Lauschen sie der Hammelburger Rap-Predigt? - Foto: Imago

Kirche & Krieg: Der katholische Putinfresser von Hammelburg

Pfarrer Thomas Eschenbacher aus Hammelburg in Unterfranken ist ein Prachtexemplar derer im Glauben an die Erläßlichkeit des Bescheidwissens. Er hat eine Meinung. Die Moral hat er sowieso. Das reicht ihm schon, um sein Sendungsbewußtsein auf Rüsselgröße anschwellen zu lassen. Eschenbacher rappte im Februar eine Predigt herunter, daß es dem Herrn im Himmel die Zehennägel nach oben rollte. Schließlich ist er “Herr der Gerechte” und nicht “Herr der Selbstgerechte”. Malheur, Malheur.

von Max Erdinger

So sieht er aus, der katholische Russenfresser von Hammelburg beim Predigt-Rap.

Thomas Eschenbacher
Pfarrer Eschenbacher rappt den Hammelburgern etwas vor – Foto “Fränkischer Tag”

 

Der Predigt-Rap

 

“Alle die wir heute hier versammelt sind,

Dürfen uns verstehen als von Gott geliebtes Kind,

Übersetzt in Rappersprache, check es einfach aus,

Der im Himmel oben ist für dich vollfett gut drauf,

Doch mit unsrer Nächstenliebe ist’s nicht immer leicht,

Weil so manchem Präsidenten sein Reich noch nicht reicht,

Russland scheint dem Teufel Putin immer noch zu klein,

Also soll die Ukraine in sein Reich hinein,

Menschen müssen dafür sterben grausam ohne Ende,

Bomben fallen und schon ein Jahr gehen dort die Kämpfe,

Hoffnung bleibt, daß man mit Reden Frieden wird erschaffen,

Doch das scheint unmöglich bei dem kriegslüsternen Affen,

Liebet eure Feinde, so schreibt’s Jesus uns ins Buch,

Hört nicht auf daran zu glauben, wagt jeden Versuch,

Doch mißbraucht in Moskau ein schrecklicher Tyrann,

Patriarchen Kyrill, wanzt sich an die Kirche ran.”

 

Als Kleriker ist Thomas der Selbstgerechte nicht zu halten, und zwar genau so wenig wie seine evangelische Schwester Anette die Selbstgerechte Kurschus. Die hatte behauptet, es sei eine Christenpflicht, Waffen an den gottlosen Despoten in Kiew zu liefern.  Beide scheinen nur die biblische Geschichte von David & Goliath zu kennen, nicht aber die unbiblische Geschichte vom kleinen, aggressiven David und dem großen, gutmütigen Goliath, der vom fiesen Davidklein bis aufs Blut provoziert wurde, ehe er beschloß, dem kleinen Fiesling den Scheitel zu ziehen. Und daß der kleine, gottlose Finsterling die orthodoxen Glaubensbrüder in der Ukraine ebenfalls bis aufs Blut peinigt, Priester verhaften und aus dem Kiewer Höhlenkloster vertreiben läßt, während der große und gutmütige Goliath sie wieder freilassen und in ihre Klöster und Kirchen zurückkehren lassen wird, kommt dem unterfränkischen Pfaffus Russophobicus gar nicht erst in den Sinn. Wozu auch? Er kennt das christliche Grundschema: Die Kleinen muß man gegen die Großen in Schutz nehmen. Das reicht schon, um den Mindermoralischen mit vermeintlich gottgefälligem Gerappe die eigene moralische Höherwertigkeit reinzudrücken und die Schäfchen dazu aufzufordern, sich ihrer Mitgliedschaft in der Gemeinde der Selbstgerechten zu erfreuen.

