Foto: Herbert Reul (über dts Nachrichtenagentur)

Will Reul jetzt den “Sellner” machen?

Wenn man nicht wüsste, wer hier rumredet, man könnte denken, der Herr Sellner wäre in die Politik gegangen und man könnte die Aussagen ernst nehmen:

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) ruft zu mehr Ehrlichkeit in der Migrationsdebatte auf. “Die Menschen spüren doch, dass es da eine Grenze des Machbaren gibt”, sagte er der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Das müsse die Politik auch aussprechen.

“Wenn die Menschen sagen: Warum gebt ihr nicht zu, dass es bei der Zuwanderung eine Grenze geben muss? Da geht es ja nicht um eine konkrete Zahl, sondern die Gewissheit zu vermitteln: Die Politik hat das Problem bemerkt”, so Reul.

Der Minister verwies in dem Kontext auf Probleme im Bildungssektor bei einer hohen Zahl an Schülern mit Migrationshintergrund. “Wenn Sie Schulklassen haben, in denen zwei Drittel und mehr der Kinder kein Deutsch können, kann kein guter Unterricht gemacht werden.”

Der Unionspolitiker bemängelte, dass in der Diskussion die Beteiligten “in ideologischen Gräben sitzen und zu wenige die Kraft haben, dort herauszuspringen, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten”. Dabei sei dies geboten. Die Zahl der Nicht-Wähler nehme ebenso zu wie die Zahl der AfD-Wähler. “Statt über Parteiverbote zu diskutieren, sollte Politik einfach unter Beweis stellen, was sie kann. Sonst bricht die Gesellschaft auseinander. Vielleicht ist das sogar schon passiert”, sagte Reul.

Da hat er sogar recht, der Herr Reul. Der Graben, der sich zwischen den beiden Gesellschaftsmodellen zieht, ist unüberwindbar tief gebuddelt worden – von denjenigen, die unbedingt die Gesellschaft und die Nation auflösen wollen, in dem sie sie austauschen. Und da hat die CDU kräftig mitgemischt. (Mit Material von dts)

 

 

Themen

AfD
Brisant
Särge (Symbolbild: shutterstock.com/Von Maciej Tolwinski)
Corona
Deutschland
Gender
International
Aktuelles
Brisant
Brisant
Brisant
Deutschland
Migration
Satire
Brisant
Wahlkampf
Lotto Gewinnchancen - So steht es um die Wahrscheinlichkeit einer Ausschüttung
Wirtschaft, Tipps

Entdecke mehr von Journalistenwatch

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen