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Deutschland: Das System steht vor dem Ende

Für die deutsche Wirtschaft korrigierte der Währungsfonds seine Annahmen nach unten. Die deutsche Wirtschaft wird aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr um 0,3 Prozent schrumpfen. Die IWF-Ökonomen sind damit pessimistischer als noch vor drei Monaten. Im April hatten sie für 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,1 Prozent vorausgesagt. Hier die Zahlen im Detail.

Diese Zahlen lassen sich nicht nur mit dem Krieg in der Ukraine erklären, der schleichende Prozess begann weit früher. Die lange verschlafene Digitalisierung, Dekarbonisierung und der demografische Wandel waren bereits vor Corona große Herausforderungen. Zu lange lebte Merkel-Deutschland von der Substanz, den Schröder-Reformen und richtete sich samt Lobbyisten in der Welt gemütlich ein. Sogar den Luxus des Atomausstiegs leistete man sich in dem guten Glauben daran, dass die Welt Deutschland folgen werden würde.

Dieses war der Ist – Zustand, als die völlig überflüssigen Corona-Maßnahmen der deutschen Wirtschaft schwer schadeten. Anstatt der Wirtschaft nachträglich eine Chance auf eine Erholung zu geben, folgte die Regierung selbstmörderischen Wirtschaftssanktionen der EU. Das Ergebnis sind explodierte Energiekosten, die für einen Industriestandort wie Deutschland, der auf billige Energie angewiesen ist, tödlich sind. Die grüne Transformation löst bald ein Wirtschaftswunder aus, so der Kanzler im Mai dieses Jahres, doch in den wichtigsten Industriebranchen herrscht alles – nur keine Goldgräberstimmung.

AfD als Lösung?

Nun lässt die AfD als Alternative lässt auf Veränderung nach der quellenden 16 Jahre Merkel hoffen, deren Politik auch nach ihrem Abschied weitergeführt wird. Aber auch die AfD ist Teil des Systems und wie sie sich entwickelt, wenn sie den Rausch der Macht spürt, bleibt abzuwarten. Dieses ist keine Kritik an der AfD, sondern eine logische Schlussfolgerung, die das derzeitige System mit sich bringt und so ist es auch nur verständlich, dass Alice Weidel – wie auch Sahra Wagenknecht sich bei der Wahl zur Wahl zum WHO-Vertrag enthalten haben. Unabhängig davon zeigen alle Umfragen, das Vertrauen in alle politischen Parteien, in das System sank ab 1990 jährlich, und zwar bedenklich.

Dieses System, der Kapitalismus konnte sich nur durchsetzen und kann sich nur halten, weil eine große Mehrheit seine Strukturen akzeptiert und ihn als bestes oder gar als alternativloses System betrachtet. Das wurde im Lauf der Jahrhunderte durch sehr viel Propaganda und Repression alternativer Ideen und Modelle erreicht. Das lässt sich nicht innerhalb weniger Jahre ausradieren. Aber das System befindet sich im letzten Kampf, es wird zusammenbrechen.

Chaos, Desorientierung und Dekadenz

Chaos, Desorientierung und Dekadenz sind Indizien dafür, dass der Niedergang des Systems in vollem Gange ist. Die Frage ist nur, wie lange es noch bis dahin dauert, denn immer mehr Menschen sind nicht mehr bereit diesen Weg weiterzugehen. Immer deutlicher kristallisiert sich heraus, dass „Ihr da unten und wir da oben“ für die Menschen keine Lebensform mehr darstellt. Das zeigt sich an den Auswandererzahlen, aber auch an der Leistungsverweigerung der nächsten Generation, der Work-Live-Balance wichtiger ist als Karriere und denen ihre Mitmenschlichkeit mehr wert ist, als das Bankkonto superreicher Menschen zu füllen.

Auch eine neue Partei wird daran nichts mehr ändern, selbst wenn die AfD Volkspartei werden sollte. Die Agierenden haben es noch nicht einmal bemerkt, da sie zu beschäftigt sind, mit der Zerstörung alter Werte, der Menschlichkeit und der Natur, die man mit CO₂ Zertifikaten über die Börse retten möchte. Aber einige Politiker spüren es bereits, leicht wie ein Windhauch und unbewusst. Ihre Zeit ist abgelaufen.

Was bedeutet Politik und Partei heute noch?

Sie dienen nur noch der Durchsetzung persönlicher Ziele einzelner Politiker und der Wahrung von Macht und Finanzinteressen. Dabei geht es schon lange nicht mehr um das Wohlergehen der Menschen und schon gar nicht um die Umsetzung einer für alle gerechten Gesellschaftsordnung. Im Endkampf um das System, zeigt die Politik die Verachtung für ihre Bürger.

