Neuer Atomreaktor von Mitsubishi soll 2035 ans Netz gehen. Reaktor in Planung, der besondere Sicherheitsmerkmale mitbringen soll - Bild: HirorinmasaCC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Elf EU-Staaten wollen Kernkraft-Kooperation ausbauen

Elf Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) haben sich am Dienstag auf eine „verstärkte Kooperation“ in der Atomenergie mit dem Ziel verständigt, Europa von fossilen Energieträgern zu lösen. Bei einem Treffen der EU-Energieminister in Stockholm einigten sich Frankreich, die Niederlande, Polen, Finnland, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Slowenien und die Slowakei auf die Förderung „neuer gemeinsamer Projekte“ neben schon existierenden Atomkraftwerken und auf eine Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Sicherheit (Euractive: 01.03.23)

Ein Beitrag von Blackout-News

Gemeinsame Erklärung befürwortet Atomenergie als Beitrag zum Klimaziel und Versorgungssicherheit

„Atomenergie ist eines von vielen Werkzeugen, um unsere Klimaziele zu erreichen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Mit der Kernenergie solle Elektrizität für den Verbraucherbedarf produziert werden und auch „die Versorgungssicherheit“ hergestellt werden.

Keine Kooperation: Deutschland lehnt Atomkraft ab, Frankreich baut seine ‚Nuklear-Allianz‘ zur Erreichung der Klimaziele weiter aus

Die Frage, inwieweit Atomkraft eine Rolle bei der Transformation hin zu erneuerbaren Energien spielen soll, entzweit die EU-Staaten. Während manche Länder, vor allem Deutschland, Luxemburg, Österreich und Spanien, strikt gegen die Ausweitung der Kernkraft in Europa zur Erreichung der Klimaziele sind, formiert sich eine von der langjährigen Atommacht Frankreich angeführte „Nuklear-Allianz“ für den Ausbau. Paris will mithilfe der Atomkraft auch „grünen“ Wasserstoff für Energieprojekte in Transport und Industrie produzieren.

Luxemburgs Energieminister kritisiert Atomkraft: Ideologie über Praktikabilität

Luxemburgs Energieminister Claude Turmes hatte zur Atomkraft gesagt, den Befürwortern gehe es „mehr um Ideologie als um Praktikabilität“. Neue Atomkraftwerke hätten Bauzeiten von 15 Jahren. „Wenn wir jedoch das Rennen gegen den Klimawandel gewinnen wollen, dann müssen wir schnell sein“, sagte der Minister. Außerdem sei Atomstrom zwei bis dreimal teurer als die Stromherstellung aus Windkraft oder Sonnenenergie.

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