Messergewalt (Foto: SpeedKingz/Shutterstock)

Lehrerinnen-Mord von Ibbenbüren: Nur die „Spitze des Messers”

Ein Kommentar von Daniel Matissek

Wie wenig der Versuch linksgrünelitärer Wächter des kontrollierten Debattenraums taugt, durch scheinheiligen Verweis auf die „deutsche Staatsangehörigkeit” das Problem eingewanderter, komplett fehlsozialisierter Migranten aus gewaltaffigen Kulturräumen zu verleugnen und das Problem durch die Einbürgerungsurkunde für beendet zu erklären, zeigt neben dem – neuerdings „westasiatisch“ gelesenen – Täterhintergrund der Silvesterrandale seit heute gleich die nächste Horrortat, mit der 2023 an die Kontinituität des Vorjahres anknüpft: Die Ermordung einer Lehrerin an den Kaufmännischen Schulen Tecklenburger Land im nordrhein-westfälischen Ibbenbüren ist der nächste Eintrag im Register der endlosen „Nichts hat mit nichts zu tun“-Messermordserie, die von mit dem verallgemeinernden Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ belegten Psychopathen und/oder Kriminellen als Täter begangen werden.

Das Stakkato des Grauens, bei dem ein neuer Schrecken den vorangegangen ablöst, sobald das öffentliche Interesse gerade abzuebben beginnt, verdeutlich: Es handelt sich hier um ein generelles, flächendeckendes und vor allem anhaltendes Problem, das an Intensität und Häufigkeit fraglos weiter zunehmen wird. Ohne in der Chronik) noch weiter zurückzugehen (etwa zu dem Messermord an zwei Handwerkern von Ludwigshafen oder ständigen Gruppenvergewaltigungen): Betrachtet man sich alleine die letzten vier Wochen, so wurden diese ausnahmslos überlagert von Straftaten, in denen „Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“, wenn auch durchaus unterschiedlicher, aus patriarchalen und rückständigen Gesellschaften begingen. Erst der Mord an der 14-jährigen Ece in Illerkirchberg. Dann die Silvesterkrawalle. Und jetzt Ibbenbüren. Und jedes Mal ist die öffentlich-politische Reaktion dieselbe: Relativieren, auf die „Besonderheiten des Einzelfalls” eingehen, den Migrations- oder Fluchthintergrund der Täter verwässern und jeden Hinweis darauf als Rassismus brandmarken. Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Rache als „Motiv”

„Sinan“ hieß der 17-jährige „Deutsche“, der in Ibbenbüren seine Lehrerin – angeblich aus Rache für einen eintägigen Schulverweis – bestialisch abgestochen hat. Im Arabischen bedeutet das tatsächlich „Spitze des Messers“ oder „eiserne Messerspitze„; ein makaberer Zufall?  Vielleicht liegt es daran, dass dieser „Deutsche“ nicht Kevin, Elias oder Jürgen hieß –  aber weder „ZDF heute” noch „Tagesschau” befanden es auch an Tag 2 nach der Tat nicht für nötig, darüber auf ihren Social-Media-Seiten zu berichten. Wenn sie irgendwann unter „Vermischtes“ dann doch tun sollten,  wird bestimmt der Hinweis nicht fehlen, dass es ein „Deutscher“ war und dass er „psychische Probleme” hatte. Wetten? Jeder weiß: Es muss viel passieren, bis in diesem Deutschland von heute wirklich noch jemand auch nur für einen Tag von der Schule geschmissen wird. Vor allem, wenn er wie gesagt nicht Kevin, Elias oder Jürgen, sondern Sinan heißt und Migrationshintergrund hat.

