Foto: (Symbolfoto: Von hikrcn/Shutterstock)

Allahu akbar, die Türken kommen

Das neue Einbürgerungsgesetz wird die Republik noch bunter machen. Böse Zungen würden allerdings behaupten, sie würde dann noch islamistischer werden. Auf jeden Fall dürfen wir uns auf viele, viele weitere deutsche Türken freuen:

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, rechnet angesichts der bevorstehenden Reform des Staatsbürgerschaftsrechts durch die Ampelkoalition mit deutlich mehr Anträgen auf Einbürgerung. “Ich begrüße, dass das Staatsbürgerschaftsrecht modernisiert werden soll”, sagte er dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Samstagausgaben). “Und ich rechne mit einem großen Andrang unter den türkischstämmigen Menschen in Deutschland, besonders bei denen aus der zweiten Generation. Allerdings brauchen die Behörden mehr Personal, damit sie diese Anträge dann auch bearbeiten können.” Das Vorhaben der Ampelkoalition entspreche nicht in allen Details dem, “was ich mir wünsche”, fügte Sofuoglu hinzu. “Die Menschen unterschreiben bei einer Einbürgerung ja schon heute, dass sie sich zum Grundgesetz bekennen.”

Auch sei es zwar nachvollziehbar, wenn Bewerbern die Staatsbürgerschaft im Falle antisemitischer oder rassistischer Straftaten verweigert werde. “Aber das darf nicht zum Gesinnungstest werden. Das wäre nicht zielführend.”

Bei Menschen aus der Gastarbeitergeneration läge es im Übrigen nahe, ganz auf die Prüfung von Sprachkenntnissen zu verzichten, statt die Hürde nur abzusenken, so der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde. Hier würde er sich mehr Großzügigkeit wünschen.

Etwas anders sieht es dieser Herr:

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die geplante Reform des Staatsangehörigkeitsrechts kritisiert. “Es ist völlig überzogen, wenn jetzt beliebig und ohne jegliche Begrenzung doppelte Staatsangehörigkeiten zugelassen werden”, sagte Herrmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). “Und wir können überhaupt nicht verstehen, dass das Erfordernis, die deutsche Sprache zu sprechen, in irgendeiner Weise eingeschränkt oder relativiert wird.”

Wer den deutschen Pass wolle, müsse seiner Ansicht nach auch Deutsch sprechen können. Die Erfordernis von schriftlichen Deutsch-Tests soll laut Plänen der Ampel-Koalition nur für eine Gruppe entfallen: Bei den sogenannten Gastarbeitern, die vor Juni 1974 eingewandert sind, soll künftig der Nachweis mündlicher Sprachkenntnisse ausreichen. Herrmann sagte weiter: “Wir brauchen qualifizierte Arbeitskräfte, aber mit einer beliebigen Vergabe des deutschen Passes werden wir die nicht gewinnen. Der Pass steht am Ende einer erfolgreichen Integration, aber er ist nicht das Mittel, jemanden sofort zum Einwandern zu bewegen.”

Und einen Schuldigen für das gute Abschneiden Erdogans in Deutschland gibt es auch schon: Deutschland:

Das hohe Wahlergebnis des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland ist laut Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide auf den Faktor Emotionalisierung zurückzuführen. “Erdogan gelingt es offenbar, seine Wählerschaft emotional zu erreichen. Es geht um die Vergewisserung der Zugehörigkeit zu einer sicheren, stabilen Identität”, schreibt Kourchide in seiner Kolumne für die “Rheinische Post” (Samstagausgabe).

“Sie finden in ihm eine Projektionsfläche für Trost als Reaktion auf gefühlte Ablehnung und erlebte Diskriminierung.” Viele türkische Gesprächspartner hätten Khorchide berichtet, immer wieder Diskriminierung zu erleben. “Man spricht in Deutschland weiterhin von Wir Deutschen und Ihr Türken, dann sind wir halt Türken und wählen einen, der uns sagt: Vergesst nicht, ihr seid Türken, bevor ihr Deutsche seid“, schilderte Khorchide die Eindrücke seiner Gesprächspartner.

“Hinzu kommt, dass die größten Organisationen der Türken in Deutschland die Moscheegemeinden sind”, so Kourchide. Die AKP-nahen Organisationen schafften es viel besser, ihre Wählergruppen zu mobilisieren: “Dennoch dürfen Erdogan-Wähler nicht abgestempelt werden – man muss sich mit ihren auch emotionalen Anliegen auseinandersetzen.” Erdogan hatte bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl alleine in Deutschland einen Stimmanteil von 64 Prozent eingefahren.

Herausforderer Kiliçdaroglu kam deutschlandweit auf 22 Prozent. Mouhanad Khorchide ist Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster.

Die Christen sind an der Islamisierung schuld – schon klar. (Mit Material von dts)

58c4f9cf14a44de597bcf3112978e09b

Themen

Entdecke mehr von Journalistenwatch

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen