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“Kulturelle Aneignungs-Tanz-Gruppe” darf auftreten – mit kleinen Veränderungen

Mannheim – Darf man das jetzt als Sieg über die wirren Woken feiern, oder riecht das zu sehr nach faulem Kompromiss?

Im Streit um den Auftritt einer Senioren-Tanzgruppe auf der Bundesgartenschau in Mannheim haben Organisatoren und die Arbeiterwohlfahrt (Awo) einen Kompromiss geschlossen. Demnach sollen nun nur noch an drei Kostümen “kleinere Details” geändert werden, wie der “Mannheimer Morgen” in seiner Dienstagausgabe schreibt. Der Konflikt soll zudem in einer Diskussionsveranstaltung “konstruktiv aufgearbeitet werden”, berichtet die Zeitung.

Zudem werden die Auftritte der Tanzgruppe nun von einem Nebenschauplatz auf die Hauptbühne verlegt. Aufmerksamkeit hatten die Damen ohnehin schon bekommen: Das Interesse an dem “Awo-Ballett” war seit dem Wochenende sprunghaft angestiegen, nachdem der Seniorengruppe der Auftritt in der geplanten Form von der Buga-Leitung zunächst angeblich untersagt worden war, was diese allerdings mittlerweile anders darstellt. Eine Sprecherin der Tanzgruppe klagte gegenüber Medien, dass spanische Flamenco-Kostüme, orientalischer Tanz, mexikanischer Tanz mit Sombreros und Ponchos, japanischer Tanz mit Kimonos, indischer Tanz mit Saris und ägyptischer Tanz, in dem die Damen als Pharaoninnen verkleidet sind, abgelehnt worden seien.

Der Vorwurf sogenannter “kultureller Aneignung” stand im Raum, was insbesondere in sozialen Netzwerken ein großes Echo hervorrief. Die Bundesgartenschau war erst am Freitag eröffnet worden, sie läuft bis zum 8. Oktober und findet in Mannheim auf dem ehemaligen Spinelli-Militärgelände an der Feudenheimer Au und im Luisenpark statt.

Unfassbar, dass danach noch über diesen peinlichen Schwachsinn debattiert werden soll. Das klingt nämlich schon wieder nach Entschuldigung. Deutschland macht sich nur noch lächerlich. In der ganzen Welt. (Mit Material von dts)

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