Veganuary: Kann er wirklich etwas bewegen?

Das vor Jahrzehnten noch herrschende Unverständnis für Menschen, die sich ohne tierische Produkte ernähren wollen, ist nun der Akzeptanz gewichen. Immer mehr Menschen entscheiden sich für diese Art der Ernährung, das macht die Anzahl derer, die am Veganuary 2022 (629.000) teilgenommen haben, deutlich.

Jetzt, wo immer deutlicher wird, dass vegan sein viele gesundheitliche Vorteile hat, fällt es offensichtlich vielen Menschen leichter, ihre unpopuläre Entscheidung zu begründen. Letztendlich spielt es keine Rolle, welches Argument das schlagende ist, die Tiere, der Planet und das eigene Wohlgefühl werden es danken.

Was ist Veganuary?

Im Jahr 2014 wurde die gemeinnützige Organisation gegründet. Ziel ist es, jedes Jahr im Januar möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, sich mindestens einen Monat lang vegan zu ernähren. Zu beachten ist bei veganer Ernährung, dass nach wie vor Gemüse und Obst eine wichtige Rolle spielen. Frische Zutaten, sowie wichtige pflanzliche Protein-Lieferanten und aber auch vegane Alternativprodukte bekommen Sie bei Kaufland. Kaufland bringt auch dieses Jahr zum Veganuary wieder zahlreiche neue vegane Produkte in die Regale und veröffentlicht passend dazu online Rezepte.

In den 10 Jahren, die Veganuary nun schon existiert, haben bereits fast 2,5 Millionen Menschen an der Challenge teilgenommen. Den Gründern von Veganuary geht es nicht ums Missionieren oder darum, mit dem Zeigefinger zu wedeln, sie motivieren den Umstieg mit praktischer Unterstützung, aktuellen Neuigkeiten und Kochtipps in einem täglichen Newsletter, der im Januar an diejenigen verschickt wird, die sich auf veganuary.com registriert haben.

Welche sind die Vorteile veganer Ernährung?

  • Kann die Entstehung von Diabetes verhindern
  • Kann Bluthochdruck vermeiden
  • Verringert das Risiko an Darm- und Lungenkrebs zu erkranken
  • Senkt das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen

Auch, wer schon erkrankt ist, kann durch die Ernährungsumstellung profitieren:

  • Diabetes Typ 2 Erkrankte können eventuell dahin kommen, ihre Medikamente abzusetzen
  • Die Beschwerden, die durch rheumatoide Arthritis entstehen, können gelindert werden
  • Sogar Gefäßerkrankungen in fortgeschrittenen Stadium können durch die Ernährung mit pflanzlicher und zugleich fettarmer Kost heilen

Worauf sollten Sie achten, wenn Sie sich vegan ernähren?

Keine Angst vor Unterversorgung. Alle Werte, wie Vitamin D, B12, B2, Zink, Selen und Jod können Sie von Zeit zu Zeit kontrollieren lassen, sollten Sie beunruhigt sein.

Proteine

Als Ersatz für tierisches Protein bieten sich Hülsenfrüchte an. Aber auch Nüsse, Ölsamen, Kartoffeln und Sojaprodukte enthalten viel Protein. Die Kombination aus Hülsenfrüchten und Getreide ermöglicht unserem Körper eine einfache Umwandlung von Nahrungsprotein in körpereigenes Protein.

Vitamin B12, Vitamin B2

Cobalamin und Riboflavin sind wichtig für unser Leben. Vitamin B12 kommt ausschließlich in tierischen Produkten vor und muss von außen zugeführt werden. Nahrungsergänzungsmittel oder Injektionen liefern den Bedarf für Veganer. Vitamin B2 hat eine wichtige Funktion im Energiestoffwechsel und wird ebenfalls nicht von unserem Körper hergestellt. Es ist enthalten in Hefeflocken, Pilzen und Löwenzahn. Spirulina ist neben anderen pflanzlichen Vitamin B Lieferanten nicht sehr wirksam, da es sich nur um eine dem Vitamin B12 ähnliche Substanz handelt, die die Rezeptoren für das echte Vitamin B12 blockiert – also das Gegenteil bewirkt.

Selen, Zink und Vitamin D

Diese können ebenfalls über Nahrungsergänzung substituiert werden, denn der Gehalt in Hülsenfrüchten und manchen Beerensorten ist eventuell zu gering. Wer genau wissen möchte, wie es um seine Werte steht, lässt einen Test beim Arzt durchführen.

Macht das Ganze Sinn?

Absolut! In den Jahren 2014 bis 2020 konnte durch die Aktion Veganuary:

  • 840 Tonnen CO2 eingespart
  • 6,2 Millionen Liter Wasser gespart
  • Und 3,4 Millionen Tiere verschont werden.


Beitragsbild von Claudio Schwarz on Unsplash