Globalistische und dubiose Lobbyisten steuern die deutsche Politik (Foto:Jouwatch)

Aufschlussreiche Gästeliste: Die deutschen Schwab-Groupies in Davos

von Daniel Matissek

Aktuell findet gerade das – zunehmend berüchtigte – Globalistentreffen in Davos statt. Auch wenn dieses Jahr die allererste Garnitur der Staatenlenker abwesend ist, so trifft auch auf dieses WEF-Meeting die Einschätzung zu, dass es sich hier um eine alljährliche Parade selbsternannter Weltretter handelt, um eine handverlesene Truppe von Politikern, Wirtschaftsbossen und „Aktivisten“ aller Art mit ihrer medialen Entourage, die meinen, wieder einmal an dem Rest der Welt Lektionen erteilen zu dürfen, wie tatsächliche und angebliche Probleme zu lösen sind. Meistens lautet die Parole, dass “die Menschen”, also die Masse der gewöhnlichen Erdlinge, auf möglichst viel bis tendenziell alles zu verzichten haben, während die Weltelite weiter – im Dienste ihrer aufopferungsvollen altruistischen Anstrengungen zum Wohle aller – im Luxus schwelgen und klimaschädlich durch Welt jetten dürfen, um ihre harte, aber unvermeidliche Botschaft zu verbreiten. Mit dieser Rechtfertigungslehre haben sich auch die Wandlitz- und Datscha-Zyniker der Ostblock-Nomenklaturen ihre Privilegiertet schöngeredet.

Weil das, was in Davos ersonnen wird, angemessen und tunlichst unkritisch, weil angeblich “alternativlos”, vermeldet werden muss, darf sich auch dieses Jahr wieder ein ganzer Pulk von erlauchten mitreisenden und akkreditierten Journalisten im Glanz der Mächtigen sonnen. Die der der Gästeliste des diesjährigen WEF zu entnehmenden Namen sprechen für sich – insbesondere was auch und gerade deutsche Pressevertreter anbelangt, die besonders zahlreich vertreten sind; kein Wunder – machen diese sich doch besonders gern zu Handlagern von Schwab & Co. Und das nicht erst seit Neuestem, sondern schon länger. Zu den Hauptanliegen dieser Szene gehört vor allem die Gegenpropaganda zur Kritik am Great Reset und der Kampf gegen angebliche “Verschwörungstheorien”, vor allem jene längst durch die Realität bestätigte These, dass Schwab und seine WHO einen im Kern antidemokratischen Autokratismus und Elitismus westlicher Technologie-, Pharma- und Energieoligarchen anstreben, der im globalen Maßstab und supranational die Weichen stellen will. Und obwohl viel davon in Schwabs sogar explizit so genanntem Buch “The Great Reset” nachzulesen steht, versuchen deutsche Haltungsjournalisten diese fragwürdigen Motive zu verleugnen.

Naive “Spiegel”-Ausführungen

So bemühte sich etwa Stefan Kaiser vom “Spiegel” bereits vor zwei Jahren vehement darum klarzustellen, „wie diese krude Theorie in die Welt kam – und was Klaus Schwab wirklich will“. Die Behauptung, mit seinem „Great Reset“ wolle Schwab die gesamte Weltwirtschaft nach seinen Vorstellungen umformen, sei völlig falsch, denn “ein genauerer Blick auf die Politikziele der ‘Great-Reset-Initiative‘”, so Kaiser, zeige, “wie weit die Verschwörungstheoretiker damit danebenliegen: eine bessere internationale Koordination bei Regulierung und Besteuerung, bessere Handelsabkommen, mehr private und staatliche Investitionen in eine nachhaltige Infrastruktur und eine intelligentere Nutzung von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz in den Sozial- und Gesundheitssystemen. All das könnte so auch im Bundestagswahlprogramm der SPD stehen. Oder der CDU. Oder der Grünen.” Willfährig und unwidersprochen zitiert der “Spiegel”-Redakteur Schwab, der “seinen Slogan eher als Vorschlag, wie die Welt auf die Herausforderungen von Corona, Klimawandel und Digitalisierung reagieren sollte”, sehe.

