Foto: Vitali Klitschko (über dts Nachrichtenagentur)

Ist das fair? Klitschko will einen 20 Jahre älteren kranken Putin zusammenschlagen

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Für einen ausgebildeten und erfahrenden Boxer sind die Fäuste todbringende Waffen, das hätte der Schläger aus Kiew wissen müssen, bevor er diesen Vorschlag gemacht hat:

Der Kiewer Bürgermeister und ehemalige Box-Weltmeister Vitali Klitschko würde den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der bekanntlich 20 Jahre älter und krank ist,  gerne in einem Boxkampf stellen. “Natürlich würde ich Putin gerne k. o. schlagen, aber das ist doch nur Fantasie”, sagte Klitschko der “Bild am Sonntag”. “Putin erlebt seinen persönlichen K. o. derzeit an der Front, wo unsere Soldaten heldenhaft kämpfen und einer der vermeintlich stärksten Armeen der Welt immer wieder schwere Niederlagen verpassen.”

Seit Kriegsbeginn sei er zwar nicht mehr zum Boxen gekommen, so Klitschko weiter. “Aber mein Bruder hat mich gezwungen, meinen Körper zu belasten, Liegestütze zu machen, auch zu Kriegsbeginn. Es war wichtig, fit zu bleiben.”

Obwohl sein Name immer wieder auf russischen Todeslisten auftaucht, hat Klitschko noch kein Testament geschrieben. “Ich bin sicher, dass ich dafür noch sehr viel Zeit habe.”

Vielleicht hat das auch was, wenn sich die Kriegsmacher in einem Duell bekämpfen und so vielen tausend Soldaten das Leben retten. Aber dann bitte auf Augenhöhe und nicht so unfair. Vielleicht reichen ja auch K.O.-Tropfen.

Aber auch die Deutschen werden dank der medialen Gehirnwäsche immer kriegsgeiler – wenn man diesen komischen Umfragen Glauben schenken würde:

Jeder zweite Deutsche ist der Ansicht, dass die Bundesregierung nicht genug dazu beiträgt, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die “Bild am Sonntag” hervor. Demnach sind 49 Prozent der Ansicht, dass die Regierung zu wenig tut, um den Angriff zu stoppen, 35 Prozent halten das Engagement für ausreichend (weiß nicht: 16 Prozent).

Als das Institut dieselbe Frage Anfang März 2022 stellte, waren 42 Prozent der Meinung, dass Deutschland zu wenig tue. Rückläufig ist die Angst vor einer Eskalation des Krieges. Fürchteten im April 2022 noch 73 Prozent, dass er sich zu einem dritten Weltkrieg ausweiten könnte, haben diese Angst heute noch 57 Prozent.

Nur noch 17 Prozent glauben, dass Russland den Krieg gewinnen wird (Ukraine: 20 Prozent). Im April glaubten das noch 23 Prozent (Ukraine: 18 Prozent). Die meisten erwarten, es werde keinen Gewinner geben (48 Prozent, +4).

42 Prozent der Deutschen sind laut Insa-Umfrage für “Bild am Sonntag” der Meinung, dass sich der Krieg durch Verhandlungen beenden ließe, 40 Prozent glauben das nicht. Für die “Bild am Sonntag” hat das Meinungsforschungsinstitut Insa 1.004 Personen am 17. Februar 2023 befragt. Fragen: “Tut die Bundesregierung Ihrer Meinung nach genug, um den aktuellen Angriff Russlands auf die Ukraine zu stoppen?” ja: 35 Prozent (- 2) nein: 49 Prozent (+ 7) weiß nicht / keine Angabe: 16 Prozent (- 5) (in Klammern jeweils Veränderung zur letzten Erhebung am 04.03.2022); “Haben Sie aktuell Angst, dass sich der Krieg in der Ukraine zu einem dritten Weltkrieg ausweiten könnte?” ja: 57 Prozent (- 16) nein: 36 Prozent (+ 15) weiß nicht / keine Angabe: 7 Prozent (+/- 0) (in Klammern jeweils Veränderung zur letzten Erhebung am 29.04.2022); “Was glauben Sie, wer den Krieg in der Ukraine gewinnen wird?” Russland: 17 Prozent (- 6) Ukraine: 20 Prozent (+ 2) keiner von beiden: 48 Prozent (+ 4) weiß nicht / keine Angabe: 16 Prozent (+ 1) (in Klammern jeweils Veränderung zur letzten Erhebung am 29.04.2022); “Glauben Sie, dass es eine diplomatische Lösung im Russland-Ukraine-Krieg geben kann?” ja: 42 Prozent (+ 5) nein: 40 Prozent (- 6) weiß nicht / keine Angabe: 18 Prozent (+/-0) (in Klammern jeweils Veränderung zur letzten Erhebung am 29.04.2022).

Ziemlich widersprüchlich, diese Umfrage. Auf der einen Seite hat eine Mehrheit Angst vor einem dritten Weltkrieg, auf der anderen Seite will die Mehrheit, dass Deutschland zu wenig tut, um eben diesen dritten Weltkrieg zu riskieren.

Offensichtlich können die Deutschen also nicht mal mehr Umfragen. (Mit Material von dts)