Zeit, ein neues System zu schaffen?

Dieser Gedanke klingt verrückt, nach Protest und völlig grotesk, weil man uns gelehrt hat zu glauben, ohne Politiker oder Staat ginge es nicht. Die Deutsche Geschichte beginnt mit der Entstehung im 10./11. Jahrhundert, die deutsche Sprache ist seit dem 8. Jahrhundert eine eigenständige. Eine Sprache mit vielen Facetten und unzähligen Ausdrucksmöglichkeiten. Die Bewohner des Reiches waren vor allem Nachfahren von Germanen und Kelten und sie haben tatsächlich tausende Jahre ohne Staat überlebt. Ohne Menschen, die ihnen erklärten, was sie essen dürfen und man nahm ihnen vor dem Essen auch nicht erst das halbe Wildschwein ab. Man erklärte ihnen nicht, wie heiß das Feuer sein darf und ob sie zum Waschen einen Lappen benutzen sollen.

Man höre und staune: Sie wussten sogar, dass der Mensch bei warmem Wetter viel getrunken werden muss, ohne feuerrote Karten auf dem Bildschirm. Wie schrieb Markus Krall kürzlich auf Twitter: „Der Staat entstand nicht durch einen Gesellschaftsvertrag. Nie saßen ein paar Leute ums Feuer und entschieden: Wir machen jetzt einen Staat, damit es uns besser geht. Der Staat wurde gegründet von Räuberbanden, die herausfanden, dass Schutzgeld (Steuer) ein besseres Geschäftsmodell ist als Morden und Plündern“. Zu diesen Plünderern gehören auch die Kirchen, die noch vor dem modernen Staat zu Felde zogen. Das durchschaubare Geschäftsmodell wird mit politischer Immunität umrahmt, die sich die Politik selbst zugesprochen hat.

Ein Gedankenexperiment

Was passiert, wenn das Parteiensystem und alle Lobbyisten beim nächsten Abendrot verschwunden wäre? Nichts. Keine CDU oder SPD, keine GRÜNE, Braune, Rote oder Blaue würde bedeuten keine Schlagzeilen mehr über Parteistreitereien, gebrochene Wahlversprechen, kein links und rechts, keine eigen ewigen Talkshows mit immer denselben Gesichtern, je nachdem welche Partei gerade in den Fernsehräten sitzt.

Berechtigt die heutige Situation diese Frage?

Wo stehen wir? Die Bahn ist ein Trümmerhaufen, die digitale Struktur Triumph der Trübseligkeit, wir sind Weltmarktführer der Funklöcher, die Bundeswehr ist nichts als Bluff, die Schulen übergeblieben aus der Kreidezeit, die Behörden die letzte Bastion der Faxgeräte, Strom wird nun aus Afrika bezogen und die Fachkräfte auch. Das Geld wird für utopische Ideologien ausgegeben, für Modelle und für die Einrichtung neuer Arbeitsstellen im welchem Ministerium auch immer und gelangt in die Hände weniger. Die Wirtschaft steht vor dem Kollaps und wirkliche Probleme werden nicht angegangen, der Parteipappart ist mit ideologischen Themen und sich selbst beschäftigt, für die der Normalbürger weder Zeit noch Nerven hat. Verliert ein System

Der Ruf nach Revolution und DDR – Wende säuselt inzwischen nicht selten leise durch den Raum. Mal abgesehen davon, dass Revolutionen meistens auch brutal waren, ist es sinnvoll, die Mächtigen des alten Systems durch die eines neuen Systems, mit neuen Führern ersetzen zu wollen, wenn ein Großteil der Bevölkerung im alten Denken und Fühlen verhaftet ist? Nein, aber dieser Großteil wird täglich kleiner und wenn ein System den Rückhalt in der Bevölkerung verliert, ohne den es nicht auskommt, ist es Geschichte.

Unsere Vorfahren, die Kelten, waren kein homogenes Volk, nie zentral organisiert, hatten keinen von allen akzeptieren „Führer“ keinen Staat – trotzdem oder gerade deshalb wurden sie selbst von den Römern gefürchtet. Denn es machte sie eine Tugend aus, vor der jede Macht sich fürchtet, sie nennt sich Verbundenheit.

Jeder kann einen besseren Ort schaffen, indem er sich seinen Mitmenschen gegenüber auf eine Weise verhält, die dem Verhalten des Systems widerspricht: altruistisch, freundlich, mitfühlend – mit einem Wort: verbunden. Je öfter die Menschen diese Haltung erfahren oder beobachten, desto weniger werden sie in der Lage sein, sich als Teil dieses Systems zu empfinden.

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