Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
Nicole Höchst (MdB) vom AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz

Höchst brisant: Nachhaltigkeitshölle, Klimaangst und -verdammnis

Die Abgründe der „Alternativlosigkeit“ und der schier unaufhaltsame Vormarsch der globalen Bevormundungseliten / von Nicole Höchst

Ich gehöre zu einer Generation, die nie Mangel leiden musste. Deren Sparguthaben noch Zinsen brachten. „Spare in der Zeit, dann hast du ihn der Not“, war ein von den Altvorderen vererbter Grundsatz, der damals noch Gültigkeit hatte. Die Generationen zuvor haben Krieg, Leid, Hunger und Kälte ertragen, damit es uns einmal besser gehen sollte als ihnen – und das tat es. Wir hatten die Gewissheit, dass unsere Lebensplanung in Zeiten der allgemeinen Sicherheit und des allgemeinen Wohlstands Bestand bis auf in seltenen Fällen haben würde.

Ich hätte bis vor 20 Jahren nie gedacht, dass ich einmal an der Frontlinie zur Verteidigung von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat stehen würde. Damit sind wir schon beim „Casus knaxus“. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht – aber ich bin quasi pausenlos und in allen Lebenslagen dabei, den von den vorangegangenen Generationen hart erarbeiteten Wohlstand und die Gewissheiten des Lebens, die uns über die Zeiten überdauern ließen und zu denen für mich eben Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat unabdingbar gehören, für meine Kinder und nächsten Generationen zu erhalten.

Sterbende Gewissheiten

Dabei sterben diese Gewissheiten in noch rasanterem Maße, wie der Wohlstand zugleich schwindet. „Haltung” diktiert heute das Handeln der meisten. Dass sich hierbei vor allem lebensunerfahrene und beruflich Unvollendete hervortun, spricht noch einmal für den aufkeimenden Totalitarismus, in dem diese Haltung, man könnte sie auch Gesinnung nennen, mehr zählt als Menschenrechte, Grundgesetz, Freiheit, Rechtsstaat und Vernunft. Wolfgang Schäuble sagte einmal wörtlich: „Die Not wird die Menschen zwingen, sich zu beugen.“

Die Welt soll derzeit nach den Vorstellungen des WEF und deren Protagonisten umgestalten werden zu einem feuchten Traum für die reichen Herrschenden Ideengeber und einem Alptraum für die „normale Bevölkerung“, die darin arm, aber glücklich sein wird: „Dir wird nichts gehören und du wirst glücklich sein“ ist ein verhängnisvolles Zitat des WEF-Nestors Klaus Schwab.

Des Wohlstands überdrüssig

Solchen Ideen sind in Deutschland besonders, vermutlich aber welt- oder zumindest „wertewesten”-weit junge Menschen anhängig, die ihren familiären Wohlstand als Überdruss empfinden, zumal ja der Satz nach wie vor Gültigkeit hat: „Eigentum verpflichtet“. Da will man doch seitens der Neubauers und der Thunbergs usw. nichts wissen. Dafür wird dem Ottonormalverbraucher diese Belastung mit Eigentum ja gerade mehr als spürbar gemacht wird. Wer also darauf wartet, ein Eigenheim zu erben, der sei gleich aufgeklärt: Die EU hat Richtlinien erlassen, die bestimmte Häuser ab 2035 für „nicht mehr bewohnbar“ erklärt und so Familieneigentum enteignet.

Der Eigentümerverband Haus & Grund übt scharfe Kritik an der geplanten Richtlinie, für Millionen Gebäude in Europa bedeute sie das Aus. In Deutschland sind es nach Schätzung des Verbands etwa drei Millionen Häuser, die in zwei Stufen ab 2030 und 2033 nicht mehr genutzt werden dürften. ‚Für viele Gebäude der Energieklassen F und G wird eine Sanierung keine Option sein‘, sagt Haus-&-Grund-Präsident Kai Warnecke. ‚Für viele private Eigentümer beendet die EU damit den Traum von den eigenen vier Wänden.“ Den etwas älteren, aber gleichwohl sehr aktuellen „Spiegel“-Artikel dazu gibt es hier.

