Max Mustermann ist tot (Bild: shutterstock.com/Andre Bonn)

Berlin: Max Mustermann goes „trans“

In Berlin geht man die wirklich wichtigen Dinge gnadenlos an: Um sogenannte Trans-Mitarbeiter nicht zu stigmatisieren und zu diskriminieren wird es im links-grünen Irrenhaus Berlin demnächst Max Mustermann nicht mehr geben. Im Behördenbetrieb weicht Max der „geschlechtsneutralen“ Manu Musterperson.

In Zeiten, als es skandalöser Weise nur zwei Geschlechter gab, stand Erika Mustermann und ihr männliches Gegenstück, Max Mustermann, als Platzhalternamen für eine beliebige (reale) Frau und einen beliebigen (realen) Mann. Sie wurden seit 1978 in Mustern, Vorlagen und Ausfüllhilfen, Formularen, Hinweisen und Datenbanken verwendet.

Mit dieser widerwärtigen Diskriminierung und Stigmatisierung von Transpersonen ist nun endlich Schluss! Wie man den links-grünen Berliner Senat kennt, geht dieser sie wirklich wichtigen Probleme dieser Zeit erbarmungslos an. So „empfiehlt“ er – vorerst ist es noch eine „Empfehlung“ –  in einem Rundschreiben, die Neuregelung zu „Personalpronomen und Anrede in Signaturen“. Denn: Die „existierenden Sprachregelungen“ berücksichtigten nicht die „Realität insbesondere intergeschlechtlicher und nicht-binärer Personen“. Transgeschlechtliche Menschen erlebten häufig, dass nicht die richtige Anrede für sie verwendet würde. Auf sage und schreibe drei Seiten werden die Behördenmitarbeiter dazu angehalten, ihrem Gegenüber in Mail-Verkehr ab sofort immer ihre „bevorzugten Pronomen“ und ihre Anrede aufzudrängen und ihnen diese mitzuteilen. Schließlich könne man nicht immer anhand des Vornamens auf das Geschlecht einer Person schließen. Die „Empfehlung“: „Die Anrede sollte sich nach der Selbstauskunft der Person richten und nicht danach, wie andere ihr Geschlecht wahrnehmen oder ihren Vornamen deuten.“

Für die Prävention, die Gleichbehandlung und Antidiskriminierung muss deshalb auch Max Mustermann das zeitliche segnen – und seine Frau Erika gleich mit. Ab sofort heißt es: „Manu Musterperson“, „er/ihm, Anrede: Herr Musterperson“, „sie/ihr, Anrede: Sehr geehrte Frau Musterperson“ oder „kein Pronomen, Anrede: Guten Tag Manu Musterperson“. Aber keine Sorge, auch „Neopronomen“ dürfen gewählt werden – fiktive Pronomen, die nach Außerirdischen klingen. Um auch bei jenen nicht in die Diskriminierungsfalle zu tappen, die sich namentlich bislang einem Geschlecht zuordnen lassen, muss zukünftig auch Paul oder Petra in jedem E-Mail offenbaren und mitteilen, welchem Geschlecht er/sie/es sich gerade zuordnet.

Das nach allen Seiten offene Berliner Paralleluniversum eröffnet hierbei zugleich die Möglichkeit, dass neben den geläufigen Pronomen auch „Neopronomen“ erlaubt seien. Diese sollten helfen, die binären Einschränkungen („er“ oder „sie“) zu umgehen. Um nicht durcheinanderzukommen, hat die Verwaltung nun Max Mustermann gecancelt. In angefügten Beispielen, wie zukünftig „Personen“ in der neuen, genderfluiden Welt anzusprechen sind, heißt es nun:  gleich einige Beispiele angehängt: sie/ihr, Anrede: Sehr geehrte Frau Musterperson; er/ihm, Anrede: Sehr geehrter Herr Musterperson; kein Pronomen, Anrede: Guten Tag Manu Musterperson. (SB)

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