Nicht mehr ganz dicht, aber dafür immer dichter? Karl Lauterbach (Screenshot:Netzfund)

Was mischt der sich da ein? Lauterbach gegen Reparatur von Nordstream 1

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Im Dilettanten-Reigen der Berliner Ampel ist ressortübergreifend derart viel geballte Inkompetenz und Unfähigkeit verbreitet, dass es letztlich ganz egal ist, welcher Ahnungslose sich zu welchem aktuellen Thema zu Wort meldet (selbst wenn er eigentlich für ein ganz anderes Gebiet zuständig ist). Vielleicht ist das ja der Grund dafür, dass sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach jetzt allen Ernstes zu der Frage einließ, was mit der im Sommer gesprengten Doppelpipeline Nordstream passieren soll. Erstreckt sich Lauterbachs Gesundheitsfürsorge jetzt etwa auch auf kaputte Infrastruktur? Steht hier etwa die Frage ihm Raum, ob und in welche möglicherweise überlastete Klinik Nordstream 1 eingeliefert werden soll, um dort zusammengeflickt zu werden? Ist jetzt auch die Energieversorgung Aufgabe des deutschen Gesundheitsministers?

Konkret wandte sich Lauterbach gegen einen Vorschlag von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, die bei der – mutmaßlich bzw. wohl am wahrscheinlichsten von westlichen Geheimdiensten herbeigeführten – Explosion zerstörte Pipeline, genauer eben: die noch halbwegs intakte Doppelröhre Nordstream 1, wieder instandzusetzen. Deren Schaden ist nämlich mindestens ebenso reparaturbedürftig wie Lauterbachs offenkundiger Dachschaden. Vielleicht meldete er sich ja deshalb zu Wort?

Reparaturbedürftiger Dachschaden

Kretschmer war es bei seinem kürzlich geäußerten Vorstoß vor allem darum gegangen, die verbliebene Röhre zumindest zu sichern, was laut Experten dringend geschehen müsse, da die Pipeline ansonsten “dauerhaft unbrauchbar“ werde. Was der Sachse offenbar nicht geschnallt hat: Genau darum geht es den antirussischen Interessengruppen ja, die mit dem Kappen der Pipelines zugleich jede wirtschaftliche und versorgungsbezogene Beziehung mit Russland dauerhaft abgebrochen sehen wollen!

Statt sich um seinen Job zu kümmern und endlich einmal zu versuchen, so etwas wie rationale Gesundheitspolitik auf die Beine zu stellen, mischt sich Lauterbach jetzt also in die nächste fachfremde Domäne ein, nach wiederholten Aussagen zum Klimaschutz und zur Zuwanderungspolitik. Jedenfalls konnte er auf Kretschmers Vorschlag  hin wieder einmal den Daumen nicht vom Smartphone lassen und twitterte: „Nein. Niemand will zurück in diese Erpressbarkeit. Für den Vorschlag fehlt mir echt das Verständnis.“ Wenn juckt es, ob und wofür Lauterbach Verständnis aufbringt oder nicht? Der Schaden, den dieser Mann in den letzten drei Jahren mit seiner Corona-Psychose und Impfpropaganda angerichtet hat, sollte ihn genug auf Trab halten. Wir haben zur Genüge Politiker, die ihr dümmliches und unterkomplexes Russland-Bashing nicht lassen können und die energiepolitische Geisterfahrt Deutschlands weiter beschleunigt sehen wollen; da braucht es nicht noch die unerbetene Stellungnahme eines weiteren Verrückten. (DM)