Da scheißt ihm aber der göttliche Hund was, dem Hern Pfarrer Eschenbacher zu Hammelburg in Unterfranken. Möge ihm der Herr die bigotten Hammelbeine auf Erden noch langziehen zum Zwecke seiner Läuterung, auf daß ihm dereinst der Einzug ins Himmelreich gewährt werde. Was diesen Ukrainekrieg angeht, wimmelt es ohnehin schon bis zum irdischen Horizont vor westpropagandistisch teuflisch verhetzten Ignoranten bar jeder Realitätskenntnis. Angreifer ist, wer seinen Gegner zwingt, zu den Waffen zu greifen. Putin wäre sein Reich durchaus groß genug gewesen. Den Amerikanern das ihrige allerdings nicht. Deswegen haben sie sich nacheinander die kleinen Teufel Jazenjuk, Poroschenko und Selenskyj gekauft, auf daß die nach Herzenslust Russen im Donbass töten mögen, um so den großen und gutmütigen Goliath bis zur Weißglut zu reizen. In Schweden behauptete eine Bischöfin, wir seien alle Muslime. In Finnland wurde die Schulschwänzerin Greta Thunberg ihrer klimamasochistischen Ader wegen zur Doktorin der Theologie ehrenhalber ernannt.

Der selbstgerechte Pfaffus Russophobicus aus Hammelburg, seine evangelische Kollegin Kurschus, die Schwedenbischöfin und die evangelischen Theologen an der Universität in Helsinki können inzwischen besser ohne Gott und die zehn Gebote. Die Unfehlbarkeit des Papstes ist nicht mehr exclusiv seine. Die ganze politkorrekte Klerikerblase hält sich inzwischen für unfehlbar. Damit hält sie es automatisch für ausgeschlossen, selbst gegen auch nur eines der zehn Gebote zu verstossen mit dem Stuß, den sie absondern.

Das achte Gebot gilt auch für den rappenden Putinbasher aus Hammelburg. “Du sollst kein falsch Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten”, heißt es. Konkret: Der Teufel ist in diesem Krieg eher nicht Putin, sondern sehr viel eher Selenskyj. Das fünfte Gebot gilt auch für Anette die Selbstgerechte Kurschus: Du sollst nicht töten. Es heißt nicht, der dort soll nicht töten, sondern es heißt “Du”. Du sollst nicht töten. Daraus ergibt sich, daß du auch keine Beihilfe zum töten leistest, indem du Waffen lieferst an jemanden, der damit töten wird. Für den Rapper Eschenbacher in Hammelburg gilt außerdem: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Das heißt, daß du deinen Vater und deine Mutter nicht durch dein bigottes Gerappe entehren sollst. Wie stehen sie denn da im Angesichte des ignoranten Raps ihres Sohnes? – Eben.

Ganz abseits der zehn Gebote, Pfaffus Russophobicus: Du sollst der Jugend nicht nach dem Maul reden, denn ihrer ist die Weisheit noch nicht. Ansonsten droht die Versetzung von Hammelburg nach Villach in Kärnten. Die dortige SPÖ braucht einen bigotten Rapper. Meinereiner besucht derweil die Gottesdienste der Russisch-Orthodoxen. Dort gibt man noch etwas auf das achte Gebot.

SPOe Kaernten
SPÖ Kärnten – Screenshot Facebook

Generell gilt, Pfaffus Russophobicus: Wenn der Kleriker keine Ahnung hat von der Materie, die er zum Gegenstand seiner Predigt machen will, dann taugt auch seine Predigt nichts. “Keinen Schuß Pulver taugt sie”, würde der gottlose Selenskyj vermutlich sagen und seine Kirche zusperren. Ich rege zur inneren Einkehr und zur reumütigen Selbstreflexion an, Herr Pfarrer “Supersmart” Eschenbacher zu Hammelburg.

“Ist der Pfarrer morgens blau,

Rappt er einen Scheiß daher,

Den glaubt ihm keine Sau,

Und wenn den einer trotzdem glaubt,

Dann wurde er als Christ beraubt,

Daß Jesus wird zum Pfarrer laut,

Und ihn aus der Kirche haut.”

 “Die verlassenen Altäre sind von Dämonen bewohnt.” (Ernst Jünger) – So schaut`s aus, liebe Ochsen-, Schwein- und Haßfurter, liebe Hammel- und Aschaffenburger.

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