Vom ZDF interviewte "Anwohnerin” Marie Heidenreich: In Wahrheit eine Grüne (Screenshot:Youtube)

“Autofreie Friedrichstraße”: ZDF präsentiert Grünen-Politikerin als vermeintlich zufällige Passantin

Kurz vor der Wiederholungswahl in Berlin an diesem Sonntag hat der ÖRR wieder einmal auf dreiste Art seine Parteinahme für die Grünen demonstriert: Eine Reporterin der Sendung „Drehschreibe“ begab sich am Dienstag in die Friedrichstraße, wo die grüne Verkehrssenatorin Bettina Jarasch ein autofreies Paradies errichten will, um sich ein „neutrales“ Bild zu machen. „Kaum sind wir da, treffen wir auf große Zustimmung zum Fußgänger-Straßen-Konzept“, jubilierten die ZDF-Reporter sogleich im üblichen kritiklos-infantilen Duktus – und lieferten die passenden Bilder: Scheinbar spontan kam eine vermeintliche “Passantin” namens Marie Heidenreich auf dem Fahrrad des Wegs, die laut Bericht, „um die Ecke“ arbeitet und voll des Lobes über die erneut autofreie Friedrichstraße war.

Was die Staatsfunker zu erwähnen vergaßen: In Wahrheit handelte es sich bei Heidenreich um eine Grünen-Politikerin, die als “Journalistin für Klima-, Meeres- und Polarforschung” in Rostock tätig und – soviel zum Thema “kritische Distanz” der schreibenden Zunft –  obendrein Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Energie und Klima der Grünen ist, für die sie 2021 auch noch für den Landtag in Mecklenburg-Vorpommern kandidierte. Zudem ist Heidenreich auch noch Mitglied der Auswahlkommission der grünen Heinrich-Böll-Stiftung. Grüner geht’s es also wahrlich nicht mehr.

Grüner geht’s nicht

Welch ein wundersamer “Zufall” also, dass ausgerechnet diese Anwohnerin dem ZDF vor die Kamera radelte – und gegenüber den ergebenen Wiedergängern der “Aktuellen Kamera” durfte Heidenreich sodann auch gleich darüber schwärmen, wie herrlich doch so eine autofreie Straße sei: „Es ist einfach wahnsinnig ruhig hier, es ist total schön ohne Autolärm“, sagt sie. Endlich könne sie sich hier jetzt mit ihren Kollegen treffen. „Es tut gut, hier so zentral eine Oase zum Aufatmen zu haben“, jauchzte sie ergriffen, um dann (ein Fehler der Regie?) mit einem bereitstehenden E-Scooter von dannen zu ziehen.

Dass eine Mehrheit der Berliner die autofreie Friedrichstraße ablehnt und fast nur Grünen-Anhänger sie befürworten, kam in der “Scripted Reality” des Staatsfernsehens natürlich nicht vor. Überhaupt haben ARD und ZDF ein äußerst auffälliges Glück dabei, immer just Politikern der Grünen über den Weg zu laufen oder solche als „unabhängige“ Experten zu interviewen, die zugeschaltet werden oder „zufällig“ im Publikum irgendwelcher Sendungen sitzen, wo es ihnen dann mit bemerkenswerter Treffsicherheit gelingt, zu Wort zu kommen: Es gibt inzwischen eine lange Liste solcher Fälle. Vor allem zeigt sich dabei die immer unverschämtere Missachtung des Programmauftrags der Sender, die alles tun, um ihrem Publikum ihre links-grüne Agenda unterzujubeln. (DM)

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