Entspannen in der Hängematte; Bild: Shutterstock
Faulenzen (Symbolbild: Shutterstock)

Wieder so ein Ampel-Reinfall: Kaum Erfolge mit “Job-Turbo” für Ukrainer

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Tja, da ist wohl das Bürgergeld, was man abholen und in die anscheinend doch nicht so Kriegsgeschädigte Heimat in der West-Ukraine schleppen kann, attraktiver:

Gut drei Monate nach dem Start des “Job-Turbos” zur schnelleren Arbeitsmarktintegration für Geflüchtete aus der Ukraine kann die Bundesagentur für Arbeit (BA) noch keine sichtbaren Erfolge verbuchen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht der Bundesagentur zur Arbeitsmarktsituation der Geflüchteten vom Januar 2024 hervor, über den die “Rheinische Post” in ihrer Freitagausgabe berichtet.

Die Abgangsrate ukrainischer Staatsangehöriger aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung ist demnach bei den ukrainischen Frauen im Januar 2024 mit jahresdurchschnittlich 1,2 Prozent sogar deutlich geringer als vor einem Jahr mit 1,7 Prozent. Auch bei den ukrainischen Männern ging sie von 3,4 im Januar 2023 auf 2,4 Prozent im Januar 2024 zurück.

Der BA-Sonderbeauftragte für den “Job-Turbo”, Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach, nannte als eine Hauptursache natürlich die schlechtere Konjunktur, die derzeit Neueinstellungen erschwere. “Die Arbeitslosenzahl insgesamt hat sich im Januar gegenüber dem Vorjahr um fast 200.000 erhöht. Da ist es schon positiv zu sehen, wenn die Arbeitslosigkeit bei der schwächsten Gruppe am Arbeitsmarkt – und das sind unter anderen Geflüchtete ohne fließende Deutschkenntnisse – nicht merklich steigt”, sagte er der Zeitung.

68 Prozent der Geflüchteten aus der Ukraine seien Frauen. “Jede dritte Frau aus der Ukraine ist alleinerziehend, viele finden nur sehr schwer Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Deshalb ist ihre Integration in den Arbeitsmarkt häufig schwerer als bei männlichen Geflüchteten”, sagte Terzenbach.

Die Menschen aus der Ukraine sind dem BA-Lagebericht zufolge deutlich besser qualifiziert als Geflüchtete aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. Während 68 Prozent der Geflüchteten aus diesen acht Ländern nur für Helfertätigkeiten infrage kommen, stuft die BA die Ukrainer zu 100 Prozent als Fachkräfte ein. Es gebe aber auch bei den Ukrainern Probleme mit der Anerkennung formaler Abschlüsse und häufig noch nicht ausreichenden Deutschkenntnissen, sagte Terzenbach.

“Wir haben derzeit rund 2,4 Millionen Geflüchtete im erwerbsfähigen Alter in Deutschland, davon etwa 840.000 aus der Ukraine. Insgesamt gehen 750.000 Geflüchtete bereits einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, allein aus der Ukraine etwa 170.000. Es geht also in die richtige Richtung”, so Terzenbach. “Der Job-Turbo setzt bei denen an, die noch keinen Arbeitsplatz haben. Aus der Ukraine sind dies etwa 500.000 Menschen, aus den übrigen acht größten Asyl-Herkunftsländern weitere 600.000.”

“Die Quote der Bürgergeldbeziehenden unter Ukrainern lag nach aktuellsten Zahlen im Oktober aber auch noch bei 60 Prozent, unter den übrigen Asylherkunftsländern bei 40 Prozent”, so der Sonderbeauftragte. Die Quoten würden bald sinken, da die stärkere Kontaktaufnahme der Job-Center mit Geflüchteten begonnen habe.

Das wird schon noch was. In 20, 30 Jahren, wenn dann noch mal 30 Millionen “Flüchtlinge” dazugekommen sind. (Mit Material von dts)