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Hochsubventioniertes Wasserstoffprojekt in Hannover gescheitert

Das ambitionierte Vorhaben, in Hannover aus Klärwasser grünen Wasserstoff zu gewinnen, stößt auf unüberwindbare Hindernisse. Entgegen der hohen Erwartungen und trotz staatlicher Zuschüsse von mehr als sechs Millionen Euro offenbaren sich finanzielle Abgründe, die das Projekt zum Scheitern bringen. Laut Berichten der Tageszeitung TAZ muss die Stadt dieses innovative Unterfangen aufgrund explodierender Kosten aufgeben (taz: 10.02.24).

Ein Beitrag von Blackout-News

Von Vision zum Fiasko: Wasserstoffprojekt in Hannover scheitert an Kostenexplosion

Was als Pionierprojekt begann, endet in einer finanziellen Katastrophe. Ursprünglich mit 25 Millionen Euro kalkuliert, vervielfachten sich die Kosten auf 136 Millionen Euro. Neben der Inflation wirkten sich verschärfte Hochwasserschutzauflagen preistreibend aus. Die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung sehen sich nun mit der Frage konfrontiert, wie es zu solch gravierenden Fehleinschätzungen kommen konnte. Der Beschluss, das Projekt abzubrechen, soll weitere Verluste verhindern, doch die bereits getätigten Investitionen wie der Stromanschluss bedeuten sunk costs.

Teure Erfahrungen aus dem Scheitern des Wasserstoffprojekts in Hannover

Obwohl das Projekt eingestellt wird, betonen die wissenschaftlichen Begleiter den Wert der gesammelten Erfahrungen. Sie argumentieren, dass die gewonnenen Einsichten für die Entwicklung ähnlicher Anlagen an anderen Standorten nützlich sein könnten. Doch angesichts des finanziellen Debakels bleibt die Frage, ob solche Projekte tatsächlich realisierbar sind, ohne dass es zu einer Kostenexplosion kommt.

Deutschland verfügt zwar über tausende Kläranlagen, die theoretisch für die Wasserstoffproduktion genutzt werden könnten, doch das Scheitern in Hannover wirft ein kritisches Licht auf die Machbarkeit. Die Erfahrung zeigt, dass der Weg zu einer umweltfreundlichen und gleichzeitig wirtschaftlich tragbaren Wasserstoffgewinnung noch mit großen Herausforderungen verbunden ist. Es bleibt abzuwarten, ob zukünftige Projekte diese Hürden überwinden können, ohne dass sie an finanziellen und regulatorischen Klippen zerschellen.

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