Vince Ebert mit seinem hellsichtigen Buch (Foto:Imago)

Fachkräfte-Exodus aus Deutschland: Vince Ebert bringt es auf den Punkt

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Wer sich wundert, warum Vince Ebert bei “Wissen vor Acht” in der ARD immer seltener zu Wort kam und stattdessen sein ursprünglicher Mentor Eckhard von Hirschhausen (Sie erinnern sich, die Systemtröte, die von Klima-Alarmismus bis Impfsegen jedes Narrativ wunschgemäß vorbetet und mit pseudowissenschaftlicher Expertise versieht) dort zu sehen ist, der muss sich nur sein exzellentes Buch “Lichtblick statt Blackout” zu Gemüte führen, Was Ebert darin zu den Folgen der linksglobalistischen Transformation und der Selbstruinierung Deutschlands schreibt (auch wenn er diese Begriffe natürlich nicht verwendet), ist mehr als denkwürdig. Vor allem die Entwicklung, dass immer mehr fähige – einheimische! – Spitzenkräfte Deutschland verlassen, während zugleich nach Fachkräften geplärrt wird (die sich unter den Millionen ins Land Geholten so gut wie nie befinden), thematisiert er eindrucksvoll. Die nachfolgende Passage ist zu wichtig und richtig, um sie hier nicht den jouwatch-Lesern nochmals zu kredenzen (Auszug aus Eberts genanntem Buch):

“Die meisten vorwissenschaftlichen Kulturen dachten, Gott lenkt die Geschicke der Welt und wir alle sind nur sein Spielball. Die modernen Wissenschaften räumten mit dieser Vorstellung auf. Sie behaupteten: Durch den Erwerb von Wissen ist eine Verbesserung möglich. Zum ersten Mal in der Geschichte glaubten die Menschen, dass sie selbst die Welt gestalten können. Die Idee des Fortschritts wurde geboren.

Zukunft ist nicht das, was uns zustößt, sondern das, was wir aktiv gestalten. Diese Fähigkeit kommt uns derzeit mehr und mehr abhanden.

Und zwar buchstäblich. Inzwischen verlassen pro Jahr 180000 Deutsche dieses Land. Wissenschaftler, Ingenieure, Facharbeiter. Sie alle gehen, weil sie anderswo auf der Welt größere Chancen sehen, ihre Fachkompetenzen einzubringen.

Das ist dramatisch. Was nützt es, in Ethikräten, Symposien und intellektuellen Zirkeln über Strategien für eine moderne, lebenswerte Zukunft zu diskutieren, wenn es in diesem Land immer weniger Menschen gibt, die überhaupt imstande sind, die dafür nötigen Technologien, Ideen und Innovationen zu entwickeln?

Schon alleine aus diesem Grund brauchen wir ein neues Denken in diesem Land. Viele unserer idealistischen Vorstellungen über die Welt, über den globalen Klimaschutz und über unsere Energieversorgung sind nun mal nicht mit Ökonomischen und naturwissenschaftlichen Gesetzen vereinbar. Wenn wir also auch in Zukunft gut leben wollen, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als unseren Wunsch, die Welt zu retten mit der physikalischen Realität in Einklang zu bringen.

Vieles, was derzeit auf diesem Planeten passiert, läuft falsch.

Aber wir lösen diese Probleme nicht, indem wir angstvoll in die Zukunft blicken und ständig nur von Reduzierung, von Verzicht oder gar von einem Zurück zur Natur träumen. Weil „Zurück zur Natur” eben auch Hungersnöte, Beulenpest und Hämorrhoiden bedeutet. Wenn uns überhaupt irgendetwas retten kann, dann ist es das Vertrauen in ökonomischen, wissenschaftlichen und technischen Fortschritt.”