Ukrainischer Botschafter in Deutschland: Olekseij Makejew - Foto: Imago

Ukrainischer Botschafter: Fordern bis der Arzt kommt

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Man kann es nicht oft genug wiederholen: Vorsicht mit der Ukraine! Das ist nur auf den ersten Blick ein Land. Wenn man genauer hinschaut, ist es der geopolitische Hebel der USA, um ganz Europa auch physisch noch in den Abgrund zu stürzen. Wirtschaftlich und kulturell läuft der Absturz bereits.

von Max Erdinger

Die Nachrichtenagentur dts meldet:  Berlin – Der ukrainische Botschafter Oleksij Makejew hat seine Forderung nach einem aktiven Engagement Deutschlands für einen Nato-Beitritt der Ukraine erneuert. “Wir erwarten auch von Deutschland eine Führungsrolle hier im Juli in Vilnius”, sagte Makejew am Dienstag den Sendern RTL und ntv mit Blick auf den Nato-Gipfel in der Hauptstadt Litauens. Der Botschafter fügte hinzu, dass er erwarte, “dass Deutschland unter den aktiven Ländern sein wird, damit die Ukraine einen genauen Plan zur Nato-Mitgliedschaft bekommt. Wir leben immer noch in den Formulierungen von 2008.” Gefragt danach, wie so ein Plan aussehen könne, sagte Makejew: “In diesem Plan wird klar gesagt, welche Schritte die Ukraine noch machen muss, damit am Ende dieses Weges die Ukraine als Voll-Nato-Mitglied da steht. Auf diese klare politische Botschaft warten wir in Vilnius.” Der ukrainische Botschafter sagte mit Blick auf das Verteidigungsbündnis zudem: “Die Ukraine macht eigentlich heute das, wofür die Nato eines Tages geschaffen worden war: Wir schützen Europa vor einer russischen, sowjetischen, imperialistischen Aggression.”

Daß die deutsche Bundesregierung nicht die Interessen der Deutschen vertritt und daß Deutschland dabei ist, sich unter dem Diktat der US-Ampelvasallen in ein totalitäres, antidemokratisches und  freiheitsfeindliches Teilgebiet eines insgesamt totalitären, antidemokratischen und freiheitsfeindlichen Komplexes namens “kollektiver Wertewesten” zu verwandeln, illustrieren mehrere Sachverhalte, nicht nur das Verhalten der Bundesregierung den Amerikanern und der Ukraine gegenüber. Großbritannien ist inzwischen ein Land, in dem sich John Cleese (noch) erfolgreich dagegen wehren musste, daß für die Bühnenadaption des Monty-Python-Klassikers “Das Leben des Brian” (1979) die Szene entfernt wird, in der vor gut vierzig Jahren bereits geklärt wurde, warum ein Mann  keine Frau sein kann, selbst wenn er lieber eine wäre. Simple Antwort: “Weil du keine Mumu hast!”.

John Cleese
John Cleese, “Transszene” im Hintergrund – Screenshot Exxpress.at

Sogenannte “sensitivity reader” (“Empfindlichkeitsleser”) sind überall im degenierten “Wertewesten” dabei, Klassiker der Literatur für Neuauflagen zu zensieren, ganze Passagen zu streichen und “kritische Wörter” durch zeitgeistkompatible Begriffe zu ersetzen. Ausgerechnet George Orwells Klassiker “1984” wurde z.B. wird von diversen britischen Universitäten verbannt. Begründung: Er könnte die Studenten verschrecken. Tatsächlich wäre er natürlich geeignet gewesen, sie wachzurütteln. In Deutschland erschien vor Jahren bereits eine “Bibel in gerechter Sprache”, was impliziert, daß deren Texter sich für die Lordsiegelbewahrer der Gerechtigkeit gehalten haben müssen. Ein solcher “Wertewesten” ist es inzwischen, den die NATO angeblich “verteidigt”.

Die NATO ist jedoch nur formal ein Verteidigungsbündnis auf Gegenseitigkeit. In Wahrheit ist sie ebenfalls ein geopolitischer Hebel der USA, eine Organisation, in der alle NATO-Verbündeten gefangen sind, die eben deswegen, weil sie in diesem Bündnis gefangen sind, versäumen zu dürfen glaubten, einen realistischen Blick auf den Zusammenhang von militärischer Macht und geopolitischer Entscheidungsfreiheit zu entwickeln. Der hätte so ausgesehen: Würden wir eines Tages den USA politisch widersprechen müssen, wäre es besser, wir hätten eine eigene und bündnisfreie Armee.  Haben sie aber nicht. Das ist letztlich auch der Grund dafür, daß sich der ukrainische Botschafter solche Töne erlauben kann.

