Abgeräumt und lorbeerbekränzt, jetzt hat Deutschland ausgedient: Biontech-Chef Sahin mit Gattin (bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes) (Foto:Imago/Political-Moments)

Nachdem in Deutschland die Milliarden abgesahnt sind: Krisengewinnler Biontech verlagert sich nach Großbritannien

Deutschland hat für den Mainzer Startup-Milliardär Ugur Sahin, den Gründungschef von Biontech und – als Entwickler des weltweit meistverimpften mRNA-Impfstoffs Comirnaty – der wissenschaftlich-unternehmerische Hauptverantwortlichen des mutmaßlich größten Gesundheitsskandals aller Zeiten, offenbar seine Schuldigkeit getan: Selbst dieser finanziell fraglos mit weitem Abstand größte Profiteur der „Pandemie“ auf deutschem Boden kehrt Deutschland nun teilweise den Rücken – und baut sein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Großbritannien auf.

Dabei geht es nicht mehr um Corona: Während sich die Welt mit den Folgen seiner „grandiosen Erfindung“ herumplagen muss, jener mRNA-Suppe, die nun im besten Falle sinn- und wirkungslos, im schlimmsten Falle lebensbedrohend in den Blutbahnen von Milliarden Erdenbürgern herumschwappt, richtet sich das Auge Mordors nämlich schon auf neue Anwendungs- und Absatzmärkte der genbasierten Experimentaltechnologie – konkret: die Krebstherapie. Die will Sahin in England entwickeln, nicht mehr in Deutschland, das für ihn wohl als „Innovationsstandort“ ausgedient hat. Zwar bleibt das Unternehmen in Deutschland, doch seine ertragsträchtigen künftigen Aktivitäten – in Forschung und Produktion – verlagert es ins Ausland.

Beispiellose Staatsunterstützung

Was bei anderen Unternehmen (die sich dem erst anrollenden Exitus und Brain-Drain von Know-How, Entrepreneurship, Kapital und Arbeitsplätzen anschließen, und einem von fachfremden linksgrünen Ideologen und Zivilversagern kaputtregierten Staat den Rücken kehren) nur folgerichtig und absolut nachvollziehbar ist – man denke konkret nur an Bayer und Linde, aber auch BASF und andere Beispiele alleine nur der chemisch-pharmakologischen Industrie, macht im Falle von Biontech gleichwohl sprachlos: Denn der Biontech-CEO Sahin verdankt speziell diesem Irrenhaus Deutschland mehr als jeder andere deutsche Unternehmer der bundesdeutschen Geschichte.

Von Beginn an war sein Erfolg Folge eines beispiellosen staatlichen Inkubatorenmodells, das sich dank Corona zur monströsen Pharma-Gelddruckmaschine: Zuerst flossen reichlich öffentliche Forschungsgelder; dann wurden von lobbyistischen Politikern alle rechtlichen und fachlichen Einwände und Hürden gegen eine risikobehaftete Blitzzulassung weggebügelt; dann wurden – gemeinsam mit dem Vertriebspartner Pfizer – im stillen Kämmerlein dubiose Verträge über völlig überdimensionierte und wohl auch maßlos überteuerte Impfstofflieferungen abgeschlossen, sowohl mit der Bundesregierung als auch der Brüsseler Kommission, die am Ende beide ganz oder größtenteils vom deutschen Steuerzahler erfüllt werden (von unzähligen weiteren Regierungen ganz zu schweigen, die Angela Merkel als engagierte Handelsvertreterin vermittelte!). Parallel erfolgte eine nie gesehene Heiligsprechung und Verklärung des Ehepaars Sahins zu „Lebensrettern”, gekrönt von Merkels Lobgesängen auf das angebliche Beispiel „gelungener Integration türkischer Zuwandererinklusive Bundesverdienstkreuz mit Stern. Mehr geht nicht.

Besten Dank auch, Spahn & Lauterbach!

Schon aus basalen Gründen des Anstands oder der Dankbarkeit wäre es das Mindeste gewesen, dass Sahin diesem Staat nun auch bei künftigen neuen Forschungsprojekten die Standorttreue hält. Dass er dies bei der nächsten hochlukrativen Forschungssparte – der wiederum genbasierten Krebstherapie, die abermals sagenhafte Milliardenzuflüsse aus öffentlichen Gesundheitskassen verheißt – eben nicht tut, sondern dafür nach Großbritannien (und damit in ein Nicht-EU-Staat) abwandert, verrät charakterlich mindestens ebenso viel über Sahin selbst, wie es vom Dilettantismus jener politischen Trottel zeugt, die das „Zuscheißen” von Biontech mit Steuermilliarden nicht einmal an entsprechende Investitionsverpflichtungen für künftige Projekte knüpften. Besten Dank nochmals, Spahn & Lauterbach!

Statt ob dieser Kaltschnäuzigkeit wenigstens diplomatisch zu schweigen, tritt Sahin sogar noch nach – und findet lobende Worte für Großbritannien hinsichtlich all dessen, was in Deutschland und der EU eben nicht (mehr) anzutreffen ist. „Wir haben gesehen, dass die Entwicklung von Arzneimitteln beschleunigt werden kann – ohne dabei Abkürzungen zu nehmen -, wenn alle nahtlos zusammen auf das gleiche Ziel hinarbeiten”, feiert er die britischen Behörden und das dortige Zusammenspiel mit Forschungseinrichtungen und dem „privaten Sektor”. In Deutschland sah er diese Vorzüge nicht (mehr): Es habe „keine Gespräche“ bezüglich einer Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gebenen, erklärte Biontech lakonisch. Zum Abschied gibt’s also noch einen Tritt in die Eier. Anscheinend pickt sich Sahin immer gerade die Rosinen heraus, die ihm passen: Solange die deutsche Melkkuh Milch gab, ließ er nichts auf sie kommen. Jetzt zieht die Karawane eben weiter. „Der Parasit wechselt den Wirt“, würden bösartige Stimmen unken… (DM)

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