Sicherheitspersonal (Bild: shutterstock.com/Andrey_Popov)

Damit die StudentINNEN* sicher nachhause kommen: Uni bietet Bodyguard-Service an

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Dass die Uni Augsburg Studenten und Beschäftigte den Dienst von Bodyguards zur Verfügung stellt, um sicher den Heimweg antreten zu können, das verkauft die Alpenprawda ihren Lesern als “Service”.  Warum das im besten Deutschland, das wir je hatten, mittlerweile nötig ist, interessiert das linke Neigungsblatt indes nicht.

Vor einigen Jahren kam wohl keiner auf die Idee, sich von einem Bodyguard auf dem Nachhauseweg begleiten zu lassen. Ein paar Massenmigrationsjahre später bietet die Uni Augsburg Studentinnen und solchen, die sich dafür halten, aber auch Studenten und Lehrkräften an, sich auf dem Campus, aber auch abends wenn es dunkel ist, von Sicherheitsleuten zu ihrem Fahrrad, zum Auto oder zur Straßenbahn begleiten zu lassen.

Auf der Internetseite der Uni Augsburg liest sich das “Sicherheitsangebot” dann so:

uni augsburg
Uni Augsburg

Ganz begeistert von diesem Angebot zeigt sich die Süddeutsche Zeitung. Völlig befreit von jeglicher journalistischen Neugier, in Erfahrung bringen zu wollen, warum es denn eigentlich im besten Deutschland, das wir je hatten ,notwendig ist, dass eine Universität einen Sicherheitsdienst anheuern muss, um Studenten und Beschäftigte körperlich unversehrt nachhause zu bekommen, jubelt die Alpenprawda das Ganze zur trendigen Dienstleistung hoch.

Das Systemblatt berichtet weiter im Plauderton, dass es andere Unis, die keinen solch trendigen Begleitservice durch Sicherheitspersonal anbieten, Notrufsäulen eingerichtet hätten. Andere wiederum kümmern sich inzwischen regelmäßig darum, Plätze und Wege besser auszuleuchten, Frauenparkplätze oder Frauentreffpunkte einzurichten. Wem all dies nicht reicht, so die SZ weiter, der könne ja Freunde aktivieren, die via App den Heimweg beobachten und so eingreifen können, falls etwas passiert. Falls mal gerade kein Freund zu Hand ist, der den Nachhauseweg überwacht, dann könnte ein Heimwegtelefon-Anrufservice bemüht werden. Denn – da ist sich das Neigungsblatt sicher: Wer telefoniert, auch wenn sie oder er sich dabei mit fremden Menschen unterhält, fühlt sich sicherer. Ein nettes Gespräch – ha-ha-lalala- verkürzte ja auch die Laufzeit. Und die Polizei begrüßt zudem solche Initiativen.

Während die Süddeutsche unverdrossen ihrem Leserklientel verklickern will, es würde sich hier um eine trendig Dienstleistung handeln, scheint man sich im SZ-Facebook-Kommentarbereich klar darüber zu sein, wie es um die Sicherheitslage in diesem kaputte Land bestellt ist:

Armutszeugnis. D hat fertig.

Tolle Sache, wie traurig, dass es überhaupt gebraucht wird. Aber es ist ja alles ganz wunderbar hier

Was haben wir in Deutschland nur in kürzester Zeit gemacht. Gastgeber müssen sich schützen vor ihren Gästen 

Verstehe ich nicht. Wir leben im besten Deutschland aller Zeiten.

Warum frägt die Süddeutsche nicht warum das nötig ist. Angst vor der Wahrheit und Weltbild und so. Schon klar.

“Sicherheitskräfte” stehen jetzt nicht unbedingt ganz oben auf meiner Liste vetrauenswürdiger Personen. Viel Glück!

(SB)