Ein Schrecken folgt dem nächsten

Menschen überall auf der Welt wurden durch geschürte Corona-Angst in ein mentales Stadium hineingequält, infolgedessen sie mehrheitlich bereit waren, ihre Freiheit und ihre Selbstbestimmung zugunsten der staatlichen Sicherstellung ihrer „Lebensrettung“, im Sinne einer absurden vermeintlichen Quasi-Unsterblichkeit, aufzugeben. Die Anmaßung zu entscheiden, welche Lebensrisiken der Einzelne im Sinne künftig nicht mehr eingehen darf, ist bereits totalitär. Und diese Gesetze, die im Namen dieses „hehren Ziels“ Grundrechte einschränken, sind immer noch in Kraft, während der Schrecken der Pandemie sich so langsam zu einem Schrecken vor den Impffolgen wandelt.

Impfen und alle Maßnahmen, die im Rahmen und rund um das Infektionsschutzgesetz verordnet wurden, waren „alternativlos“. Andersdenkende wurden medial als „Schwurbler, Querdenker, Staats- und Demokratiefeinde“, schlimmstenfalls gleich „Antisemiten“ gekeult.

Haltungsgetriebene scheinbare Sachzwänge

Die von Angela Merkel (CDU) losgetretene Mode der „Alternativlosigkeit” politischen Handelns und die massenpsychologische Indoktrination der Bürger unter anderem durch den ach so unabhängigen Staatsfunk, bei gleichzeitigem Stigmatisieren und Unterdrücken des politischen Gegners, ist an sich schon ein Kennzeichen fürs Erreichen der Vorstufe totalitärer Staaten.

Weitere Beispiel für haltungsgetriebene „Alternativlosigkeiten” gefällig? Nehmen wir doch den Asien-Öltrick. Der geht so: Ölhändler Asiens kaufen weiterhin russisches Öl und machen es mit einem Trick für die EU kaufbar. Natürlich verdienen sich diese Zwischenhändler dumm und dämlich und lachen über Haltungsdeutschland. Die wichtigsten Hintergründe und Informationen zum Öltrick in Asien sind alle bekannt, doch die Politik will sie nicht wahrhaben.

Systematische „Verarsche“

Sollten die Bürger Deutschlands sich irgendwann so verarscht fühlen, wie sie es werden: Werden sie dann endlich aufbegehren? Würde ein Umdenken einsetzen, wenn sie mit entsprechendem medialen Druck diese wahren Zusammenhänge immer und immer wieder serviert bekämen? Das werden wir wohl nie erfahren, denn die Propaganda der Ahnungslosen und Gutgläubigen einerseits und Vorsatzlügner andererseits verhindert die objektive Erkenntnis.

Wichtig für die mehrheitlich grün besetzten Pressestuben ist, dass die entsprechende „Haltung” bewiesen wird, dass man sich hypermoralisch über Russland erheben kann. Zu beschäftigt ist man medienseitig stattdessen damit, den Deutschen beispielsweise Namibia als die große deutsche Energiehoffnung zu verkaufen. Und ARD und ZDF, die zwangsfinanzierten Regierungsverlautbarungssender, sind ganz vorne bei der Gehirnwäsche mit dabei, siehe hier und hier: Ganz toll, die ehemalige Kolonie Deutsch-Südwest rettet jetzt also Deutschland – denn Wind und Sonne gibt es in Namibia satt. Das kann schon mal euphorischeren. Daraus soll grüner Wasserstoff werden. Was benötigt man dafür? Energie! Ja, es braucht Energie, um Wasserstoff herzustellen und ihn zu verflüssigen. Und dann ist er ja auch noch lange nicht in Deutschland gelandet.

Grüne Wasserstofflügen

Weil Namibia nicht gerade um die Ecke ist und wir als Deutschland nun auch schon Erfahrungen mit Pipelines gemacht haben, die einfach von jedermann zerstört werden können (übrigens ohne, dass dies die deutsche Regierung oder die deutsche Stockholm-Syndrom-Gesellschaft irgendwie kratzt), werden wohl wieder die „umweltfreundlichen“ Riesentanker dafür herhalten müssen (Sie wissen schon).  Heißt: Die Dreckschleudern der Meere übernehmen das dann. Die Frage, ob der dort schmutzig gewonnene flüssige und dann mit Umweltverpestern über die Ozeane transportierte Wasserstoff noch in irgendeiner Weise als „grün“ bezeichnet werden kann, erübrigt sich für normal denkende Menschen, die diese einfachsten Zusammenhänge noch zu verstehen in der Lage (und bereit) sind.