Sinnigerweise wird ja von der Ukraine in den Medien dauernd das Narrativ von der “souveränen Nation” transportiert, die unter Bruch des Völkerrechts einem “Angriffskrieg” der Russen ausgesetzt sei, ganz so, als ob nicht jeder Krieg irgendwann einmal mit einem Angriff begonnen hätte. Außerdem impliziert das Wort, der Ukrainekrieg habe erst am 24.02.2022 begonnen, was allerdings nur formal richtig ist, an der Sache insgesamt aber völlig vorbeigeht. Gänzlich unberührt ist davon die Frage, was dieser Krieg die NATO überhaupt anzugehen hätte. Daß sich die NATO-Partner der USA dennoch bemüßigt fühlen, so zu tun, als ginge sie dieser Krieg etwas an, unterstreicht nur meine obige Behauptung, daß die NATO eben kein Verteidigungsbündnis auf Gegenseitigkeit ist, sondern das Angriffsinstrument eines hochaggressiven und vergleichsweise jungen Imperiums namens USA, das dieses “Verteidigungsbündnis” zur Durchsetzung seiner geostrategischen Pläne mißbraucht. Es ist im Ukrainekrieg kein NATO-Mitglied angegriffen worden. Die USA allerdings sind zu über 80 Prozent der Zeit ihres Bestehens in Kriege verwickelt gewesen, die meisten von ihnen selbst veranlaßt.

Ungereimtheiten

Vor wenigen Monaten hieß es in den meisten westlichen Medien noch, man sei in Washington darüber verschnupft, daß die Ukrainer die Karten nicht offen auf den Tisch legen und ihrem größten Unterstützer viel verschweigen. Joe Biden ließ verlauten, er habe dem ukrainischen Despoten das Versprechen abgenommen, keine amerikanischen Waffen für Angriffe auf Russland zu verwenden. Dieser Tage gab es dann erneut einen Drohnenangriff auf Moskau – und zwar auf zivile Ziele, also Wohnblocks. Es ist kein großer Schaden entstanden. Donezk – nach Ansicht des ukrainischen Regimes eine ukrainische Stadt –  wird seit Wochen von Ukrainern mit Artillerie beschossen. Auch dort schlagen die Geschosse vornehmlich in den Wohngebieten ethnischer Russen ein. Das waren Wochen, in denen im westlichen Medien-Mainstream noch immer der Schnack kursierte, in Washington wisse man nicht genau, was die Ukrainer alles im Schilde führen, weil sie Geheimnisse hätten. Dann die unglaubliche Geschichte von den “Anti-Putin-Russen”, die Belgorod angegriffen hätten. Diesem Angriff konnte schnell ein Ende gesetzt werden. Die Rede ist von 39 Gefallenen unter den “Anti-Putin-Russen”. Nur: Zurückgelassen wurde dort ausschließlich zerstörtes militärisches NATO-Gerät – und niemand will erklären, wie ausgerechnet “Anti-Putin-Russen” an solches Gerät gekommen sein sollen. Ukrainer hingegen haben es im Überfluß – und Belgorod liegt in Grenznähe zur Ukraine.

Und dann das: Am Pfingstwochenende erklärte Victoria Nuland, ihres Zeichens eine der größten Kriegstreiberinnen im “Beraterkreis” der amerikanischen Regierung, man habe die große “ukrainische Gegenoffensive” in enger Kooperation mit den Ukrainern zusammen seit “vier bis fünf Monaten” geplant. Und das, nachdem schon längst klar ist, daß die USA die ukrainische Armee nicht nur mit enormen Mengen an Waffen und Munition -, sondern sie auch noch mit den “dazugehörigen” Zielkoordinaten versorgen. Aus Kiew wiederum gibt es ein neues Video. Zu sehen ist ein Treffen von Selenskyj und seinen Leuten mit dem US-Senator Lindsey Graham, der grienend erklärt, nie sei US-Geld besser investiert gewesen als im Ukrainekrieg. Seine Begründung: “… weil Russen sterben”.

