Foto: Collage

Hat die “Bild” etwa kein Herz für jouwatch?

Jeder kennt die “Bild”, ein immer noch mächtiges Mainstream-Presseorgan, dass auch jedes Jahr mit der Aktion “Ein Herz für Kinder” für Furore sorgt und gemeinsam mit Prominenten aus Politik und Kultur jede Menge Geld für die Kleinen und Bedürftigen einsammelt.

Herzlichen Glückwunsch.

Nicht jeder kennt jouwatch. Aber immer mehr. Ein Nachrichtenmagazin der “Neuen Freien Medien”, das den etablierten Mainstream-Medien offensichtlich das Fürchten lehrt, allerdings, um zu Überleben – weil die Werbekunden aus politischen Gründen das nicht machen – mit Spendenaufrufen seine Leser regelmäßig um Unterstützung bitten muss.

Anfang Dezember hatte das jouwatch-Team mit der Kampagne „Ein Herz für jouwatch“ also wieder einmal um Geld “gebeten” und dazu eine von der jouwatch-Grafikerin erstellte herzzerreißende Collage veröffentlicht.

Diese Grafik nun brachte den Axel-Springer-Verlag auf dem Plan, der darin eine Markenrechtsverletzung durch eine Anwaltskanzlei abmahnte.

Über eine Anwaltskanzlei wurde sogar der Provider von jouwatch angeschrieben, weil die Bild damit einen weiteren Anspruchsgegner hat, oder um diesen unter Druck zu setzen, damit jouwatch gesperrt wird, also aus der Öffentlichkeit verschwindet?

Der Springer-Verlag hatte sogar die Befürchtung, dass hier eine Verwechslungsgefahr vorliegen würde, oder als ob die Leser von jouwatch unser Logo jemals für das Logo der Bild halten würden.

Soll mit solchen Nummern etwas versucht werden, die lästige Konkurrenz vom Medienmarkt zu schießen, weil man inhaltlich, also journalistisch den neuen freien Medien nichts mehr entgegen zu setzen hat?

Hat die “Bild” etwa kein Herz für jouwatch?

Ein pikantes Detail:

Jouwatch wurde 2013 von dem ehemaligen Springer-Redakteur Thomas Böhm, der inzwischen in Rente gegangen ist, gegründet – als Antwort auf seinen „Rausschmiss wegen islamkritischer Haltung“

Spielen hier etwa nachtragende Rachegelüste für das brutale Vorgehen des Medien-Riesen eine Rolle?

Kaum vorstellbar, dass die weihnachtliche Spendenkampagne von jouwatch irgendeine Rolle für die gigantische „Ein Herz für Kinder“-Gala von Springer überhaupt Rolle spielt. Merkwürdig auch, dass sich „Ein Herz für Tiere“ oder „Ein Herz für Ostfriesland“ noch nicht gemeldet haben.

Fakt ist aber: Schon wieder befindet sich jouwatch in einer juristischen Auseinandersetzung, die sehr viel Nerven und vor allen Dingen Geld kostet. Geld, das wir lieber für die so dringende journalistische Arbeit benötigen.

Wenn Sie uns also in dieser Angelegenheit unterstützen würden, würden wir uns ebenfalls freuen.

Hier können Sie spenden

PS: Wir gratulieren der “Bild” auf jeden Fall für die sagenhaften 21 Millionen Euro, die sie an Spenden für ihre erfolgreiche Gala einnehmen konnte.

 

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