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ADAC registriert 2022 mehr als doppelt so viele Pannen bei E-Autos als ein Jahr zuvor

Laut dem ADAC verzeichnet die Pannenhilfe eine besorgniserregende Zunahme von Fahrzeugausfällen bei E-Autos. Insbesondere ein bestimmtes Bauteil bereitet häufig Probleme, wie der Verein berichtet. Während die Pannenhilfe aufgrund des milden Winters im letzten Jahr weniger Einsätze hatte, haben sich die Pannen bei Elektroautos deutlich erhöht, so der ADAC (Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten: 23.05.23).

Ein Beitrag von Blackout-News

Die Pannenhelfer mussten laut ADAC 52.000 Mal liegengebliebene E- und Hybrid-Fahrzeuge unterstützen, im Vergleich zu nur 25.000 Einsätzen im Vorjahr. Die häufigste Ursache für die Pannen waren defekte Starterbatterien, die mehr als 50 Prozent aller Fälle ausmachten.

Technologieprobleme bei E-Autos: ADAC erwartet Anstieg von Pannenfällen

Dies ist besonders bemerkenswert, da E-Autos aufgrund ihrer geringeren Anzahl an Bauteilen weniger anfällig für Pannen sein sollten, erklärte Thomas Reynartz, Leiter der ADAC-Pannenhilfe. Bei einigen Modellen scheint die Technologie jedoch noch nicht ausgereift zu sein, da „das Auto nicht anspringt“, unabhängig davon, ob die Fahrzeugbatterie voll ist.

„Aufgrund des schnellen Anstiegs an Elektrofahrzeugen und der noch vorhandenen Schwächen im Batteriemanagement vieler E-Autos erwartet der Club eine deutliche Zunahme von Pannenfällen.“

ADAC-Praxistest: Einsatztauglichkeit mobiler Schnellladegeräte für E-Autos getestet

Der Automobilclub hat in einem Praxistest die Einsatztauglichkeit mobiler Schnellladegeräte zur Aufladung leerer Akkus getestet. Ende 2022 waren laut Kraftfahrt-Bundesamt über eine Million vollelektrische Autos und 865.000 Plug-in-Hybride in Deutschland unterwegs, wobei die meisten in den letzten drei Jahren aufgrund hoher staatlicher Subventionen zugelassen wurden.

Insgesamt verzeichnete die ADAC-Pannenhilfe im vergangenen Jahr 3,41 Millionen Einsätze, was knapp 80.000 weniger als im Vorjahr entspricht. Laut dem Club bleibt die defekte Batterie mit 43 Prozent die häufigste Ursache für Pannen, gefolgt von Schäden im Motor oder Motormanagement mit knapp 24 Prozent. Die Hilfeleistung ist für die 21 Millionen Vereinsmitglieder durch den Mitgliedsbeitrag abgedeckt.

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