Schöne neue links-grüne Welt (Bild: shutterstock.com/Von KREML)
Deutschland Deindustrialisierung läuft (Bild: shutterstock.com/Von KREML)

Rot-grünes “Wirtschaftswunder”: Deutschland schmiert im Industriestandort-Ranking auf die hintersten Plätze ab

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Inzwischen ist Deutschlands wirtschaftliche Bedeutung auf dem Niveau seiner Beiträge zum Eurovision Songcontest angelangt: Im internationalen Länder-Ranking des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist die “Bunte Republik” auf Platz 18 von 21 abgestürzt, was die Attraktivität als Wirtschaftsstandort betrifft. Welche Überraschung: Zu den altbekannten Problemen der überbordenden Bürokratie, der riesigen Steuerbelastung und der mangelnden Innovationsbereitschaft kommen nun auch explodierende Energiekosten und Arbeitskräftemangel hinzu. Der Befund zur Position Deutschlands biete “erheblichen Anlass zur Sorge“, konstatieren die Forscher um den ZEW-Ökonomen Friedrich Heimann. Die Lage sei ernüchternd.

Noch deutlicher äußerte sich Rainer Kirchdörfer, Chef der Stiftung Familienunternehmen: Der Industriestandort Deutschland habe „dramatisch an Qualität verloren“. Die hohen Energiepreise müssten jetzt Ansporn sein, auf anderen Feldern stärker zu werden. „Im internationalen Vergleich auf den hintersten Plätzen – das ist nicht das Feld, in das wir gehören“, klagte er Kirchdörfer und rief dazu auf, endlich auf Forderungen der Wirtschaft zu hören, wozu entschlackte und beschleunigte Genehmigungsverfahren für Fabriken, Straßen, Schienen und Windparks ebenso gehören, wie eine intensive frühkindliche Bildung für Jungen und Mädchen und niedrigere Steuern.

Industrieflucht hat längst begonnen

Laut der Studie haben Unternehmer in den USA die besten Bedingungen, danach folgen Kanada, Schweden und die Schweiz. Größter Aufsteiger ist das vom deutschen und europäischen Politestablishment so viel gescholtene Polen. Die USA machen niedrigere Energiepreise, ein schlanker Staat und günstige Finanzierungsbedingungen attraktiv, in Schweden sind es das Steuersystem und günstige Energiepreise, die Schweiz kann einen gut funktionierenden Staatsapparat und den Zugang zu Kapital geltend machen. Hinter Deutschland liegen nur noch Ungarn, Spanien und Italien.

Die Ergebnisse dessen, was Wirtschaftsbosse seit langem beklagen, malen sich inzwischen für jedermann sichtbar in der Realität aus: Erst gestern kündigte Bayer-Pharmachef Stefan Oelrich an, den Schwerpunkt des Pharmageschäfts weiter in die USA verlegen. Er kritisierte: „Die europäischen Regierungen versuchten zwar Anreize für Forschungsinvestitionen zu schaffen, aber auf der kommerziellen Seite machen sie uns das Leben schwer. Wenn man keine Umsätze hat, kann man auf der Kostenseite so viel profitieren, wie man will, aber das ist keine gute Gleichung.” Selbst das diktatorisch regierte China sieht er als innovationsfreundlicher an als das abgewirtschaftete Deutschland.

Ähnlich hatten sich zuletzt auch BASF-Chef Martin Brudermüller und zudem der Chef des Spezial-Chemiekonzern Lanxess, Matthias Zachert geäußert. Und dabei handelt es sich nur um Chemiekonzerne. Auch andere Unternehmen nahezu aller Branchen haben 2022 einen regelrechten Exodus aus Deutschland oder gleich ganz aus Europa vollzogen, weil sie hier keine Zukunft mehr sehen. Derzeit gibt es keinen Hoffnungsschimmer, dass dieser Abwärtstrend noch zu stoppen ist.. (DM)

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