Ja, meine Damen und Herren Leser: Wir werden nach Strich und Faden verarscht, sprichwörtlich angeschmiert – und zwar grün. Doch zu einer weiteren „Alternativlosigkeit”: Der neue digitale Stromzähler („Smart Meter”) ist ab 2032 Pflicht. Mit seiner Hilfe kann perspektivisch die Stromzufuhr zu jeder Wohneinheit zukünftig staatlich gesteuert werden, um Knappheit zu vermeiden und regelnd oder im Rahmen eines chinesischen Verhaltenspunktesystems maßregelnd in den privaten oder öffentlichen Bereich eingreifen; ganz abgesehen davon, dass computergesteuerte Systeme immer auch gehackt werden können (wie in diesem zwar schon etwas älteren, aber analytisch treffenden Artikel auf den Punkt gebracht wird).

Den Pöbel auf Linie bringen

Wirklich eine schöne neue Welt, oder? Die weiteren Weichen zu dieser Transformation von Wirtschaft, Gesellschaft und Staat werden derzeit gerade wieder in Davos beim WEF besprochen, wo sich auch die selbsternannte deutsche Elite – bestehend aus zahlreichen deutschen Politikern, Strippenziehern, NGO-Aktivisten, Großverdienern und Medienmachern – tummeln. Eines der dort priorisierten Ziele ist es, zukünftige Generationen der „normalen” Bevölkerung, vulgär: der Arbeits-und Fachkräfte und Arbeitsdrohnen, haltungsmäßig voll auf Linie zu bringen, um sie fortan von der künstlichen Intelligenz allumfassend zu kontrollieren und maximaler Fremdbestimmung zu unterwerfen.

Der gemeine Pöbel soll und mit seinem bisschen Leben so beschäftigt sein, dass ihm weder Zeit, Energie, Ressourcen noch zugängliches Wissen über die wahren Zusammenhänge der Welt bleiben, um selbst noch steuernd in die Politik der Herrschenden eingreifen zu können – oder idealerweise überhaupt noch den Wunsch verspüren, dies zu tun. Und falls doch noch irgendwer renitent ausschert und den politischen, gedanklichen und sprachlichen Korridor verlässt, wird ihm einfach Hilfe des Sozialpunktesystems alles abgedreht.

Die 15-Minuten-„Knaststadt” der Zukunft

Die Schlinge zieht sich zu für die Bürger, deren Bewegungsradius peu à peu eingeschränkt wird – durch zunehmende Demobilisierung, Reiseverbote und Verteuerung der Spritpreise bis hin zum Wegfall der Individualmobilität. Davon losgelöst, findet der wirtschaftliche und gesellschaftliche Umbau ganzer Städte und Regionen statt. „Faktenchecker” behaupten unisono, es handele sich dabei natürlich um keine Maßnahmen, die dem Bürger dem Klimaschutzdiktat unterwerfen, sondern eine hochsinnvolle Hilfe zur Selbstbeschränkung im Dienste der der „guten Sache“.

Und natürlich spielt es auch überhaupt keine Rolle, dass die meisten Städte und Kommunen für sich „den Klimanotstand“ erklärt haben – nicht wahr, liebe Faktenchecker? In diesen Städten können heute schon, sofern sie es wollen (wie etwa Mönchengladbach, aber auch Hamburg), „15-Minuten-Radius”-Sektoren definiert werden, innerhalb derer dann fußläufig alles Lebensnotwendige erreichbar ist – ideal für künftige Klimanlockdowns, wie sie im Rahmen der bereit beschlossenen „Notstands”-Gesetzgebung per Verordnung nach Belieben etabliert werden können – ganz nach dem Vorbild der administrativen Maßnahmen während der weltweit ausgerufenen Corona-„Pandemie”, die etwa das Spazierengehen oder Lesen auf Parkbänken verboten. Siehe hierzu auch hier.