Es kann kein vernünftiger Zweifel daran bestehen, daß es die US-Falken und ihre Marionetten in Kiew sind, die an einer Eskalation des Ukrainekrieges interessiert sind, bei der noch ganz andere europäische Länder zur Zielscheibe werden sollen. Das ist der Hintergrund, vor dem die Einlassungen des ukrainischen Botschafters zum “aktiven Engagement” (gäbe es auch ein passives?) Deutschlands für den NATO-Beitritt der Ukraine zu sehen sind. Dabei geht es allerdings ohnehin nur noch um eine Formalie. De facto war die ukrainische Armee schon lange in die Kommandostruktur der NATO eingebunden und de facto befinden sich die USA schon längst in einem Krieg mit Russland, und zwar, ohne daß der US-Kongreß diesem Kriegseintritt jemals zugestimmt hätte. Nicht erst seit der Iran-Contra-Affäre ist bekannt, wie die Lieblingsstrategie amerikanischer Bellizisten aussieht: Hast du zwei Feinde, dann bewaffne beide und sorgen dafür, daß sie sich gegenseitig an die Gurgel gehen. Im Augenblick werden die Ukrainer verheizt, um zwei Seiten zu schwächen, die russische und die ukrainische primär – und sekundär die EU-Länder via NATO-Bündniszwang. Warum wollen die Amerikaner die Ukraine schwächen? Weil sie die Ukraine schon vor dem 24.02.2022 zu großen Teilen gekauft hatten. Etwa 17 Millionen Hektar der besten Ackerböden weltweit befinden sich im Besitz von Cargill, DuPont und Monsanto – und an denen wiederum halten BlackRock und Vanguard große Anteile. Nicht nur plauderte Victoria Nuland am Pfingstwochenende aus, daß die USA die “ukrainische Gegenoffensive” – ein Selbstmordunternehmen! – seit “vier bis fünf Monaten” (mit)planen, sondern auch, daß sie mit Selenskyj im Gespräch sind über den Wiederaufbau der Ukraine. BlackRock – Leute geben sich in Kiew die Türklinke in die Hand. Nebenbei bemerkt: Der deutsche “Oppositionschef” Friedrich Merz war vor seinem Wiedereintritt in die Politik BlackRock-Chef von Deutschland. Einen besseren “Oppsitionsführer” kann man sich aus amerikanischer Sicht gar nicht vorstellen für einen Vasallenstaat.

Die eigentliche Forderung des ukrainischen Botschafters

Die in der dts-Meldung oben genannte Forderung des ukrainischen Botschafters bedarf daher einer Übersetzung von “wohlfeiles Utilitaristengeschwurbel” ins Deutsche. Und dann klingt sie so: “Der ukrainische Botschafter Oleksij Makejew hat seine Forderung ( -nach einem aktiven Engagement Deutschlands für einen Nato-Beitritt der Ukraine erneuert – ) nach mehr vassallischem Gehorsam der Deutschen den USA gegenüber erneuert. (-“Wir erwarten auch von Deutschland eine Führungsrolle hier im Juli in Vilnius” – ), “Wir erwarten auch von Deutschland, daß es sich den geostrategischen Interessen unserer eigenen Chefs hier im Juli in Vilnius fügt”, sagte Makejew am Dienstag den Sendern RTL und ntv mit Blick auf den Nato-Gipfel in der Hauptstadt Litauens. Der Botschafter fügte hinzu, dass er erwarte, “dass Deutschland unter den aktiven Ländern sein wird, damit die Ukraine einen genauen Plan zur Nato-Mitgliedschaft bekommt. (-Wir leben immer noch in den Formulierungen von 2008.-) Wir leben immer noch in jenen Formulierungen von 2008, die einen offiziellen Kriegseintritt der NATO gegen Russland verhindern”. Gefragt danach, wie so ein Plan aussehen könne, sagte Makejew: “In diesem Plan wird klar gesagt, welche Schritte die Ukraine noch machen muss, damit am Ende dieses Weges die Ukraine als Voll-Nato-Mitglied da steht. Auf diese klare politische Botschaft warten wir in Vilnius.” Der ukrainische Botschafter sagte mit Blick auf das Verteidigungsbündnis zudem: (-“Die Ukraine macht eigentlich heute das, wofür die Nato eines Tages geschaffen worden war: Wir schützen Europa vor einer russischen, sowjetischen, imperialistischen Aggression.-) und damit die USA in der Ukraine endgültig bekommen, was sie wollen, muß ich Ihnen leider den Bullshit von der russischen, sowjetischen (!) und imperialistischen Aggression auftischen, verbunden mit der Aufforderung, diese dreisteste aller Lügen gefälligst zu schlucken und keinesfalls danach zu fragen, wer uns tolle Ukrainer eigentlich darum gebeten hatte, hinter einem dicken Stapel dreister Lügen die Rolle der NATO zu übernehmen.”

