinein redet“, stellt Bundessprecher Wolff klar: „Angesichts wahrheitswidriger Kampagnen gegen die Landwirtschaft, insbesondere gegen die Tierhaltung, sollten wir uns allerdings der eigenen Stärke bewusst werden. Wenn große Konzerne wie VW oder LVM sich im hippen Lifestyle urbaner Eliten suhlen, müssen sie halt auf uns und unsere Freunde als bodenständige Kundschaft verzichten.“

Wolff hatte den LVM-Vorstandsvorsitzenden Dr. Mathias Kleuker zudem unmittelbar nach Bekanntwerden der landwirtschaftsfeindlichen Texte ultimativ aufgefordert, mit folgenden Worten klar Position gegen die vegane Hetzkampagne zu beziehen: „Bäuerliche Tierhaltung in Deutschland leistet einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherung. Ohne Tiere könnten viele pflanzliche Rohstoffe nicht verwertet werden, die Folge wären Hunger und Elend. Tierhaltung ist klimaneutral, da den Treibhausgasen der Tiere die CO2-Bindung durch die Fotosynthese der Futterpflanzen gegenüber steht. Bäuerliche Tierhaltung geht verantwortungsvoll mit den ihr anvertrauten Geschöpfen um.“ Beim LVM habe es inzwischen zwar Krisenkonferenzen und das Kundenschreiben gegeben, aber 48 Stunden später trotz mehrmaligen Nachfragens immer noch keine Antwort an die FREIEN BAUERN.

Das Unternehmen hat seinen Facebook-Beitrag mittlerweile gelöscht und kleinlaut – wie im Schreiben der FREIEN BAUERN gefordert, um Entschuldigung gebeten: Der Text habe zu nachvollziehbaren Irritationen geführt, stellt der LVM nun fest. „Bäuerliche Tierhaltung geht verantwortungsvoll mit den ihr anvertrauten Geschöpfen um“, heißt es in einem Schreiben des Versicherers. „Wir entschuldigen uns bei allen Bäuerinnen und Bauern für die Beteiligung des LVM am Veganuary.“

(SB)

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