Geh mit Gott, aber geh, Lothar: RKI-Boss Wieler tritt ab (Foto:Imago/IPON)

Hohe Impfquote, hohe Übersterblichkeit: Wollte Wieler rechtzeitig seinen Kopf aus der Schlinge ziehen?

Zur allgemeinen Überraschung, aber Jahre zu spät hat Dr. Lothar Wieler, eine der penetrantesten und alarmistischsten Figuren der Corona-Groteske, gestern nach fast acht Jahren seinen Rücktritt als Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) verkündet.  Zur Begründung hieß es, er wolle sich „neuen Aufgaben in Forschung und Lehre“ widmen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten Wieler und sein Vorgesetzter Karl Lauterbach, der Schritt erfolge im Einvernehmen mit dem Bundesgesundheitsminister. Lauterbach entgegnete mit der schon an Zynismus grenzenden Bemerkung: „Ohne Professor Wieler wäre Deutschland deutlich schlechter durch diese Pandemie gekommen.” Aus Lauterbachs Mund ein zweifelhaftes Lob.

Tierarzt Wieler gehört zu den „Pandemie“-Dauersirenen und Funktionären, die während Corona zu fragwürdiger Prominenz aufgestiegen waren: Bis zum Einsetzten der Corona-Hysterie war das RKI der breiten Öffentlichkeit so gut wie unbekannt, und seinen stets mit weinerlicher dreinblickender Miene vor dräuendem Unheil warnenden, bedenkenträgerischen Chef Wieler kannte kein Mensch. Erst als die dem damals von Jens Spahn geführten Bundesgesundheitsministerium unterstehende Behörde zum wichtigsten wissenschaftlichen Begleitorgan der Corona-Politik wurde, änderte sich das schlagartig: Ganze 47 mal trat Wieler vor die Bundespressekonferenz, um eine Politik zu erläutern (und oft genug auch kritiklos zu verteidigen), die Deutschland in eine nie gesehene Spaltung und in ein bis heute anhaltendes Chaos geführt hat.

Negativschlagzeilen am laufenden Band

Unter Wielers Ägide geriet das RKI unzählige Male in die Negativschlagzeilen, weil es falsche, ungenaue oder ungenügende Zahlen zu Infektionen, Impfungen oder Hospitalisierungen veröffentlichte; die Masken bezeichnete es einmal als unnötig, dann wieder als unverzichtbar. Als die Evaluationskommission der Bundesregierung am 1. Juli letzten Jahres ihren Bericht über die Corona-Maßnahmen vorlegte, stellte sie auch und gerade Wielers RKI ein vernichtendes Zeugnis aus – weil die vorhandene Datenlage nicht annähernd ausreichte, um ein Fazit zu ziehen. Die damals von FDP-Vize Wolfgang Kubicki geforderte Entlassung Wielers hatte Lauterbach brüsk abgelehnt.

Nun erfolgt also doch sein völlig unerwarteter Rückzug – und das so schnell, dass nicht einmal ein Nachfolger benannt wurde. Wielers Stellvertreter Lars Schaade musste vorübergehend die Leitung übernehmen. Die ungewöhnliche Art und Weise des Weggangs haben Spekulationen natürlich Tür und Tor geöffnet – wobei vieles darauf hindeutet, als handele es sich bei Wielers Rückzug um eine der zahlreichen geräuschlosen schleichenden Absetzbewegungen, mit denen die Protagonisten des Corona-Hexensabbats, dieser in der BRD-Geschichte beispiellosen Polit-Psychose, versuchen, ihre Verluste zu begrenzen und den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Der eine tritt plötzlich zurück, andere treten die Flucht nach vorne an (Montgomery, Buyx) oder murmeln etwas von „Verzeihen“ und „Entschuldigen” (Kretschmer).

Größter Gesundheitsskandal der Geschichte

Selten jedenfalls traf das Motto „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“ eher zu als jetzt, wo die Verantwortlichen an unterschiedlichen Stellen auf Distanz von den Folgen des eigenen Handelns zu gehen versuchen – in dem Maß, wie nun das ganze Ausmaß der verheerenden Corona-Politik immer mehr zutage tritt: die Langzeitschäden von völlig überflüssigen Lockdowns, Schulschließungen und Maskenneurose, vor allem aber: Die Impfungen, die weder vor Ansteckung noch schweren Krankheitsverläufen schützen und mittlerweile unzählige Menschen Leben oder Gesundheit gekostet haben.

Es zeichnet sich nämlich immer mehr ab, dass wir womöglich noch am Anfang eines historisch nie gesehenen Medizin- und Gesundheitsskandals stehen, der Millionen Menschen das Leben kosten dürfte – und damit ein Vielfaches dessen, was Corona selbst nach Ansicht der größten Hysteriker unter wohlwollendster Einrechnung aller „mit dem Virus“ verstorbenen Fälle angerichtet hat. Die aktuellen Zahlen zur massiven Übersterblichkeit, von der ganz Europa und natürlich auch Deutschland seit Anfang 2021, vor allem aber 2022 betroffen war (und die inzwischen ganz offiziell vom Statistischen Bundesamt bestätigt werden) könnten der wahre Grund für Wielers Abschied gewesen sein: Er will nicht länger Teil dieser Politik sein und sich in Deckung begeben, wenn irgendwann das mainstreammediale Lügenkartell zerbricht und die Wahrheit über das Ausmaß der Exzessmortalität, die sich logisch und zeitlich nur mit der Impfung erklären lässt, ans Licht kommt.

Entdeckte Wieler sein Gewissen?

1,06 Millionen starben im vergangenen Jahr, das sind 3,4 Prozent mehr als 2021. Im Dezember starben mehr als 110.000 Menschen und damit 18.153 mehr als erwartet – und 19 Prozent mehr als im Durchschnitt der Vergleichsmonate in den letzten vier Jahren. Es existiert inzwischen eine deutliche Korrelation zwischen hoher Impfquote und hoher Übersterblichkeit. Und: Im EU-Vergleich weist Deutschland dabei die höchste Übersterblichkeit auf.

Natürlich ist die Impfung der Elefant im Raum, den niemand benennen will. Dieses Lügengespinst zerbröselt aber immer mehr. Wer angesichts dessen jetzt immer noch versucht, diese erschütternden Zahlen mit der Überalterung der Bevölkerung, ein paar heißen Tagen im Sommer oder Grippe zu erklären, kann entweder nur noch als borniert und niederträchtig bezeichnet werden – oder hat nichts kapiert. Wieler hat es anscheinend kapiert: Ihm dämmert, was ihm blühen könnte. Vielleicht hat sein Gewissen einfach den Zerreißpunkt erreicht. (DM)

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