Auf “Spiegel”-Anfrage durfte der WEF-Gründer selbst kreidefresserisch und verharmlosend mitteilen: “Jeder, der mein Buch liest, sieht, dass es eine Analyse der Folge der Pandemie ist, die grundsätzliche Trends aufzeigt, und nicht ein Rezeptbuch für einen totalen Überwachungsstaat oder ein marxistisches System.” Böswillig, barmt Kaiser, sei der Begriff “Reset” demnach also als eine “gewollte totale Umgestaltung der Gesellschaft ausgelegt worden.” Nur „im Universum der Schwurbel-YouTuber“, so Kaiser, erkenne man darin „die endgültige Machtergreifung der globalen Elite“; in Wahrheit gehe es Schwab um die Vision „einer ‚besseren Welt: inklusiver, gerechter und respektvoller gegenüber Mutter Natur“.

Hohe Schule des Agendajournalismus

Für Kaiser ist es „in der Tat (…) schwierig, sich den 82-Jährigen als finsteren Weltverschwörer vorzustellen“. Dies galt allerdings auch schon für viele andere, die sich dann als Schurken erwiesen haben. Für soviel Blauäugigkeit und Naivität wäre man beim “Spiegel” unter Rudolf Augstein weiland im hohen Bogen rausgeflogen; heute wird die hohe Schule des Agendajournalismus zur Tugend.  Und: Soviel Gutgläubigkeit (oder bewusster Opportunismus) werden natürlich auch dieses Jahr wieder mit einer Einladung zu Schwabs grundgutem Welterlösungszirkus belohnt. Gäbe es den Titel “WEF-PR-Journalist des Monats”, Kaiser hätte sich die Anwartschaft darauf redlich verdient.

Doch seine Kollegen sind nicht besser. Auch Uwe Jean Heuser von der “Zeit” ist in Davos dabei. Er überschlug sich sogar schon vor fast einem Vierteljahrhundert, Anfang 2000, mit einer Lobeshymne auf Schwab: „Wenn nicht der visionäre Deutsche Klaus Schwab vor rund 30 Jahren das Forum gegründet hätte, müsste man es erfinden. Wie unter der Lupe zeigt Davos Stimmungen und Machtverhältnisse der Weltwirtschaft. (…) Das Forum ist bewusst elitär und unbewusst prätentiös. Ein privates Treffen, das nicht mehr privat, aber nur wenigen zugänglich ist: Muss es sich deswegen den Vorwurf mangelnder Demokratie gefallen lassen? In Davos waren schon erste NGOs anwesend, als Regierungen sich noch zu fein waren, sie zur Kenntnis zu nehmen. (…) Die Welt ist beweglicher und unübersichtlicher geworden. Und die Globalisierung kann nur ohne Desaster weitergehen, wenn alle Akteure daran mitwirken — einschließlich der Konzerne, die nur allmählich lernen, dass sie im eigenen Interesse Menschenrechte wahren und soziale wie ökologische Rücksichten nehmen müssen. Davos ist Teil der notwendigen Verständigung — jedenfalls so lange, bis die Staatengemeinschaft eine Alternative zu bieten hat“, trompete Heuser damals.

Selbsternannte “Transformatoren”

Bei soviel Einsatz fürs WEF verwundert es dann nicht, dass er beim letztjährigen Treffen sogar persönlich mit auf dem Podium sitzen und bereits vor zehn Jahren sogar einen Beitrag für das WEF schreiben durfte, woraufhin er seither ganz offiziell als Autor des WEF gelistet wird; eine zweifelhafte Ehre. Eine ähnlich innige Beziehung zum WEF kann auch Manuela Kasper-Claridge von der zwangsgebührenfinanzierten “Deutschen Welle” vorweisen, die in fast einem Viertel ihrer mehr als 200 Texte (!) über das WEF schrieb und ebenfalls auf dessen Webseite
auftaucht.

Bei solchen Hof- und Systemschranzen eines weltumspannenden Netzwerks der selbsternannten “Transformatoren” ist eine objektive Berichterstattung einschließlich angebrachter kritischer Hinterfragung der Hinterzimmer-Absprachenkultur mächtiger Polit-Influencer natürlich nicht einmal ansatzweise zu erwarten – und auch erweislich nicht gewollt. Denn dass es sich bei Schwab eben nicht um den wohlmeinenden, von bösen Schwurblern, Spinnern und Paranoikern vorsätzlich missverstandenen Menschenfreund handelt, zeigt das aktuelle Buch “Die Krake von Davos”  der Journalistin Miryam Muhm, die unter anderem für die “Süddeutsche Zeitung”, “La Repubblica” und “L’Espresso” schrieb und somit aus einer für linke Mainstreamhörige eher unverdächtigen Ecke stammt – auch wenn sie spätestens jetzt, nach ihrem Buch, dort wohl kein Fuß mehr in die Tür bekommen dürfte.

