Die Klimageschichte passt nicht zum Klimawahn


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Wesentlicher und mutmaßlich hauptbestimmender Klimafaktor: Die Sonne (Foto:Imago)

Fragt man CO2-Alarmisten nach Belegen für ihre Theorien, weisen sie häufig auf die vorhandene Korrelation zwischen CO2 und Temperatur seit etwa 1850, dem Beginn der Industrialisierung, hin. Dabei muss man sich allerdings klarmachen: “Klima”, genauer: ein Klimazyklus, wird als Zeitraum von 30 Jahren definiert. Betrachten wir die Entwicklung seit 1850, dann betrachten wir unterm Strich also sechs abgeschlossene Klimazyklen. Das ist klimahistorisch betrachtet ein Witz – zumal im selben Zeitraum auch die Sonnenaktivität stark anstieg, die zumindest als Mitverursacher der Erwärmung in Frage kommt. Vermutlich ist ihr Einfluss jedoch sogar entscheidend, weil die Energieeinstrahlung des Zentralgestirns in jedem Sonnensystem des Universums der maßgebliche Faktor für die Oberflächentemperatur von Planeten ist (respektive für Wetter und Klima, sofern diese, wie die Erde, eine Atmosphäre haben):

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(Screenshot:Twitter)

Über die Sonnenaktivität schreibt “Meteo.plus”: “In den letzten 70 Jahren liegt sie sogar weit über dem langzeitlichen Durchschnitt, der für den gesamten Zeitraum von 11.400 Jahren zwischen 25 und 40 Sonnenflecken schwankte. In den letzten Jahrzehnten erreichte der Durchschnittswert ca. 75 Flecken und lag damit etwa 3 mal höher, als es in den Jahrtausenden zuvor üblich war.” Die auf der Erde in einem Jahr ankommende Sonnenenergie liegt bei 1,5 mal 1018 Kilowattstunden – das sind mehr als 10.000 mal mehr, als die gesamte Menschheit pro Jahr insgesamt überhaupt an sämtlichen Energien verbraucht. Was immer wir “einsparen” oder durch “erneuerbare Energien” ersetzen, liegt bewegt sich also innerhalb dieses einen Zehntausendstels der Gesamtenergie, die jährlich auf die Erde trifft. Wenn sich – etwa durch Sonnenfleckenaktivität – die Sonnenstrahlung auch nur im Promillebereich verändert, liegt dies in der anteilig auf die Erde entfallenden Energiebilanz um Größenordnungen über dem, was die Menschheit insgesamt verändern könnte. Trotzdem werden Zeitgenossen, die den riesigen nuklearen Hochofen am Himmel in die Betrachtung des Klimawandels auch nur mit einschließen, gerne verspottet – etwa so, wie es Rezo in seinem bekannten “Zerstörungsvideo” damals mit Beatrix von Storch tat.

Richtig spannend wird es aber, wenn man sich in der Fachliteratur einmal CO2- und Temperaturkurve der letzten 600 Millionen Jahre anschaut, aus denen beim besten Willen keine Korrelation hervorgeht:

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(Screenshot:Twitter)

Wir lagen also schon einmal bei 4.500 ppm (Parts per Million) CO2-Gehalt in der Atmosphäre, also 11-mal so hoch wie heute, während die Temperaturen in etwa den heutigen entsprachen. Vor 200 Millionen Jahre sah die eine Verdopplung der CO2-Konzentration auf deutlich höherem Niveau gesehen, während die Temperatur zuerst stagnierte und dann scharf abfiel – und das, obwohl Svante Arrhenius, der Begründer der modernen CO2-Treibhaus-Hypothese, für eine Verdopplung des CO2-Gehalts eine Erwärmung von 5,5 Grad Celsius voraussagte und der “Weltklimarat” IPCC heute noch immer von einem Anstieg um 3 Grad Celsius ausgeht.

Und wir sehen vor allem, dass sich sowohl der heutige CO2-Gehalt als auch die Temperatur historisch betrachtet an einem Tiefpunkt befinden und Aussagen à la “Es war noch nie so warm wie heute!” schlicht und ergreifend gelogen sind – und zwar nicht nur für einen Zeitraum 600 Millionen Jahre, sondern auch schon für die historische Zeit der letzten 5.000 Jahre.

Was nicht passt…

Übrigens trifft dasselbe auch für die zweite oft zu hörende Falschbehauptung zu “…aber noch nie hat sich die Erde so schnell erwärmt”. Ein Blick auf die langfristige Entwicklung des Meeresspiegels etwa der Nordsee zeigt, dass dieser über die letzten 7.500 Jahre bei etwa 33 Zentimeter pro Jahrhundert lag (Bezugspunkt: das mittlere Tidenhochwasser an den deutschen Küsten). Während der letzten Eiszeit, der Weichseleiszeit, die vor etwas über 11.500 Jahren endete, hatte der atlantische Meeresspiegel um rund 100 Meter (!) niedriger gelegen. Im 20. Jahrhundert stieg das Wasser dabei um etwa 20 bis 25 Zentimeter; zuvor hatte es folglich immer wieder natürlich bedingte Erwärmungsperioden gegeben (zum Beispiel das Optimum der Römerzeit), in denen dieser Anstieg viel schneller und höher lag. “Menschgemachte” Treibhausemissionen spielen bei alledem überhaupt keine Rolle.

Als Einwurf der CO2-Alarmisten hört man dann oft, dies alles sei erklärbar und kein Wunder – denn selbstverständlich würden ja auch noch andere Einflüsse auf das Klima wirken. Sag bloß, Sherlock: Wenn es um die nicht zur Ideologie passenden Klimaschwankungen der Vergangenheit geht, dann spielen natürliche Klimaeinflüsse wie die Sonne plötzlich wieder eine Rolle – genau wie die Einflüsse, die man ignoriert, wenn man sich auf die wenig aussagekräftige Korrelation von Temperatur und CO2 seit 1850 versteift? Was nicht passt, wird eben passend gemacht.

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