Erfreute mit seinen Kinderbüchern Generationen junger Deutscher: Der 2013 verstorbene Otfried Preußler (Foto:Imago)

Widerliche Cancel-Culture: Gymnasium will nicht mehr nach Kinderbuchautor Otfried Preußler benannt sein

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Die Cancel-Culture, die Jagd auf imaginäre Nazis und die Auslöschung der eigenen Vergangenheit nimmt in Deutschland immer hysterischere und beängstigendere Ausmaße an. Unter permanenter linksgrüner Hetze wird ein Säuberungsfeldzug gestartet, der zunehmend stalinistische Dimensionen erreicht. Das jüngste Opfer dieses Wahnsinns ist das Andenken des beliebten Kinderbuchautors Otfried Preußler. Seit Generationen gehören Werke wie „Räuber Hotzenplotz“, „Das kleine Gespenst“, „Die kleine Hexe“ und „Krabat“ zu den populärsten Werken in Deutschland mit einer Gesamtauflage von 55 Millionen Exemplaren. Ein nach ihm benanntes Gymnasium in Pullach bei München schämt sich nun plötzlich jedoch seines Namens und strebt eine Umbenennung in „Staatliches Gymnasium Pullach“ an.

Der Grund dafür soll sein, dass Preußler kurz vor seinem 18. (!) Geburtstag der NSDAP beigetreten war und mit 17 oder 18 Jahren den Roman „Erntelager Geyer“, geschrieben hatte, in dem der Erntehelfer-Einsatz einer Hitlerjugend-Einheit auf dem Lande idealisiert beschrieben und Nazi-Gedankengut verherrlicht werde. Preußler habe sich nie davon distanziert. Dies behauptet jedenfalls Schulleiter Benno Fischbach. Angeblich habe sich eine Arbeitsgruppe von Schülern und Lehrern für die Namensänderung ausgesprochen. Natürlich unterstützt auch die grüne Pullacher Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund diesen Irrsinn.

Fanatische Pullacher Gutmenschen: Natürlich Grüne wieder vorne mit dabei

Preußlers Tochter und Nachlassverwalterin Dr. Susanne Preußler-Bitsch erklärte: „Das Ganze trifft mich natürlich. Ihn heute so zu skandalisieren und zu versuchen zu delegitimieren, ist absolut indiskutabel.“ Sie betonte auch, dass ihr Vater sich mehrfach, auch in Veröffentlichungen, zu seiner NS-Vergangenheit geäußert habe. Er sei „Brückenbauer, Humanist und Pazifist aus Überzeugung“. Seine Jugend im Dritten Reich habe er in seinem Roman „Krabat“ verarbeitet, wo es um Machtmissbrauch und Verführung gehe.

Das kümmert die fanatischen Gutmenschen in Pullach jedoch nicht. In ihrem blindwütigen Furor entblöden sie sich nicht, einem 17-Jährigen vorzuwerfen, dass er sich kurzzeitig vom Nazi-Regime blenden ließ. Wie sie selbst sich in so einer Situation verhalten hätten, fragen sie sich natürlich nicht. Die Gnade der späten Geburt lässt sie selbst keine Gnade mehr fühlen. Sie maßen sich zu Richtern über die Vergangenheit auf, legen aber dieselbe ideologische Arroganz an den Tag, wie diejenigen, die sie nach fast 80 Jahren zu bekämpfen glauben. Das Ganze ist in seiner Selbstgerechtigkeit nur noch ekelerregend. Immerhin hält sein Verlag (noch) zu Preußler. Bärbel Dorweiler vom Thienemann-Verlag erklärte: Den Roman aus seiner Jugendzeit gibt es, aber die Frage ist, ob man Otfried Preußlers ganzes Leben aus dieser Perspektive sehen sollte. Er war in seiner Jugend dem Nationalsozialismus sehr gewogen, wie so viele war er verführbar. Es gibt für uns keinerlei Anlass von unserem Autor abzurücken.“
Nun bleibt abzuwarten, ob der Verlag dem möglicherweise aufkommenden medialen Druck standhält und das bayerische Kultusministerium der Namensänderung zustimmt. Preußlers Tochter brachte es auf den Punkt: „Eine gewisse Gruppe von Lehrern treibt das Thema voran. Mir tun da vor allem die Schulkinder leid.“ (TPL)

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