Für die Deutschen wird es allerhöchste Zeit, sich darüber klarzuwerden, daß sie in Berlin keine Regierung sitzen haben, die ihre Interessen vertritt, genauso wenig , wie die Ukrainer eine in Kiew hätten, die ihre Interessen vertritt.  Die Eurokratie vertritt auch nicht die Interessen der Europäer. Noch nicht einmal die Amerikaner haben eine Regierung, die ihre Interessen vertritt. Die Russen haben allerdings eine solche Regierung. Dieser ganze “kollektive Wertewesten” hingegen ist verramscht worden für die Interessen einiger Weniger, die sich noch an jedem Krieg eine goldene Nase verdient haben einerseits – und für die Interessen der ihnen Hörigen in den “Regierungen” andererseits, die genau wissen, daß ihr eigener Status am Gehorsam der wahren Macht gegenüber hängt. Dafür verkaufen sie das Wohlergehen der europäischen Völker. Der “kollektive Wertewesten” leidet an einer fortgeschrittenen politischen Krebserkrankung. Es scheint den 400 Millionen europäischen “Westwertlern” nicht in den Sinn zu kommen, daß sie längst in einem Krieg angekommen sind, der in Westeuropa nur deswegen nicht militärisch, sondern als Wirtschaftskrieg geführt wird, weil es dämlich wäre, die vorhandene Infrastruktur zu zerstören, wenn man sie auch unversehrt in die Hände bekommen kann, um sie den Neusiedlern aus aller Welt zu überlassen. Das spart richtig Geld.

Der Versuch, die Ukraine trotz ihrer jetzt bereits bestehenden de-facto-NATO-Mitgliedschaft auch formal in ein NATO-Mitglied zu verwandeln, folgt glasklar der Absicht, die NATO auch “vertraglich” noch enger an die US-amerikanische Abschußrampe gegen Russland zu binden. Den NATO-Statuten zufolge kann jedoch kein Land Mitglied werden, das sich aktuell im Krieg befindet. Für den Kreml müsste es daher logisch sein, den Sack endlich gar zuzumachen in der Ukraine und dafür zu sorgen, daß es dort keinen Staat mehr gibt, welcher der NATO beitreten könnte. Das hieße: Einmarsch der in Belarus stationierten Truppen, um die Westukraine von der EU abzuschneiden, dadurch auch die Transportwege für Kriegsmaterial aus dem Westen unter Kontrolle zu bekommen und so gleichzeitig den Vormarsch über den Dnjepr von Osten her abzusichern.

Allerdings könnte es auch sein, daß sich “die Sache des Wertewestens” in der Ukraine von alleine totläuft, einfach, weil den USA die Mittel fehlen, den Krieg fortzuführen, zumal sie ja auch einen Krieg mit China ab 2025 auf dem Schirm haben, was wiederum ein wesentlicher Grund für die BRICS-Staaten sein dürfte, die USA nach Kräften wirtschaftlich zu schwächen. Im Grunde genommen befinden sich die USA bereits in einer derartig prekären Lage, daß die Biden-Regierung vor die Kameras treten müsste, um ihr Scheitern einzugestehen, zurückzutreten, und so den Weg freizumachen für einen Weg aus dem selbstverschuldeten Desaster, über den bisher noch niemand geredet hat, außer – ansatzweise – Donald Trump. Als Reaktion auf die mißglückte Bekanntgabe der Präsidentschaftskandidatur von Ron DeSantis bei Twitter veröffentlichte er übrigens ein urkomisches Filmchen bei “Truth Social”, in welchem er den Herren Soros und Schwab bereits ankündigt, wo sie im Falle seiner Wiederwahl den Rest ihres Lebens verbringen werden: Im Gefängnis. Dort dürften gern noch etliche weitere schmoren, mit dem WHO-Generalsekretär Tedros angefangen und mit UN-Generalsekretär Guterres sowie Victoria Nuland und Lindsey Graham noch lange nicht aufgehört. In Europa fielen mir auch ein paar hundert Figuren ein, die im Gefängnis gut aufgehoben wären. Selenskyj und Melnyk zählen auf jeden Fall dazu.

Sei es wie es sei: Für die Europäer und besonders für die Deutschen bedeutet, sich weiter in die Dienste des ukrainischen Regimes zwingen zu lassen, ein totes Pferd zu reiten. Es sieht nicht danach aus, als gebe es für die bisherige Nation names Ukraine noch eine lange Zukunft. In Polen kuriseren bereits Karten, auf denen eine “neue Ukraine” als neutraler Pufferstaat zwischen EU/NATO und Russland bereits existiert. Es ist ein kleines Binnenland. Die gesamte Schwarzmeerküste und die Küste des Aswoschen Meers ist russisch. Westlich des Dnjepr ist die neue Ukraine angesiedelt – und die bisherige Westukraine ist polnisch. Das wärte vielleicht eine Lösung. Aus russischer Sicht müsste die Alternative dazu inzwischen sein, die ganze Ukraine einzunehmen und bis an die polnische Grenze vorzurücken. Für die Kriegstreiber in den USA gilt: So lange sie noch gackern dürfen, können sie wenigstens wissen, daß sie noch im Amt sind. Analog gilt das für die deutsche Ampelregierung und den ukrainischen Botschafter in Deutschland. Die NATO ist bereits gestorben. Sie hat es nur noch nicht gemerkt.