Angst als erprobte Methode

Man sollte nicht eines vergessen: Dass aus einem „Ich kann alles in 15 Minuten ohne Auto erledigen“ ganz schnell ein „Ich darf nur noch innerhalb meines Sektors alles erledigen“ werden kann, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Und dass sich Menschen im Zuge einer Angstpsychose wie während der Corona-Jahre abermals das Eingepferchtsein in Sektoren gefallen lassen, steht ebenfalls außer Frage; man muss nur die angebliche Bedrohung drastisch und plastisch genug vermitteln. Für Interessensgeber und Politiker, deren Macht auf der Angst der Bürger gründet, ist die eine Angst nämlich beliebig gegen die andere austauschbar.

Und ja, auch ich habe in den letzten Jahren eines gelernt: Alles, was irgendwie in diese Richtung denkbar ist, kann und wird auch passieren. Dieser Feststellung geschuldet, wird natürlich auch kein großes Aufsehen seitens der Propagandapresse darum gemacht: Die Desinformatoren und Gegen-Propagandisten (die erwähnten „Faktenchecker” und andere) werden losgeschickt – das soll reichen, um diese dem Plan hinderlichen Gedanken aus den Köpfen der „normalen Bevölkerung“ an der Gehirnwäscheleine zu verbannen.

Selbst Insektenfressen ist jetzt Normalität

Iim Rahmen der Klimaangst darf sich der „Normalbürger“ auch noch ganz andere Dinge „alternativlos” gefallen lassen, die ihm auf dem Ticket der „Nachhaltigkeit“ verkauft werden: Dazu gehört neuerdings auch die Zulässigkeit von Insektenmehl im Essen, sogar undeklariert. Am 4. Januar 2023 hat die Europäische Union – von den Mainstream Medien völlig unbeachtet – im EU-Amtsblatt die neue Verordnung zur Beimischung von “leicht züchtbaren Getier“ bekanntgegeben.

Fürwahr: In der Not lassen sich viele Menschen vieles gefallen. Aber ob sich auch alle alles gefallen lassen? Ob der verächtliche, intolerante und zunehmend repressive Umgang des Staates und der Eliten mit den weiterhin vom Freiheits-, Grundgesetz- , Rechtsstaats- und Menschenrechtsgedanken beseelten, geistig unabhängigen Menschen ewig weiter funktioniert, wird sich erweisen.

Am Scheideweg

Entweder setzen sich entweder wieder Toleranz und Akzeptanz anderer Meinungen und Ideen durch – oder das Kaltstellen und Drangsalieren Andersdenkender in allen gesellschaftlichen Bereichen (einschließlich der derzeit einzigen echten Oppositionspartei sowie der Freien Medien, die diese Machenschaften immer schonungslos an die Öffentlichkeit zerren und die roten Punkte sehr zum Ärgernis der herrschenden Davos-Kaste miteinander verbinden) erreicht den Punkt, an dem von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht mehr die Rede sein kann.

Was folgt dann nach der Stufe der virtuellen, gesellschaftlichen und medialen Vernichtung? Gefängnis? Umerziehungslager? Man mag es sich (noch) nicht ausdenken.

 

 

 

 

 

 

 

Zur Person:

Nicole Höchst, Jahrgang 1970, ist AfD-Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz. Sie trat 2015 in die AfD ein und ist seit 2017 Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis 201 (Bad Kreuznach/Birkenfeld). Dort ist sie unter anderem als ordentliches Mitglied und Obfrau des Bildungsausschusses und als Sprecherin der AfD-Fraktion für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung tätig. Ferner ist sie stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Familie, Senioren und Jugend sowie für Digitales. Höchst ist desweiteren Delegierte des Deutschen Bundestages in den Europarat für die AfD-Fraktion und stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Bis 2012 unterrichtete sie als Studienrätin am Staatlichen Speyer-Kolleg, anschließend war sie bis Oktober 2017 Referentin am Pädagogischen Landesinstitut (vormals IFB). Höchst war 2015 Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission und ist stellvertretende Vorsitzende des AfD-Kreisverbands Speyer. Sie ist katholisch, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Speyer, wo sie auch Stadträtin ist.

Auf jouwatch veröffentlicht Nicole Höchst alle 14 Tage die kritische Kolumne „Höchst brisant“ zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Der erste Jahrgang dieser Kolumnen ist auch in Buchform erschienen. Unter demselben Titel veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge auf ihrem YouTube-Kanal.

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