Willensbildung von oben

Muhm weist nach, dass es sich beim WEF um eine gigantische Machtmaschine handelt, die mit nahezu allen Großkonzernen, den meisten wichtigen globalen Politikern und diversen einflussreichen Persönlichkeiten eng verbunden ist. Ohne jegliche demokratische Legitimation und Transparenz verfolgt das WEF größenwahnsinnige Pläne zur Umgestaltung der ganzen Menschheit, mit den vorgeblichen Ziel, diese zu “retten”. In Wahrheit braucht die Menschheit eher Rettung vor Figuren Menschen wie Schwab und seinen Gesinnungsgenossen und designierten Nachfolgern. Von Klimawandel über Cybersicherheit, Erziehung bis Landwirtschaft, von “Pandemien” bis hin zu Finanzsystemen, von Energie, Insektennahrung und Gentechnik bis zu Künstlicher Intelligenz: Es gibt es kein Thema und keinen Lebensbereich, in den das WEF sich nicht “visionär” einzumischen gedenkt. Hier werden die Pläne geschmiedet, die dann von “Young Global Leaders” und ähnlichen Novizen dieser dubiosen Weltelite in Gesetzesvorlagen gegossen und ihren Parlamenten zur Abnickung vorgelegt werden. Diese “Willensbildung von oben” widerspricht jeder basisdemokratischen Mitbestimmung und dem Prinzip der Volkssouveränität fundamental.

Private Unternehmen und opportunistische Politiker wirken zusammen, um Milliarden von Menschen vorzuschreiben, wie sie zu leben, was sie zu essen, wie sie auf ihre Gesundheit achten, ob, wann und wie reisen, welche Informationen sie von wem beziehen dürfe, et cetera, et cetera. Was wie die übersteigerte Phantasie eines dystopischen fiktionalen Romanautors wirkt, ist in vielen Bereichen bereits Realität geworden: Mit immer raffinierteren Methoden werden die Menschen unter zunehmender Implementierung Social Scoring, von Sozialkreditsystemen mit Bonus-Malus-System überwacht.

“Notwendige Maßnahmen”

Der Bargeldgebrauch wird zunehmend erschwert und eingeschränkt und der Zahlungsverkehr soll perspektivisch irgendwann digitalem Zentralbankgeld weichen, um jede Transaktion verfolgen zu können und “unnötige” oder “schädliche” Ausgaben dereinst ganz unterbinden zu können; mit der aufgebauschten Corona-Grippe wurden bereits erste Schritte zu einer Gesundheitsdiktatur eingeleitet und erfolgreich Grenzen ausgetestet. Um das “Klima” zu retten (dessen Bedrohung von einer gekauften Wissenschaft festgestellt wird, die von eben denselben Politikern finanziert wird, die dann die “notwendigen” Maßnahmen ergreifen) werden ganze Volkswirtschaften in den Ruin getrieben.

Das alles hat mit dem einstigen Gründungszweck des WEF, die Förderung der globalen Wirtschaft (!) Beziehungen und die Verbesserung von Handelsbeziehungen (man denke nur an “Wandel durch Handel”) zu stimulieren, nicht mehr das Geringste zu tun. Worum es hier geht, ist die Profilierung von selbstverstandenen Masterminds of the Universe, um die Wahnvorstellungen selbsternannter Weltverbesserer, die sämtliche Grundrechte außer Kraft setzen wollen. Sie hetzen Interessengruppen, Klassen, Rassen und Klimazonen gegeneinander auf, um die Menschheit von der Tatsache ablenken wollen, dass sie manipuliert werden. Muhms Buch zeigt in beängstigender Weise auf, dass dies keine abgehobenen Verschwörungstheorien sind, wie die Mainstream-Medien glauben machen wollen – sondern längst bittere Realität.

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