Über seine Verfehlungen, die zum Schulverweis führten, war bislang (Stand heute) nichts zu erfahren; dafür teilten lokale Behörden mit, dass der arme Kerl neben schulischen auch noch persönliche und – Bingo! – „psychische Probleme” gehabt haben soll. Sein Motiv sei „Rache gewesen“, er habe als „schwierig” gegolten und habe ständig im Clinch mit seinen Klassenkameraden gelegen. Achsoooooo – na dann! Wer kennt das nicht auch noch aus seiner Jugendzeit früherer Jahrzehnte, als die weltverschlossenen, damals noch unbereicherten Deutschen unter sich waren… da lief es doch bekanntlich genauso: Hat man private Probleme, kommt in der Schule nicht mit und fühlt sich ungerecht behandelt, dann sticht man halt eben mal den Lehrer ab! Alles ganz normal. Und falls doch nicht, dann sind „wir Deutschen” schuld… mit denen dann natürlich, logisch, wieder die Bio-Kartoffeldeutschen ohne Migrationshintergrund gemeint sind – nicht die Passdeutschen. Denn als Opferstigma ist der Migrationshintergrund trotz Staatsangehörigkeit betonenswert und wichtig; nicht jedoch als Täterstigma. Das wäre Rassismus.

Bestätigung der Richtigkeit der Vornamen-Erfragung

Nicht auszudenken, wie die öffentlich-rechtlichen Medien den Fall gehypt hätten, wäre es ein deutscher Schüler OHNE Migrationshintergrund, mit tatsächlich oder angeblich „rechter Motivation”. Bei Fehlen entsprechender Belege für letzteres fände sich im Netz dann schnell jemand, der entsprechende Behauptungen nachreicht – so wie bei den angeblichen „rechtsextremen Angriffen auf Polizisten” in Borna unter „Sieg-Heil”-Rufen, die nie stattfanden und frei erfunden waren, vom SPD-Co-Vorsitzenden Lars Klingbeil jedoch zur offensichtlichen Relativierung der Silvesterkrawalle wahrheitswidrig verbreitet wurden.

Vielleicht kapiert hier jetzt endlich einmal der eine oder andere, warum es sehr wohl wichtig ist, zur offenen Benennung eines gewaltigen mittlerweile gesamtgesellschaftlichen Problems – eine fehlgeschlagene Integration und grassierende Gewaltneigung bestimmter Parallelmilieus, ungeachtet der formalen Angehörigkeit – die Vornamen von Tätern zu erfragen. Genau das ist auch der Grund, warum die CDU Berlin diese von „deutschen“ Silvester-Landfriedensbrechern erfahren will. Eine selbst migrationsstämmige Twitter-Nutzerin erklärte heute den rassismusphobischen linken Realitätsverweigerern in diesem Land, warum dies so wichtig ist: „Die Masse gut integrierter Migranten hat es verdient, dass Namen, Herkunft, Religion der Täter einer gewalttätigen migrantischen Minderheit genannt werden, um Pauschalverdacht zu vermeiden.” Und die Frau wies auch darauf hin, dass es hier nicht um Migrationshintergrund als Eigenschaft per se geht, sondern um eine bestimmte Problemmigration: „Der Krieg gegen Frauen und Polizei findet nicht in Japan-Town Düsseldorf statt.

Zwei Gesetzesnovellen sollen Realität verbiegen und umpolen

Zwei Gesetzesänderungen will die Ampel derzeit hektisch den Weg – und beide stehen in populistischem und aktionistischem Zusammenhang mit jenen Gewaltdelikten, wobei es einmal um die Ablenkung von selbigen geht, zum anderen um ihre indirekte Förderung. Die eine ist die geplante Verschärfung des Waffenrechts, mit der fortan auch Schreckschusswaffen und Armbrüste strikt kontrolliert und ihr ungeneigter Besitz kriminalisiert werden sollen, dient (ebenso wie das geforderte Böllerverbot) alleine dazu, die völlig unauffällige, friedliche und damit verantwortungsbewusst hantierende Mehrheit, die sie aus Sport- und Freizeitgründen oder zur Selbstverteidigung nutzt, zu bestrafen für das Fehlverhalten von kulturfremden Gegenmilieus und innerhalb dieser nur einer hochaggressiven Minderheit.

Die Andere – weitaus folgenschwerere – ist die vorgesehene Reform des Einbürgerungs- bzw. Staatsangehörigkeitsrechts 2023, mit dem exakt diese Gegenmilieus weiter verstärkt und gezielt vergrößert werden und ihr nachhaltiger und dauerhafter Verbleib in Deutschland, das sich mit ihrer Einbürgerung jeder Möglichkeit beraubt, sie selbst bei brachialsten Terror- oder Gewalttaten je wieder loszuwerden.

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